Wann darf man Mahngebühren in Rechnung stellen?

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3 Antworten

Meine ganz persönliche Meinung: Sicher kannst Du bereits in der ersten Mahnung schon Gebühren in Rechnung stellen. Aber die Frage ist:

  • wäre es sinnvoll? Schließlich kann Jeder mal durch verschiedene Umstände in die Lage kommen, eine offene Rechnung nicht fristgerecht zu bezahlen.

  • 5 Euro halte ich einfach für zu hoch. Ich denke, 2 Euro als Gebühren wären bei einer ersten Mahnung mehr als angemessen.

Ich persönlich stelle eine erste Mahnung immer mit einer Gebühr von 1 Euro aus. Damit sind die Portokosten, Papier usw. abgedeckt. In der Mahnung weise ich aber darauf hin, daß bei Nichtzahlung mit weiteren und höheren Kosten zu rechnen ist. Mein weiteres Verhalten mache ich abhängig von der Reaktion des Schuldners.

Aber wie gesagt: Meine ganz persönliche Meinung.

die richtige Antwort ist JEIN

mahngebühren können verlangt werden, wenn der Schuldner im Verzug ist. Verzug tritt ein - entweder DURCH die erste Mahnung (die dann kostenfrei wäre) - oder 30 Tage nach Zugang der Rechnung (nach Ablauf dieser 30 Tage könnte also auch die erste Mahnung schon gebührenpflichtig sein, man muss als Gläubiger aber den Zugang der Rechnung beweisen) - und schließlich wenn vertraglich ein bestimmter Termin zur Zahlung vereinbart ist (z.b. bei Mietverträgen ganz regelmäßig der Fall) - auch wenn dieser versäumt ist, kann man schon für die erste Mahnung Gebühren erheben.

Können könnte man. Ob es aber sinnvoll wäre? (s. gri1su)

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