Wann darf ich eine ersteigerte Wohnung verkaufen?

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5 Antworten

Mal ehrlich, was für eine Frage! Ihr seid im Grundbuch eingetragene Eigentümer Wohnung, sie ist euer Eigentum, und euer Eigentum dürft ihr verkaufen, wann ihr Lust und Laune dazu habt. Dass noch eine Finanzierung läuft, hat damit überhaupt nichts zu tun. Zu beachten ist nur eines: Der Käufer hat theoretisch die Möglichkeit, die eingetragene Grundschuld zu übernehmen (vereinfacht: Er übernimmt eure Finanzierung und führt sie weiter). Niemand, der bei Verstand ist, würde das aber tun (es sei denn, sie ist unschlagbar günstig). Also wird das Wohnungseigentum lastenfrei übertragen. Das bedeutet, ihr bezahlt mit dem Kaufpreis, den ihr bekommt, eure restlichen Schulden zurück. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Verkaufspreis dafür nicht ausreicht und ihr nach dem Verlauf noch Schulden habt.

Als Baufinanzierungsberater möchte ich hier ergänzen, dass bei der Übernahme der Finanzierung durch den Käufer natürlich noch jemand mitzureden hat: die Bank. Die Bank ist nicht dazu verpflichtet, im Darlehensvertrag den Schuldner einfach durch den Käufer der Wohnung zu ersetzen. Dies wird erst nach eingehender Bonitätsprüfung geschehen. Wenn die Bank nicht mit der Übernahme des Darlehensvertrages durch den Käufer einverstanden ist, ist der Kredit durch den Verkaufserlös zurückzuzahlen - zuzüglich einer eventuellen Vorfälligkeitsentschädigung.

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@lion408

Natürlich ist die Bank dazu nicht verpflichtet. Pacta sunt servanda, die Bank kann auch auf Vertragserfüllung bestehen. Aber das ist nicht das eigenliche Problem des Fragestellers. Im Regelfall bringt jeder Käufer seine eigene Finanzierung mit.

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Verkaufen darfst Du die Wohnung unmittelbar, nachdem Du als Eigentümer im Grundbuch eingetragen bist. Die finanzierende Bank muss einem Verkauf hier auch immer zustimmen. Allerdings wird Sie den Kredit natürlich dann fällig stellen. Sofern Du eine Zinsfestschreibung vereinbart hast, die noch nicht abgelaufen ist, ensteht der Bank eventuell ein Zinsschaden - die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Dies kann je nach Volumen, Zinssatz und restlicher Zinsfestschreibung schnell ein paar tausend Euro ausmachen. Vom Grundsatz her kannst Du aber ganz normal Deine Wohnung verkaufen.

Ich weiß nur, das man nicht direkt wieder verkaufen darf, man muss einen gewissen zeitraum warten sonst muss man es dem Finanzamt melden

Quatsch. Du kannst heute eine Immobilie kaufen und sie morgen wieder verkaufen.

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Man darf alles verkaufen, was einem gehört.

Ihr solltet aber mit der Bank, die Euch geld geliehen hat klären, wie die Sache im Fal eines Verkaufs läuft.

Außerdem solltet Ihr mal ein Stündchen einen Steuerberater fragen, worauf eventuell zu achten ist.

So lange sie noch nicht abbezahlt ist, "gehört" sie noch dem, der sie euch verkauft hat. Wenn der es euch gestattet, dürft ihr sie sofort verkaufen. Aber am besten fragt ihr einen Anwalt. Dann wißt ihr es sicher und könnt keine Probleme bekommen.

Quatsch!

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@Saarland60

Kein Mensch wird so dumm sein, eine wohnung zu überschriben, solang sie noch nicht abbezahlt ist. Und solange gehört sie dem, der im Grundbuch steht. Und wenn der mit einem Verkauf nicht einverstaden ist, kann die Wohnung nicht verkauft werden. Aber ich sagte ja, dass sie besser zu einem Anwalt gehen und fragen, damit es ganz sicher ist, bevor sie Probleme bekommen.

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@Katzentatze

Das geschieht jeden Tag tausendfach in Deutschland. Jede Menge verkaufte Immobilien sind noch belastet. Und im Grundbuch ist der Eigentümer eingetragen, und das ist NICHT die finanzierende Bank. Die Fragestellerin ist Eigentümerin, gemeinsam mit ihrem Mann.

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@Saarland60

Und deshalb sind auch viele Gerichte gut damit beschäftigt, weil sich die wenigsten über einen Anwalt vorher schlau machen. Nur weil es tausendfach passiert, heißt es noch lange nicht, dass es auch korrekt ist.

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Das ist so nicht richtig. Die Wohnung gehört demjenigen, der als Eigentümer im Grundbuch in Abteilung 1 eingetragen ist. Dadurch, dass die Wohnung aus der Zwangsversteigerung erworben wurde ist das Eigentum nicht durch Verkauf sondern durch Zuschlag übergegangen, was für die rechtliche Stellung unerheblich ist. Das Amtsgericht hat sicherlich vor 2 Jahren das Geld erhalten. Die finanzierende Bank hat lediglich ein Pfandrecht an der Wohnung. Damit ist sie jedoch nicht Eigentümer.

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