Wann darf ein psychologe geheimnisse von patienten verraten?

2 Antworten

Es geht um das Abwägen von Rechtsgütern.

  • Straftat in der Vergangenheit: hier geht es nur um Strafverfolgung, der Schaden selbst kann nicht mehr verhindert werden. Soweit ich weiß - ich kann mich täuschen - ist es egal, ob du ein Handy geklaut oder jemanden um die Ecke gebracht hast - der Therapeut schweigt.
  • Mögliche Straftat in der Zukunft: auch egal...
  • ...außer es können Menschenleben in Gefahr sein: das Recht auf körperliche Unversehrtheit wiegt höher und der Therapeut oder Arzt muss seine Schweigepflicht brechen. Dabei kann das Leben des Patienten oder Dritter im Fokus stehen.

Das ist alles nette Idee, hat aber nichts mit der Rechtslage zu tun.

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@Danny4793

Bei Straftaten in der Zukunft sind einige meldepflichtig. Vergewaltigung oder Kindesmisshandlung z.B. nicht, dafür Wertpapierfälschung:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__138.html

Hier geht es nicht ums "Dürfen", sondern um MÜSSEN.

Ein Dürfen gibt es explizit nur für Kindesgefährdungen, seit einem Spezialgesetz. Ansonsten immer dann, wenn es nötig ist, nach § 34.

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@DocPsychopath

Hört sich plaussibel an. Aber schreib ich das nicht in etwa so?

  • "außer es können Menschenleben in Gefahr sein: das Recht auf körperliche Unversehrtheit wiegt höher und der Therapeut oder Arzt muss seine Schweigepflicht brechen"
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@DocPsychopath

Nein, das mit den Wertpapieren war neu für mich. Es ging um das müssen und darum, dass (oder ob; korrigier mich!) der von mir ausformulierte Satz inhaltlich nicht ganz falsch ist.

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@Danny4793

Er ist ein Teil der ganzen traurigen Wahrheit. Aber lies den Paragraphen wirklich ganz, um zu begreifen, welche Prioriäten gesetzt werden.

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Nein, darf er nicht

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