Wann brauche ich den subjektiven oder objektiven Tatbestand im BGB?

2 Antworten

Das BGB kennt keine Trennung zwischen objektivem und subjektivem Tatbestand.Die einen Anspruch begründenden Normen des BGB enthalten Tatbestandsmerkmale, die erfüllt sein müssen, um die angegebene Rechtsfolge auslösen zu können.

Hier ist das besonders sorgfältige Prüfen der Tatbestandsmerkmale erforderlich. Häufig sind Definitionen einzelner Merkmale erforderlich, ohne die eine sachgerechte Fallösung nicht möglich ist. Wer die Definitionen nicht beherrscht, hat verloren.

Auch muss der Gutachtenstil in Fleisch und Blut übergegangen sein. Bei rechtlichen Fragen im Rahmen einer Anspruchsprüfung gelangt man zum korrekten Ergebnis nur, wenn man den Gutachtenstil sauber einhält.

Du solltest dich auf einen konkreten Fall beziehen. Allgemein eine Aussage über die Tatbestände zu machen ist schwierig.

Das was du fragst, spielt vor allem bei Straftatbeständen eine Rolle, also fern ab vom BGB.

Objektive Tatbestandsmerkmale beschreiben die für die Außenwelt wahrnehmbaren Erscheinungsformen der Tatbestandsverwirklichung, also die Umstände, die das äußere Erscheinungsbild der Tat bestimmen.

Der subjektive Tatbestand bestimmt die inneren Gegebenheiten, die zu der Verwirklichung des objektiven Tatbestandes noch hinzutreten müssen. Diese Merkmale existieren nur in der Person des Täters (etwa der Vorsatz - hier gibt es aber auch Fälle im BGB, in denen du Vorsatz von Fahrlässigkeit unterscheiden musst mit z.T. unterschiedlichen Folgen). Zu prüfen ist die Einstellung des Täters oder des zivilrechtlich Handelnden anhand intellektueller und voluntativer Elemente. Hierbei ist etwa für das Verschulden das Maß des Wissens und des Wollens bei einem erforderlichen Vorsatz und das Maß der Erkennbar- und Vermeidbarkeit für eine ausreichende Fahrlässigkeit festzustellen.

Hallo,

ja in den Fällen im Strafrecht ist das eigentlich logisch.

Wie geschrieben, bin ich mir nur nicht sicher, ob ich es im BGB brauche.

Zum Beispiel:

Jmd. sitzt in einem Auktionshaus und schläft ein und hebt dadurch seinen Arm und erwirbt etwas. Da brauche ich den obj. und subj. TB

Aber in dem Fall:

Ein Hausbesitzer möchte in dei Ferien fahren. Er bittet seinen NAchbarn auf das Haus aufzupassen und es entsteht iwo Schaden! Schadensersatz?

Hier in dieser Falllösung ist kein obj. /subj. TB in der Lösung zu finden!

Das verwirrt ein wenig -.-

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@Steven251190

Prüfe doch einfach mal den Schadensersatzanspruch sturr durch. Du wirst feststellen, dass dieser unbegründet ist.

Du musst aber auch von deiner bloßen Unterscheidung wegkommen. Nicht immer ist es sinnvoll zwischen objektiven und subjektiven TB zu unterscheiden bzw. ist es in solch einem Fall garnicht gegeben, weil derjenige, der aufpassen sollte, den Schaden ja nicht verursacht hat - erst bei dem würde man anfangen zu prüfen.

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