Wann darf ein Wellensittich frei fliegen?

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7 Antworten

Eigentlich kann man ihn schon am zweiten Tag rauslassen, wenn er die Umgebung ein bisschen kennt und weiß, dass es im Käfig Futter gibt.

Ich würde Dir aber raten, es auf einen freien Tag zu verlegen, damit Du in Ruhe beobachten kannst, wo er hinfliegt und ggf. helfend eingreifen kannst, wenn er sich irgendwo verfliegt und nicht mehr wegkommt (Ecke etc.). Außerdem hast Du so keinen Zeitstress, falls er erst mal nicht wieder rein will.

Später wäre ein zweiter Vogel dann schön, damit die beiden zusammen fliegen können. Wenn der erste den Raum schon kennt, kann man den zweiten auch direkt am ersten Tag (morgens) oder halt am zweiten Tag mit rauslassen, weil er dem zweiten dann abends wieder in den Käfig folgt.


Tipp:

Langfristig ist eine Anflugstange am Käfig nicht schlecht. Dass kann ein Quer-Ast sein, der von innen vor der Käfigtür angebracht wird oder einer der Äste mit Schraube drin, die man kaufen kann, der außen am Käfig in der Nähe der Tür befestigt wird. So finden sie leichter rein und haben gleich einen Start- und Landeplatz vom Käfig aus.

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herrGruen043 02.06.2016, 11:44

Danke für deine Antwort! Hast du auch Wellis? Und wann hast du diese rausgelassen?

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Tasha 02.06.2016, 11:50
@herrGruen043

Ich habe zur Zeit vier Wellis. 

Da ich schon sehr lange Wellensittiche halte, konnte ein nachgekaufter Partner immer recht früh rausgelassen werden, weil der andere den Ablauf und den Raum ja schon kannte. 

Meine beiden letztgekauften wurden direkt am ersten Morgen rausgelassen (zogen am vorherigen Nachmittag ein) und bis auf einen kleinen Unfall - ein Weibchen wollte auf einem Ast kurz vor der Wand landen und konnte nicht rechtzeitig bremsen, es passierte ihr aber nichts - kamen sie gut damit zurecht.

Ich clickere mit meinen Wellensittichen. Beim ersten dauerte es sehr lange, jeder Partner lernte das Prinzip schneller, und die beiden letzten, die zusammen einzogen, lernten schon am ersten Tag durch Zusehen, was sie machen müssen, um an Hirse zu kommen. So berührten sie beide schon am ersten Tag den Targetstick, das Weibchen saß in der ersten Woche auf meiner Hand, das Männchen setzte sich auf die Hand, als das ältere Männchen dort saß, weil die beiden sich sofort sehr gut verstanden und nicht getrennt werden wollten.

Zum Clickern empfehle ich in den Vogelforen das Clickerunterforum, außerdem gibt es bei youtube viele Clickervideos, z.B. diesen Kanal über Wellensittiche,

https://www.youtube.com/user/StadlinAn/videos


- sicherlich auch noch viele andere. ;-)

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Der Wellensittich darf frei fliegen, wenn sein Flugraum entsprechend hergerichtet ist.

Allerdings solltest du dich nicht an diesem Link: httq://www.sittiche.de/eingewoehnung5.htm orientieren, weil der fachlich wertlos ist.
Deshalb hab ich ihn auch nicht ausführbar zitiert. Solchen Mist liest man am besten erst gar nicht

Denn das Allerwichtigste für den Zimmerflug wird nicht mal andeutungsweise erwähnt.

Was heißt, daß es den Autoren dieser Site nicht einmal bekannt ist, wo wir wieder bei der fehlenden fachlichen Urteilsfähigkeit vieler Internet-Autoren/ der Pseudotierschützer sind.

Belies dich bitte in der alten Wellensittichliteratur dazu, wie man einen Zimmerflug richtig vorbereitet.

Schon mal vorweg, das A &O dazu sind geeignetet Start/Landeplätze und vor allem geeignete Flugstrecken.

Wenn diese nicht vorhanden sind, schränken Wellensittiche nämlich über kurz oder lang ihre Flugaktivitäten ein.

