Wann brauche ich ein Kleingewerbe?

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3 Antworten

Die Auftraggeber möchten wahrscheinlich eine Rechnung, damit sie das ganze bei der Steuer einreichen können. Dafür bräuchtest du ein Gewerbe, da du nur so eine Steuernummer bekommst und eine Rechnung schreiben kannst. Ansonsten ist die unterlassene Gewerbeanmeldung eine Ordnungswidrigkeit. Zusätzlich käme dann je nachdem noch Steuerhinterziehung dazu, wenn es "unter der Hand" läuft.
Ein Gewerbe anzumelden kostet allerdings nicht viel und ist recht einfach.

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ein paar lokale "Firmen" anschreiben und fragen, ob die nicht eine neue Homepage wollen

Damit bist du schon Gewerbetreibender und verpflichtet, dieses beim Gewerbeamt anzumelden (s. § 14 GewO). Umsatz- oder Gewinnfreibeträge gibt es im Gewerberecht nicht. Auch Firmen, die Verlust machen, müssen angemeldet sein.

Es gibt übrigens weder ein Klein- noch ein Großgewerbe ! Als Kleingewerbe wird oft (aber völlig falsch) die Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG bezeichnet. Das ist aber nur ein Steuererleichterungsverfahren und keine Art von Gewerbe.

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Ein "Kleingewerbe" ist noch nicht einmal etwas, was für eine "Würstchenbude", oder ein "Freudenmädchen" sinnvoll ist. Dieses "Statut" ist ein ausgemachter Schwachsinn, für Idioten, gemacht von irgendwelcen unbeholfenen bzw scheinheiligen "Politikern" und "Beamten".

Selbst für eine Putzfrau ist das derartig gefährlich, dass sie besser "schwarz" arbeitet.

Du bist offensichtlich auch einer, von den wenig geübten Leuten, der nicht berücksichtigt, dass die Mehrwertsteuer, normalerweise 19 % vom Preis ausmacht. Wahrscheinlich freust Du dich noch darüber, dass Du dann keine MwSt berechnen musst!

NUR: Dein Angebot richtet sich ja an Gewerbetreibende ... und für die (ausser für die Kleingewerbler) ist die MwSt ein "durchlaufender" Posten ... das bedeutet, für diese Leute, ist Dein Angebot 19 % teurer, wie das von einem normalen Gewerbe, oder.Du berechnest 19% weniger ... und nicht nur das ... Du kannst als Kleingewerbler, auch keine Mehrwertsteuer abziehen, die Du einem Lieferanten bezahlt hast. Der Computer, den Du für 1190 Euro gekauft hast, kostet Dich dann 1190 Euro, statt 1000 Euro. und "amortisieren" kannst Du den dann auch nicht, wie ein normaler Gewerbebetrieb.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie dämlich besonderst Informatiker sind, die sich mit solchen Idioten-Systemen und "Crowd-Funding" selbst betrügen (und dann oftmals auch andere). 

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Frost209 30.05.2016, 06:38

Ich kenne mich mit Thema nicht aus, daher möchte ich mich auch umfangreich informieren. Mag sein das man manchen Dingen etwas blauäugig gegenüber steht, aber aus diesem Grund frage ich ja nach.
Als dämlich muss ich mich auf jeden Fall nicht Bezeichnen lassen.

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azervo 30.05.2016, 18:03
@Frost209

@Frost209 Niemand bezeichnet DICH hier als "dämlich". Das "System" ist hochgradig dämlich und nicht nur das: es ist auch hochgradig bösartig, weil unsere Staaten, solche verantwortungslosen Systeme, gerade für Leute geschaffen haben, die, durch unser verfehltes Schulsystem nicht gelernt haben, wie das Geschäftsleben funktionniert.

Es gehört auch zu diesem Schwachsinn, dass man den Leuten einredet, dass sie einen "Steuerberater" brauchen. Dies weil diese dreckige Mafia, den Vollpfosten, denen sie Goethe Gedichte beigebracht hat, statt ihnen beizubringen, wie man im täglichen Leben handeln muss, den Leuten einredet, dass sie zu dämlich sind, eine Firma, ohne "Steuerberater" zu leiten.

