Wann bekommt man vom Psychiater Medikamente?

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8 Antworten

Eine Psychotherapie ist zwar hoch effektiv, doch dauert es oft Monate
wenn nicht Jahre bis sie wirkt. Zudem muss eine Psychotherapie intensiv
erfolgen, wenn sie etwas bringen soll (mind. 1x die Woche). Es ist
wichtig, dass du eine Psychotherapie machst, unabhängig davon ob du
Medikamente nimmst oder nicht.

Angststörungen (inkl. Panikattacken) sind die Hölle. Kein Mensch hält so was auf die Dauer aus. Folglich ist es sehr nachvollziehbar, dass du dir Gedanken um Medikamente machst. Ich persönlich hätte es auch nicht ohne Medikamente geschafft.

Eine Psychologin darf dir jedoch keine Medikamente abgeben, dies darf nur ein Arzt (z.B. ein Psychiater).

Ja, auch wenn du 16 bist, können dir Medikamente verordnet werden. In diesem Falle kommt oft Sertralin zum Einsatz, da es bereits ab 12 zugelassen ist.

Es gibt im Prinzip zwei Medikamentengruppen, die bei Angst- und Panikstörungen eingesetzt werden.

  • Längerfristig werden vorallem Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse verordnet. Diese wirken gegen Ängste ironischerweise besser als gegen Depressionen. Antidepressiva müssen täglich eingenommen werden. Bis die angstlösende Wirkung eintritt vergehen rund 4-5 Wochen. In den ersten Wochen hat man besonders mit Nebenwirkungen zu kämpfen (u.a. kann die Angst sogar noch gesteigert werden, bis die angstlösende Wirkung eintritt), die meisten davon verschwinden nach ein paar Wochen wieder. Antidepressiva machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung (man braucht also nicht immer eine höhere Dosis davon). Bekannte Präparate gegen Soziophobie und Panikattacken sind z.B. Sertralin und Venlafaxin. Hier eine Übersicht über alle SSRI's und SSNRI's: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/
  • Als Notfallmedikamente werden sogenannte Benzodiazepine eingesetzt. Diese wirken bereits 20-30min nach der Einnahme enorm angstlösend und können einfach bei Bedarf genommen werden. Auch haben sie fast keine Nebenwirkungen (ausg. Müdigkeit). Wie bereits erwähnt sind es jedoch nur Notfallmedikamente z.B. bei akuten Panikattacken. Dies weil Benzodiazepine nach längerer und regelmässiger Einnahme (nach ca. 4-8 Wochen) abhängig machen. Zudem ergibt sich eine Toleranzentwicklung. Eine kurzzeitige unregelmässige Einnahme unter ärztlicher Aufsicht ist jedoch kein Problem. Bekannte Präparate sind z.B. Lorazepam (Tavor/Temesta) und Alprazolam (Xanax/Xanor).

Du musst dafür nicht in eine geschlossene Psychiatrie, diese Medikamente werden in der Regel ambulant verordnet. Sage deiner Psychologin einfach, dass es so nicht weitergehen kann und du Medikamente brauchst.

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Du solltest  vor allem eine Therapie machen. Da du deine"Psychologin" nach Medikamenten fragen willst, nehme ich an, dass es sich um eine Psychiaterin handelt.  Auch der Zeitrahmen - alle ein- bis zwei Monate - spricht dafür.

Es ist keine Therapie, die du machst. Du solltest dir eine/n Psychotherapeuten suchen, wo du einmal in der Woche eine Therapiestunde hast.

Natürlich kannst du die Ärztin nach Medikamenten fragen. Deswegen musst du auch nicht in eine Klinik. Ob sie dir aber welche verschreibt, bleibt ihr überlassen. Antidepressiva sind ja keine Smarties oder Vitamintabletten. Aber fragen kostet ja nichts.


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Grundsätzlich ist es so:

Psychologen dürfen keine Medikamente verschreiben, dass dürfen nur Psychiater. Nun musst du dafür sicherlich nicht in einer geschlossenen Klink sein! Das ist unsinnig. Was aber oft der Fall ist, ist dass Psychologen mit Psychiatern zusammenarbeiten und dich dann für Medikamente gleich weiterleiten können.

In deinem Fall würde ich dir empfehlen, deinen Psychiater oder eben Psychologen anzurufen und ihm/ihr deine Situation nochmals zu erklären. Falls sie dir nicht helfen kann, gibt es oftmals auch Psychiater in Spitälern die Notfalldienst haben und dir evt. helfen könnten. 

Weiter denke ich auch, dass deine Schule, wenn du ihr deine Situation erklärst, Rücksicht nehmen werden und mit dir eine Lösung finden können, wie du dein Abschluss machen kannst. (evt. nachholen kannst.)

Dein Alter sollte bezüglich den Medikamenten kein Problem darstellen. Hatte selbst Bekannte in deinem Alter, die Antidepressiva verschieben bekommen haben. 

Viel Glück und gute Besserung.

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Wenn sie Psychiaterin (hat Medizin studiert) ist kann sie dir Medikamente verschreiben, wenn sie Psychologin (hat Psychologie studiert) ist, dann nicht!

Und für Medikamente musst du überhaupt nicht in eine Klinik, die kann dir übergangsweise, wenn es schnell gehen muss und der Psychiatertermin erst in nem Monat ist, sogar dein normaler Hausarzt verschreiben (zB Beruhigungsmittel, Antidepressiva)!

Jedenfalls muss die Medis ein Psychiater oder Neurologe, oder eben ein Arzt verschreiben, in seiner Praxis oder in einer Klinik, wo du eben einen Termin bekommst.

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Die Medikamente verschreibt dir ein Arzt für Neurologie bzw. Psychiatrie.

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Ein Psychologe darf keine Medikamente verschreiben

Das darf nur ein Psychiater, da der Arzt ist.

Ein Psychiater verschreibt dann Medikamente, wenn er es für notwendig erachtet.

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Eine Psychologin kann dir keine Medikamente verschreiben. Das kann nur ein Psychiater.

Also musst du einen Psychiater aufsuchen, der dir etwas verschreibt, wenn er es für richtig erachtet.

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Was jetzt?

Psychiaterin oder Psychologin?

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Kommentar von katielee
05.02.2017, 15:37

psychologin

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Kommentar von BigDreams007
05.02.2017, 15:46

Die wird dich dann an einen Psychiater überweisen....

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Kommentar von BigDreams007
05.02.2017, 15:49

Kommt drauf an - es kann sein das du sofort medikamentös eingestellt wirst, es kann aber auch sein das du gar keine Medikamente bekommst...

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