Dies geht regelmäßig mit umgehender Verfettung einher, wenn nicht durch karges Füttern sofort gegengesteuert wird. Übergewicht macht das Fliegen schwerer bis unmöglich und schon befindet sich der Wellensittiche in der sogenannten "Todesspirale", aus der 95% aller Vögel in Gefangenschaft, ein mal drin, nicht mehr herauskommen.

Übergewicht erzeugt Unlust/Unvermögen zum Fliegen ---> Nicht-Fliegen erzeugt weiteres Übergewicht ---> Mehr Übergewicht erzeugt noch mehr Unlust zum Fliegen ---> das wiederum noch mehr Übergewicht ........

Einmal flugunfähig ---> immer flugunfähig ----> Verfettung ----> Herz/Kreislauf und andere Organerkrankungen folgen vorprogrammiert ---> Organversagen ---> Exitus

Mit besten Grüßen

gregor443




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Hallo erstmal :)

Ich bin der Meinung, dass du sie jetzt rauslassen könntest. Ein Tipp aber noch wenn du dies tust:

Lass die Käfigtür offen und setz dich irgendwo hin, wo sie nicht vor dir Angst haben und lass die Wellis von sich aus wieder in den Käfig zurückkehren. Sonst bekommen sie vielleicht einen schlechten ersten Eindruck von dir :) Und hier habe ich noch einen Spezialtipp wie du sie zahm bekommst:

Lass deine Wellis sich erstmal an die Umgebung und vorallem an dich gewöhnen. Das machst du folgendermaßen:

Wenn du in das Zimmer kommst, stellst oder setzt du dich in die Nähe
des Käfigs. Dann machst du ein Pfeifen oder ein Laut wie ´s´ oder ´sch´,
was den Wellis deine Gegenwart ankündigt.

Sei immer auf Augenhöhe mit dem Käfig und den Wellis. Decke den Käfig
nachts immer mit einem  Tuch ab, sodass die Wellis wissen wann Nacht
zum schlafen und Tag für Aktivitäten ist. Nimm es logischerweise Morgens
wieder weg.

Beobachte deine Vögel, aber vermeide Augenkontakt. Denn das asozieren
viele Vögel mit Gefahr. Stattdessen kannst du sie ja aus sicherer
Entfernung begutachten.

Die ersten Tage (Wirst du wahrscheinlich feststellen) wird er sich ausgiebig putzen, baden, fressen etc.

Wenn er aufhört herumzuflitzen, kannst du mit ihnen näheren Kontakt
aufnehmen. Dann solltest du zweimal am Tag mit den Vögeln 10 bis 15 min
sprechen, denn dann gewöhnen sie sich an den Klang deiner Stimme.

Im Laufe der Zeit, wird er sich an den Klang deiner Stimme gewöhnen und dich als Freund ansehen.

! Achtung ! : Stress kann Vögel umbringen, also verhalte dich in ihrer Gegenwart ruhig!

Mache dein ´spezielles´ Geräusch nun, wenn du in seine Nähe kommst. Das verbindet er dann mit Wohlbehagen.

Langsam kannst du beginnen deine Hand mit einem Leckerli in den Käfig
zu halten. Am Anfang wird er wahrscheinlich zurückschrecken, aber mit
der Zeit wird er das Training, das mit dem Leckerli verbunden ist, als
was Gutes ansehen.

Du kannst ihnen Zucchini, Grünkohl, Spargel, Spinat, Tomaten, Karotten oder Brokkoli zuschneiden und anbieten.

Als Obst eignen sich welche wie: Äpfel, Bananen, Blaubeeren, Trauben, oder Melonen die auch tolle Leckerlis sind.

Wenn du es ihnen anbietest, achte besonders auf Anzeichen von Stress
wie hecheln, zuckende Bewegungen oder flach anliegende Federn. Dann nimm
deine Hand weg, aber lasse das Leckerli noch drinnen.

Am nächsten Tag kannst du es nochmals versuchen, aber sei nicht entmutigt, wenn er irgendwelche Anzeichen von Stress zeigt.

