wann darf ein Staat Geld drucken?

7 Antworten

Geld drucken (also quasi Liquidität aus dem Nichts erschaffen) können nur Staaten mit eigener Währung und weisungsgebundener Notenbank. Die USA zum Beispiel machen genau das, wenn auch durch die Hintertür (das Ankaufen von Anleihen und Hypotheken ist letztlich nichts Anderes); die BoE macht das auch (weisungsgebunden an das Britische Schatzamt). Die Mitgliedsländer der Euro-Zone hingegen können das nicht, weil alleine die EZB entscheidet, wieviel Liquidität zur Verfügung gestellt wird und zu welchen Konditionen. Die frühere Bundesbank (zu D-Mark-Zeiten) hat dies ebenso unabhängig entschieden.
Der Gedanke, die Staatsschulden mit der Notenpresse abzuzahlen ist weder neu, noch falsch. Genau dies geschieht heute schon, nur durch die Hintertür (und nur in relativ bescheidenem Rahmen). Es ist kaum überraschend, dass die USA mit einer Inflation von 2 - 5% gut leben könnten, denn damit würden sich die US-Staatsschulden quasi von selbst verringern.
Was eine Währung "wert" ist, entscheidet der Markt. letztlich ist es eine Vertrauenssache, und keineswegs folgt der Wert immer der Logik.

Obwohl man es sogar im 3. Reich zumindest zum Ende hin nicht zur Kriegsfinanzierung mehr so genau nahm, wurde nicht so einfach Geld gedruckt. Denn Geld erhält erst dann seinen Wert, wenn die Bürger und in der globalisierten Welt auch die anderen Staaten Vertrauen dazu haben. Der Geldmenge muss eine Güterproduktion und sonstige Dienstleistung gegenüber stehen. Es sollte hierzu ein Gleichgewicht bestehen. Hierüber wacht die Notenbank und bestimmt/legt fest, welche Geldmenge erforderlich ist, um ein Wirtschaften zu ermöglichen. Sie kann also neues Geld "drucken" oder aber auch Geld dem Markt entziehen. International bestimmt insbes. die Nachfrage den Geld- /Umtauschwert. Sind zu viele Dollars in der Welt im Umlauf, sinkt ihr Wert im Verhältnis zu anderen Währungen. Dies gilt auch für den Fall, dass das internationale Vertrauen zu einer Währung sinkt oder steigt (siehe z.B. die Eurokriese - Griechenland). Ich hoffe, nun siehst Du etwas klarer.

Richtig - wobei im 3. Reich schon vor Kriegsausbruch eine enorme Inflation herrschte - nur fiel das nicht auf, weil das Regime klammheimlich den Handel im Außenwirtschaftsbereich gegen Gold oder Devisenreserven abwickelte. Und diese wiederum holte man sich zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Beschlagnahmung von Vermögenswerten und durch Enteignung (insbesondere von Bürgern jüdischen Glaubens und Abstammung).
Nach Kriegsausbruch konnten Waren überhaupt nur auf Umwegen und nur gegen Devisen oder Gold ins Reichsgebiet geliefert werden.

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Es gibt große Druckerein, die von der jeweiligen Regierung beauftragt sind das Geld zu Drucken, es wird permanent Geld gedruckt, es geht ja auch einiges Kaputt, bei bränden, oder wenn es zerreißt.

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