Wann bewertet die Berufsgenossenschaft es als ein Arbeitsunfall, wenn private Dinge erledigt werden?

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7 Antworten

Ok also alle die meinen es handelt sich hierbei um einen Arbeitsunfall sollten vllt. mal ganz genau überlegen, welchen Nutzen der Arbeitgeber aus dieser Tätigkeit hat. Ebenso sollte man einfach mal Kommentare lassen, wenn man vom erwähnten Sachverhalt keine Ahnung hat.

Wenn ein Mitarbeiter von seiner Firma einen Schreibtisch geschenkt bekommt oder günstig überlassen bekommt ist dies schon erst einmal positiv der Firma anzurechnen.

Das ungeschickte anstellen des Kollegen, kann ihm nicht nachgetragen werden um mögliche weitere Regressansprüche zu stellen. Hierbei muss eine vorsätzliche Handlung bestehen (beachte dazu § 105 SGB VII). Somit kann man den Mitarbeiter auch nicht zur Haftung ziehen, auch nicht als Arbeitgeber.

Es handelt sich nicht um einen Arbeitsunfall es sei denn ihr hattet den Auftrag den Schreibtisch woanders hinzutragen. Dabei ist auch nicht relevant, was eure generellen Arbeiten sind. Die Aussage des Chefs ist hier bindend. Da ich nicht davon ausgehe handelt es sich dabei auch nicht um einen Arbeitsunfall im Sinne des §8 Abs.1 Satz 1 SGB VII.

Grundsätzlich besteht keine Möglichkeit des Arbeitgebers den Mitarbeiter haftbar zu machen.

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für einen AU gibt es grundlegende Voraussetzungen: 1. es muß eine versicherte Tätigkeit vorliegen - im Intreresse des Betriebes 2. es muß ein plötzliches von Außen einwirkendes reignis vorliegen Das was Du beschreibst ist eine privatwirtschaftliche Tätigkeit, die ist nicht versichert über die BG.

Der Betrieb dürfte den Kollegen nicht haftbar machen und wenn gibt es ja eine Haftpflichtversicherung Für den Unfall ist die KK zuständig

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Nur wenn der Kollege vom Vorgesetzten den Auftrag bekommen hat zu helfen ist es für ihn vielleicht doch ein AU, das wäre aber zu prüfen, habe ich vorhin vergessen zu erwähnen.

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Es ist ein Arbeitsunfall, wenn es während der Arbeitszeit oder auf dem Weg zur Arbeit bzw. von der Arbeit nach Hause geschieht.

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Angenommen, ein Mitarbeiter bekommt von seiner Firma einen Schreibtisch geschenkt/günstig überlassen.

..und schon wird es privat, gelle ? ..wenn es dann noch in der Pause gewesen ist ..?

Ist das jetzt ein Arbeitsunfall, wenn der Mitarbeiter sich beim tragen seines eigenen Schreibtisches verletzt?

Nein ,die gefälligkeit einer privaten Sache !

Inwiefern ist der Kollege von der Firma wegen einer 2 wöchigen Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters für den Schaden haftbar?

Wenn es während der Arbeitszeit passieren würde und es nicht grob fahrlässig geschieht : Volle Haftbarkeit ! ..aber so sieht es nichts aus..

Wäre der Kollege auch für den Schaden haftbar, wenn erst nach Feierabend der Schreibtisch auf ein Fahrzeug geladen oder abgeladen wird?

Nein !

HG DerMakler

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alles in allem handelt es sich um einen privaten unfall und nicht um einen arbeitsunfall und es zahlt die krankenkasse des verletzten

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Kommentar von user2492
12.10.2011, 21:39

Genau Deine Einschätzung der Sache habe ich auch. Leider hast Du keine Begründung abgegeben. Da der Mitarbeiter niemals Büromöbel transportiert und auch er durch sein Arbeitsvertrag nicht verpflichtet werden kann Büromöbel zu schleppen, ist es kein Arbeitsunfall.

Dazu: § 8 SGB VII Arbeitsunfall (1) Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach § 2, 3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit)

Kann eigendlich die Berufsgenossenschaft den Haftpflichschaden geltend machen, oder muß das die Firma selbst tun?

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Ich würde mal sagen, das ist ein Arbeitsunfall.

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