Wann? Herausbildung des deutschen Nationalstaates

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Herausbildung des deutschen Nationalstaates: Die Entstehung des deutschen Nationalstaats (=Zweites Deutsches Kaiserreich) fand während der Einigungskriege zwischen 1864 und 1871 (gegen Dänemark, Österreich und Frankreich) unter der Führung Preußens statt.

Entwicklung der nationalen Identität: Die nationale Identität entwickelte sich während der Napoleonischen Kriege, in welchen die Deutschen merkten, dass sie ein Volk sind und nicht mehr verschiedenen Fürsten unterstellt wollen sein, sondern ein einheitliches Volk in einem einheitlichen Nationalstaat sein wollen.

Preußische Tugenden: Sie entwickelten sich in der Zeit hauptsächlich des Königreichs Preußen (gegründet 1701). Dazu gehörte vor allem die Disziplin und der Drill, der vor allem vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm I., dem Vater Friedrichs des Großen, geprägt wurde. Also entwickelten sich die preußischen Tugenden in dieser Zeit.

Patriotismus: Der Patriotismus bildete sich in der Französischen Revolution heraus und wurde aber von den europäischen Fürsten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unterdrückt. In den 1850er Jahren zerbröckelte dann aber die Friedensordnung in Europa und viele europäische Staaten verfolgten so ziemlich ihre eigene Politik und bauten ihre Macht in Europa aus. Besonders Preußen übernahm Machtansprüche im Deutschen Bund.

Nationalismus: Der Nationalismus entwickelte sich ebenfalls im 19. Jahrhundert ab den Befreiungskriegen gegen Napoléon.

Militarismus: Er entwickelte sich vor allem unter der Herrschaft Wilhelm II. im Deutschen Reich. Er wollte den Deutschen "einen Platz an der Sonne" garantieren und baute das Militär aus. Das Militär beherrschte unter seiner Regentschaft das öffentliche Bild.

Sendungsbewusstsein: Das Sendungsbewusstsein entwickelte sich während des Imperialismus des Deutschen Reiches, in dem fremde Völker missioniert wurden und sich dem deutschen Volk "unterwerfen" mussten.


Der Zeitraum ist etwa, wie du schon erkannt hast,von den Napoleonischen Kriegen bis zum Imperialismus im Deutschen Reich, also etwa von 1800 bis 1890, würde ich sagen.. Denn das Sendungsbewusstsein entwickelte sich erst während des Kolonialismus und der war nach 1871...

Antisemitismus: Der Judenhass in Deutschland entwickelt sich vor allem bei Kleinbürgern, Beamten und Handwerkern , die unter dem Gründerkrach leiden: "Die Juden sind unser Unglück", wie Heinrich von Treitschke schreibt. Wilhelm Marr gründet 1879 die Antisemitenliga. Progrome finden statt.

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@NickyParis

Bitteschön... Mein Vortrag wurde verschoben, wegen Krankheitten der anderen. Morgen kann ich dann auch noch mal mit meiner Lehrerin sprechen. Deine Antwort war wirklich hilfreich.

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Seit napoleon bis 1871

Ich würde mit dem Zustand der deutschen Länder vor der Ära Napoleon beginnen und wie das Heilige Römische Reich im Zuge der napoleonischen Zeit Stück für Stück demontiert wurde und was dies für das Bewusstsein der Deutschen bedeutete (wenn überhaupt).

Damit liegst du mit 1800 ziemlich gut.

Und 1871 als vorläufigen Schlussstrich ist auch gut.

Vielleicht noch einen Exkurs, wohin das überstiegene Nationalbewusstsein 70 Jahre später führte.

Danke für deine Antwort :)

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Seit Wann ist es "verboten" Stolz auf sein Land zu sein?

