Wann darf frühestens ein Mahnbescheid nach Rechnungsstellung erlassen werden?

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4 Antworten

Ganz grundsätzlich ist die zentrale Frage: Warst du in Verzug. Ohne Rechnung ist das schwer möglich. Bei einer Rechnung muss man typischerweise zwei Wochen Zeit einkalkulieren. Wer (wie hier) deutlich früher, noch dazu über Feiertage hinweg, bereits Mahnbescheide beantragt, dem haut das ein Gericht gerne um die Ohren.

Ausnahmen gibt es nur bei vertraglicher Vereinbarung eines Zahlungstermins (und nein, die Rechnung gehört nicht zum Vertrag).

Insoweit: Dem Mahnbescheid einfach mittels Kreuzchen "Ich widerspreche komplett" widersprechen und das per Einschreiben ans Gericht zurück.

Konsequenterweise hat der Anwalt den Schaden "Einschreiben ans Gericht" angerichtet und müsste ihn begleichen. Sollte er tatsächlich klagen, könnte man die 1 bis 2 Euros ja von ihm verlangen samt der Auslagen für das Wehren gegen seine Klage ;-)

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Ein Mahnbescheid kann beantragt und erlassen werden, sobald die Forderung fällig ist. Es ist aber klug, den Schuldner zuvor in Verzug zu setzen, sofern dieser nicht vorliegt.

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mepeisen 11.01.2016, 17:44

Es ist nicht nur klug. Um die Kosten des Mahnbescheides ersetzt zu bekommen, MUSS der Schuldner in Verzug gesetzt worden sein.

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Effektives
Mahnwesen


Folgendes schrittweise Vorgehen hat sich zur Eintreibung von Forderungen bewährt. Rechtlicherseits ist nur eine Mahnung erforderlich, bevor ein gerichtlicher Mahnbescheid erwirkt werden kann.

Ist der Schuldner mit dem Mahnbescheid nicht einverstanden, kann er Widerspruch einlegen.

Das Gesetz gibt ihm hierfür mindestens zwei Wochen Zeit. Grundsätzlich
kann der Widerspruch jedoch so lange erfolgen, bis der Vollstreckungsbescheid erlassen ist.


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Einem  Mahnbescheid liegt  IMMER ein Widerspruchsschreiben  bei . Da  kannste wählen, ob  Du der Forderung  in allen  Punkten  widersprichst  oder  nur in einigen.

Das Gericht welches den Mahnbescheid  erlassen  hat,  wird  dann die Sachlage  prüfen und  entscheiden,  wer die  Kosten  des Mahnverfahrens zu  tragen  hat

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mepeisen 11.01.2016, 17:45

Nein, das Mahngericht prüft exakt gar nichts. Weder, ob die Forderung korrekt ist, noch ob der Widerspruch korrekt ist. Grundsätzlich bezahlt beim Widerspruch immer der Antragsteller sämtliche Kosten.

Der Antragsteller hat dann die Wahl, Klage einzureichen, um dort den Anspruch und die Kosten des Mahnbescheides einzuklagen oder nicht.

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