Wann beginnt "selber denken"?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

"Wie genau funktioniert es, wenn man sich selber Gedanken zu etwas macht?" Man fängt einmal an, über etwas nachzudenken und führt es dann immer fort. Je öfter und intensiver man sich Gedanken macht, desto besser, öfter, schneller und geschickter kann man es dann auch beim nächsten Mal.

"Was wäre das Gegenteil davon?" Alles hinnehmen wie es ist, keine eigene Meinung haben, über wichtige sowie unwichtige Themen nur kurz nachdenken, ohne dass es einen wirklich interessiert. (Vielleicht haben Leute die sich keine eigenen Gedanken machen auch weniger Vorlieben und Hobbies, keine Ahnung...)

"Habt ihr schonmal eigene Sätze gebildet?" Ja, ist ganz leicht.

"Was wird in welcher Situation warum gesagt und ist die Aussage auch immer zutreffend und passend?" - Was wird in welcher Situation gesagt? - Das kommt natürlich auf jede Person an. Manche sagen gar nichts! Andere sagen alles, was ihnen einfällt. Viele sagen einfach, was sie darüber denken bzw wissen. - Warum? - Kommt auf die Situation an ;) Entweder, weil sie etwas loswerden wollen, oder weil sie meinen die Lösung zu einem Problem zu wissen, oder weil sie meinen die Lösung zu einem nicht vorhandenen Problem zu wissen, oder weil sie sich eine eigene Meinung gebildet haben und diese gerne anderen mitteilen würden, oder oder oder... Gegenfrage: Warum hast du diese Frage gestellt? ;) - Ist die Aussage auch zutreffend oder passend? - Passend? Nicht immer. Aber doch meistens, würde ich sagen. Zutreffend? Tja. Kommt auf die Situation an. Im Mathe Unterricht ist leichter zu sagen, ob eine Aussage zutreffend ist oder nicht. In einer Philosophen-Gruppe wird das schon deutlich schwerer. Kann man wohl kaum sagen.

"Was ist wenn nicht?" Na ja. Entweder man streitet sich, oder man diskutiert ruhig und sachlich, oder man redet gar nicht drüber, oder man tut irgendwas dazwischen oder man heißt Donald Trump.

"Könnt ihr euch bestimmte Vorgänge selber erklären und was spricht dafür, dass ihr mit eurer Erklärung richtig liegt?" - Könnt ihr euch bestimmte Vorgänge selbst erklären? - Ja, bestimmte schon. Durch logisch denken, durch Erfahrung, durch Vermutung. - Was spricht dafür, dass ihr mit eurer Erklärung richtig liegt? - Manchmal gar nichts. Manchmal das eigene Selbstvertrauen (sehr oft), manchmal die Bestätigung anderer und manchmal Beweise. 

"Geht es euch darum Reaktionen und Vorgänge verstehen zu können?" Ja sehr oft.

"Wann hat man etwas verstanden?" Ich würde sagen, wenn es einem einleuchtet.

Lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
20.09.2016, 20:31

Ich habe die Frage gestellt, weil es mich interessiert was andere für Gedanken dazu haben - glaub ich. :3

Und weil es mir manchmal vorkommt, als würden sich manche Menschen wenige oder auch keine Fragen stellen und das verwundert mich. Wenn man sich Fragen stellt, kann man für das Verhalten anderer usw. oft eine Erklärung finden... Wenn man sich aber keine Fragen stellt, dann sagt man nur was vorgefallen ist aber nicht, warum es wohl dazu gekommen ist... die Ursache ist dann wohl eher egal... man schaut nicht auf die Hintergründe... 

Es macht ja einen Unterschied ob jemand im Stau gestanden ist - und er deshalb zu spät in der Arbeit erscheint... oder ob die Person schlecht organisiert ist und es öfter übersieht sich den Wecker zu stellen... In dem einen Fall kann die Person das was geschehen ist nicht wirklich beeinflussen - man weiß ja meist nicht vorher schon, dass es zu einem Stau kommen wird... und in dem anderen Fall kann die Person an sich arbeiten und schon etwas beeinflussen. Wenn man hin und wieder zu spät kommt, sollte es noch keine Tragödie sein - kommt es öfter vor, wird es schon bedenklich... 

Oder im Verkauf - wenn viel los ist, dann ist man immer beschäftigt mit verkaufen und hat keine Zeit nebenbei andere Arbeiten zu erledigen... wenn aber wenig los ist, dann kann man auch andere arbeiten angehen... 

Wenn es mir gesundheitlich nicht gut geht, gehöre ich in vielen Fällen wohl besser zu Hause ins Bett, als auf das Volleyball-Feld... oder in die Arbeit... Wenn einem alles weh tut, hat es keinen Sinn dort zu erscheinen... man sollte sich zuerst auskurieren... wenn das oft vorkommt, braucht man wohl eine ärztliche Beratung oder sowas... 

Und als Unternehmen muss man oft für viele Eventualitäten gerüstet sein... wenn es sich lohnt an sich zu arbeiten und eine gute Leistung zu erbringen, werden auch mehr Leute in diese Richtung steuern wollen... nehme ich an...

Was diese Bereiche betrifft, habe ich privat öfter meine Schwierigkeiten - weil oft eben nicht nach der Ursache/nach den Hintergründen gefragt wird... und weil es sich wohl oft noch zu wenig lohnt an sich selbst zu arbeiten... 