Hallo Leute,mir schwirrt seit längerem die Frage durch den Kopf seit wann es eigentlich verboten ist Stolz auf sein Land - in dem Fall Deutschland - zu sein. Zumindest sehe ich es so das es langsam als eine Art "Strafe" an zumindest in der Deutschen Bevölkerung, wenn man den Stolz zu seinem Land zeigt. Man wird ja förmlich schief angeschaut und gemieden wenn man so Sätze bringt wie: "Ich bin froh Deutscher zu sein" oder "Deutschland ist eines der schönsten Länder". Viele kommen direkt mit der Aussage das wir das nicht dürfen weil uns immer noch die Vergangenheit des NS-Zeit angehängt wird. Aber verwechselt da man nicht Patriotismus und Nationalismus. Ich meine hat nicht jeder das Recht auf sein Land in irgendeiner weise "Stolz" zu sein. Ich mein klar die NS-Zeit war nichts worauf man stolz sein kann. Viele vergessen die Nachkriegszeit, wo alle zusammengehalten haben, aufgestanden sind und das Land zu dem gemacht haben was es heute ist. Weil oftmals ist es ja wirklich so das selbst in der Schule einem "eingebrannt" wird das wir als Deutsche nicht Stolz sein dürften auf das was wir haben, nicht das dieses so im Unterricht gesagt wird, sondern in der Art und Weise wie es das Lehrsystem den Schülern beibringt, da dieses anscheinend bzw. eventuell wieder in dieses Extrem ginge wie damals mit Judenhass und Rassenverfolgung wenn wir Stolz auf unser Land sind.

Trotz alldem der Vergangenheit - der Verfolgung - der Hass auf andere Rassen -die Kriege die unsere Vorfahren angefangen haben, dürfen wir da nicht auch endlich mal Stolz sein auf das was wir bzw. die Generationen vor uns das aufgebaut haben, das Land wie es heute ist? Auf den Aufbau einer freiheitlichen Ordnung, auf einen hohen Lebensstandard, Wohlstand und soziale Absicherung, auf eine kulturelle Infrastruktur, auf die friedliche Revolution von 1989/90 in der DDR und die Vereinigung beider deutscher Staaten. Ohne die Mobilisierung großer humaner und finanzieller Ressourcen und ohne das Gefühl der Verbundenheit und das nachhaltige Moment der Solidarität?

Dürfen nicht auch wir mal sagen: "Ja ich bin Stolz ein Deutscher zu sein" ?

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Modernität und Rückständigkeit(Das Deutsche Kaiserreich,1871)

Welcher dieser Punkte ains modern und welche sind rückständig? Ihr könnt auch nur einen Punkt nennen :) Danke im voraus

-Das neue Deutsche Reich war ein Bundesstaat. – 22 Fürsten und drei freie Städte hatten den preußischen König zum Deutschen Kaiser eingesetzt.

–Der Kaiser hatte nun die Macht über die Streitkräfte und in der Außenpolitik.

– Außerdem ernennt der Kaiser den Reichskanzler.

– Durch einige Verfassungsartikel bekam die Bevölkerung Mitwirkungsrechte bei Wahlen, woraus das allgemeine, gleiche und freie Wahlrecht für Männer endstand.

– Wobei in fast ganz Europa, auch im Teilstaat Preußen, noch das Zensuswahlrecht galt, d.h. dass die Stimmen je nach Steueraufkommen ein unterschiedliches Gewicht hatten

–Durch die Gewährung von Presse- und Meinungsfreiheit wurde es ermöglicht öffentliche Diskussionen und Kritik an der Politik publik zu machen.

-Die Staatsbürger konnten sich jederzeit auf die Verfassung berufen, denn der Monarch war an die Artikel gebunden(= konstituelle Monarchie)

– Im Gegensatz dazu war z.B. England zu diesem Zeitpunkt schon lange auf dem Weg zu einer „gekrönten Republik“, denn die Regierung war von der Zustimmung der gewählten Volksvertreter im Parlament abhängig.

– Im Deutschen Kaiserreich lag die Macht aber alleine bei Krone und Regierung. Sogar eine große Mehrheit im Reichstag konnte keine eiegne Politik durchsetzen!

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