Wandaufbruch nach Wasserrohrbruch beim Nachbarn

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3 Antworten

Du kannst dich gegen alles wehren, es ist nur fraglich ob mit Erfolg.

  1. Um die Absicht der Verwaltung umzusetzen, bedarf es eines Beschlusses der Wohnungseigentümerversammlung. Der Verwalter kann und darf hier nicht entscheiden, weil dies weder § 27 WEG (Aufgaben und Befugnisse des Verwalters), noch § 680 BGB ( Geschäftsführung zur Gefahrenabwehr) gestatten. Wenn die Wohnungseigentümerversammlung einen entsprechenden Beschluss fasst, kannst du diesen vor dem Amtsgericht (WEG-Gericht) anfechten. Handelt der Verwalter dennoch ohne Beschluss, mußt du ihn über einen Rechtsanwalt und einstweiliger Verfügung stoppen, oder ihm, bzw. den Handwerkern den Zutritt verweigern.

  2. Sollte ein Beschluss der Wohnungseigentümerversammlung vorliegen, hast du allerdings schlechte Karten, dich dagegen zu wehren. Denn gem. § 14 Abs. 4 WEG mußt du solche Maßnahmen dulden. Allerdings ist die WEG natürlich dazu verpflichtet, dir den Schaden (z. B. Mietausfall, Tapeten, Putz, usw.) zu ersetzen.

Ja, Sie können sich wehren, da ohne Beschluss der Wohnungseigentümer eine Strangsanierung, die über das Maß der Wasserschadenursachen (und Folgeschaden-) beseitigung hinaus geht, WEG-rechtlich unzulässig ist.

Kannst ja versuchen, den Mietausfall ersetzen zu lassen.

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