1

Das Gegenteil von "sich Gedanken machen" ist, sich keine Gedanken zu machen. Um damit oft Gleichgültigkeit zu demonstrieren.

Man denkt zu einer Sache oder Menschen nach, wenn es einem wichtig ist.

Ich bilde nur eigene Sätze. Oder wer sollte sie für mich bilden?

Was ich sage, meine ich auch so. Und ich sage dann etwas, wenn es nötig ist. Ist doch logisch. Von anderen wird es nicht immer verstanden. Aber umgedreht sind für mich manche Aussagen auch nicht nachvollziehbar oder annehmbar. Das ist aber nicht ungewöhnlich, wenn es um eine Meinung geht.

Und erklären kann ich mir selbst auch viel. Sogar das Verhalten anderer. Dazu brauche ich nur eine gewisse Zeit mit Menschen zusammen zu sein.

Und man hat etwas verstanden, wenn keine Fragen mehr offen bleiben oder wenn man gewisse Dinge für sich vollumfänglich und ehrlich realisiert, ohne sie weiter von sich wegzuschieben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

das gegenteil wäre wie ein Scharf eben der Herde zu folgen.

was meinst du mit eigene Sätze gebildet? das ist doch Alltag. machst du mit deiner Frage doch auch oder redest du pausenlos in form von Zitaten?

ob die Aussage passend ist etc, darüber denkt man eben automatisch nach wenn man eine Antwort sucht bzw den Satz im Kopf bildet. manche mehr manche weniger  das ist klar.

Vorgänge selber erklären ist eben wie schon geschrieben die Logik^^. Auch da ist jemand mehr mit gesegnet ander weniger. aber es ist lernbar und trainierbar.

man hat etwas verstanden wenn man jeden einzelnen Schritt eines Vorgangs erkennt, nachproduzieren kann und darauf aufbauen kann. wenn man den Vorgang verändern kann, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
19.09.2016, 07:58

Es gibt Menschen, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie immer nur nachreden, was andere Leute sagen... und Sätze in Situationen anwenden, wo sie gar nicht passend sind... nicht wirklich den Sinn davon verstanden zu haben scheinen... 

Was "als Schaf der Herde folgen betrifft"... wenn man sich wirklich auf nichts und niemanden verlassen kann - wenn keiner einen Plan hat, was er warum tut... dann kann man fast gar nichts mehr machen - dann muss man selber die Person sein, die sich etwas einfallen lässt... um Ordnung in das Chaos bringen zu können... und ev. auch ihren Weg alleine geht, wenn sie erkennt, dass der Weg der anderen wohl zu nichts führen wird/kann... diese aber unbeirrbar dabei bleiben wollen und man sich mit ihnen nicht gut auf Augenhöhe darüber unterhalten kann....

Ganz allein zu sein ist auch nicht immer das Wahre... demnach ist es nicht unbedingt schlecht der Herde zu folgen... nur wenn man den Eindruck gewinnt, dass eine schlechte Entwicklung in Gang tritt - etwas Schlimmes passieren könnte, sollte man sich ev. mal zu Wort melden und darauf hinweisen... Mitspracherecht... Es kommt auch sehr darauf an, wie sehr man davon ausgeht/darauf vertraut, dass diese Leute wissen, was sie tun... Es kann sein, dass sich jemand wirklich gut bei etwas auskennt - etwas schon öfter gemacht hat....es kann aber auch sein, dass jemand Sicherheit nur vorspielt... Im Endeffekt liegt es in jeder eigenen Verantwortung zu entscheiden, wem und welchen Projekten er aus welchen Gründen folgen möchte... dann sollte jeder auch erklären können: "Ich mache das, weil..." Manche Projekte ergeben einen kurzfristigen Sinn - aber führen langfristig gesehen in eine Sackgasse - und andere machen langfristig Sinn...

Oder wie ist das jetzt? Ist es schlecht der Herde zu folgen? Man sollte halt schon auch zum mitdenken angeregt werden und die Verantwortung für die eigenen Handlungen und Unterlassungen übernehmen... aber sonst kann man der Herde ja auch mal folgen... man muss ja nicht immer alles, was diese tun blind übernehmen.... man kann ja auch mal etwas in Frage stellen... 

1

Viele Menschen meinen zu Wissen ohne zu denken und denken ohne zu fragen. Schwer ist es, zu sagen, was ein Gedanke ist, noch schwerer ist es, zu sagen, wie ein Denker funktioniert.

Ich denke ein Menschlicher Gedanke erzeugt sich aus Logik. Aus selbst erlebtem. Aus der Analyse des Themas, eines Dinges oder einer Person.
All diese einzelnen, ergeben ein Bild, ein Gedanke. Welcher keines Urteils gebührt ausser dem deinen.
Und dann. Dann geht es weiter, mit dem denken.

Das wäre dann wohl mein Gedanke

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Schmeilie
20.09.2016, 21:41

Wow :)

0

Wie währe es denn wenn du genau hier anfängst selber zu Denken ??

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DBKai
19.09.2016, 08:08

Wer sagt, dass ich es nicht tue?

Ich hab eh auch meine eigenen Erklärungen dazu... aber warum kann ich nicht andere Meinungen dazu einholen? Ich kann ja auch noch was dazu lernen.... :P

1

Was möchtest Du wissen?