Wenn dein Vogel sich in deiner Nähe wohlfühlt, kann es sein, das er
den Kopf neigt und dich anblinzelt oder er setzt einen Fuß auf deinen
Finger, damit er sagen will, dass er weiß, dass du in seiner Gegenwart
bist.

Dann kannst du das Training endlich beschleunigen:

Fange von vorne an, wenn dein Vogel dich beißt. Denn das heißt er hat gerade keine Lust auf Training

Dann beobachte ihn wieder einige Tage lang und sprich mit ihm. Anschließend kannst du es wieder mit dem Leckerli versuchen.

Wenn er auf dein Geräusch reagiert und das Leckerli nimmt kannst du versuchen ihn außerhalb vom Käfig zu halten.

Lege den Rücken deines Vogels auf deine Handfläche und lege deine
Finger um ihn. Das geht so, indem du Daumen und Zeigefinger auf jede
Seite des Kopfes legst.

Wenn du ihn hälst, mache das Geräusch und streiche mit den Fingern
über seinen Bauch. Das wird ihn beruhigen und dazu bringen, dass er sich
in deinen Händen wohlfühlt.

Locke den Vogel mit einem Stab aus dem Käfig und übe es ihn mit dem
Geräusch auf deine Hand zu rufen. Motiviere ihn mit Leckerlis und
Belohnungen.

Mit der Zeit kannst du das Leckerli verstecken, bis dein Welli auf deiner Hand oder deinem Kopf landet.

Mit genügend Übung, kannst du es versuchen ihn von einer Entfernung oder vom Käfig in deine Hand zu rufen.

Dass das Vertrauen nicht verloren geht, ist es wichtig ihn von sich selbst aus in den Käfig zu lassen. Nicht das du ihn zwingst!

Der Prozess kann übrigens Monate dauern, also zwing sie zu gar nix und lass ihnen ihre Zeit und du habe Geduld :)

Viel Spaß und Glück ;)

LG Chanelstar

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Der Vogel muß sich erst eingewöhnen und seine Umgebung abchecken.Noch ist er fremd und hat angst.

Stell ihn so,dass er möglichst die ganze Wohnung in Augenschein nehmen kann.Läßt du ihn nun raus und er kennt sich nicht aus,kann es sein,dass er irgendwo dagegen fliegt und das wäre nicht so gut.

Warte noch bis er sich richtig eingelebt hat.Wenigstens noch 2 Wochen.Dann kannst du mal das Türchen aufmachen.Wenn er sich sicher fühlt wird er auch fliegen.

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Hier bekommst du einige Tipps für den ersten Freiflug: http://www.sittiche.de/eingewoehnung5.htm

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herrGruen043 02.06.2016, 11:44

Also kann man sagen so 1 Woche ist ok? Scheinbar gehen die Meinungen echt auseinander manche sagen 2 Wochen manche sagen 3 Tage reichen schon

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gregor443 02.06.2016, 14:19

Dieser Link ist nicht empfehlenswert! Statt dessen sollte man in der (ganz) alten Wellensittichliteratur darüber nachlesen, was notwendig ist, damit Wellensittiche in geschlossenen Räumen gern fliegen. Der oben empfohlene Link ist von Leuten geschrieben, die theoretisch Gutes für Tiere leisten wollen. Nur haben sie praktisch und was die Fachkompetenz anbetrifft davon keine Ahnung. Denn die primitiven Voraussetzungen für den erfolgreichen Zimmerflug von Kleinvögeln werden nicht mal andeutungsweise erwähnt. Also Finger weg!

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Nach 4 Tagen würde ich mal das Türchen öffnen, der Welli entscheidet dann selbst.

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lass ihn ruhig raus :) unsere waren schon am 2. tag im haus unterwegs ^^ 

und einen welli? du solltest ihm einen partner geben sonst wird er krank^^

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herrGruen043 02.06.2016, 11:42

Der 2. Welli kommt erst nach ein paar Monaten, ich möchte den erstmal an mich gewöhnen und zahm kriegen :) 

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