Unsere Gesellschaft ist ein ganz übler Dreck: wir sagen den unbeholfenen Leuten, die wir da herangezogen haben, dass sie leider zu unbeholfen und zu dumm sind, um eine Firma aufzubauen und dass sie unbedingt "Berater" brauchen ... aber wir sagen ihnen nicht, dass unbeholfene Tölpel, generell gar nicht dazu geeigent sind eine Firma aufzumachen.

Es ist sogar so schlimm, dass wir geradezu nach Dummköpfen suchen, die Firmen aufmachen, die sie eigentlich gar nicht aufmachen können (weil ihnen die nötigen Fähigkeiten fehlen) weil wir ihnen "Beratungen" und "Berater" verkaufen wollen, die von diesen unfähigen, naiven "Geschäftsleuten" leben.

Nochmals: keine auch nur einigermassen intelligente, RICHTIGE Firma, kauft einem "Kleinunternehmer" etwas ab, dies weil der keine Mehrwertsteuer ausweisen kann. Dies nicht nur, weil keine MwSt auf der Rechnung ausgewiesen wird, sondern auch noch, weil ein "richtiges" Unternehmen, sich dann mit den völlig übergeschnappten speziellen Regelungen vertraut machen muss. Wenn diese Firma nämlich einen "Steuerberater" beschäftigt, dann kostet sie dieser Kauf noch zusätzliche "Beratungsgebühren", weil der ganze Zirkus nicht Systemkonform ist.

Zudem: jede richtige Firma hat ein Problem damit, den Kunden und Lieferanten gegenüber, seriös und glaubwürdig zu wirken. Deshalb haben "normale" Firmen ein ausgewiesenes Geschäftskapital. Jemand der ein Kleingewerbe hat, der hat nicht nur offensichtlich kein "Kapital", sondern der ist auch noch so dämlich, dass er das überall herumschwätzt.

Sogar bei einer "Würstchenbude" ist das extrem problematisch ... da gehen dann einige mögliche Kunden, lieber in den nächsten McDonalds, weil sie Angst haben, dass der Würstchenbudenkleinunternehmer, den Krankenhaus-Aufenthalt nicht bezahlen kann, wenn der Kunde einen Ausschlag bekommt, weil der Senf zu scharf ist.

Du willst da Webseiten fabrizieren ...und das in einem Land, wo Horden von Spinnern unterwegs sind, die versuchen werden, die Web Seiten "abzumahnen", die Du fabrizierst. Kein auch nur einigermassen geschäftsfähiger Geschäftsmann, wird Dir da eine Seite abkaufen, die von jemanden stammt, der noch nicht einmal eine seriöse Firma hat.

Webseiten sollte man auch nur dann anbieten, wenn man wenigstens die Kontrolle, über den Server und die Domain Registration hat ... sonst sitzt man sehr schnell zwischen mehreren Stühlen.

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Kickflip99 30.05.2016, 06:48

Diese 190 € die man dann für den Computer gespart hat kann man dann aber sofort wieder doppelt und dreifach an den Steuerberater weiterleiten. Ich bin selbst Kleinunternehmer und für mich ist das definitiv besser, weil es deutlich einfacher ist.

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azervo 30.05.2016, 18:18
@Kickflip99

@Kickflip99  toll ... hast Du eine Würstchenbude? Pass auf, dass der BIO-Senf von einem riesigen Unternehmen zusammengepfuscht wird ... sonst sitzt Du, nach ein paar Jahren "Kleingewerbe" (= immer ein Einkommen am Existenzminimum) als "Kunde" beim Sozialamt und musst aufpassen, dass Dir nicht auch dann noch Geld gepfändet wird, weil Du die Krankenkasse nicht mehr bezahlen konntest. 

Ich kenne hunderte von "Kleinunternehmern", sogar Leute mit Handwerksbetrieben, die entweder ein Einkommen haben, was weit unter dem Sozialhilfesatz liegt, oder die riesige Schulden angehäuft haben, die sie mit immer neuen Schulden "tilgen".

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