Waldorfschulen-Wie ist eure Meinung?

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9 Antworten

Ich muss zugeben, dass ich durchaus Vorurteile gegen Waldorfschulen habe.
Dass es für den einen oder anderen sensiblen Schüler vielleicht die bessere Schulart ist, gebe ich gerne zu. Leistungsfähige Schüler kommen sowohl an der Waldorfschule als auch an normalen Schulen zurecht.

Ich habe in Englisch schon oft Schüler unterrichtet, die von Waldorfschulen kamen. Obwohl sie meist doppelt so lange Englischunterricht hatten wie "Regelschüler", lagen ihre Leistungen eigentlich immer unter deren Niveau.

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Bildet Kinder aus, die Freude am Lernen haben.

Gut für Kinder mit Lernproblemen, da sie mehr Zeit haben bis zum Abschluss. Aber nicht alle behandlungsbeduerftigen Lernprobleme werden - genauso wie an anderen Schulen -.erkannt.

Manche schwören auf die Ausbildung, da sie Querdenker fördert.

Begabte Schüler schaffen das Abi auch gut auf den vielen ausgezeichneten staatlichen Schulen, die wir haben

Nachteil sind das Schulgeld,  die riesigen Klassen, denn Privatschulen erhalten ja weniger Geld vom Staat und ferner, dass die gepamperten Schüler dann in eine Nicht- Waldorfwelt entlassen werden.

Fazit: eine gute Sache für Schüler , die diesen Schutzraum brauchen! Die staatlichen Schulen haben aber bereits viel von den Waldorfschulen  gelernt.

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Ich bin noch auf einer Waldorfschule (mache gerade mein Abitur) und finde das Konzept der Waldorfschule recht gut. Gerade in den ersten Jahren ist der Ansatz der Waldorfschulen die Kinder eher zu begleiten als sie immer vorwärts zu schieben. Es geht viel um Handwerkliches Geschick und auch räumliche Orientierung (Ja damit meine ich tanzen). So esoterisch sich das anhört, es war und ist sehr schön. Die Lehrer und Betreuer versuchen das die Kinder auch zwischenmenschliche Qualitäten entwickeln, was sehr gut.

In der Oberstufe passt sich dann die Waldorfschule mehr und mehr den staatlichen Schulen an und es geht mehr um Leistung etc.

Ich hoffe das hilft

Cheers

AngelOfPeace

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Kommentar von rukkk
20.02.2017, 10:53

Das Konzept ist gut, wird aber nicht an allen Waldorfschulen zufriedenstellend umgesetzt. Kleines Beispiel von der Waldorfschule aus meiner Stadt: chronischer Lehrermangel, das ging soweit, dass Zettel an die Eltern verteilt wurden ob die ein oder andere Mutter nicht vielleicht Biologiekenntnisse hat und unterrichten möchte.. Mathe LK ist ein 3/4 Jahr komplett ohne Vertretung ausgefallen. Sportunterricht hat nur 2 Monate stattgefunden.. Einem Lehrer wurden mehrere sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene (ausserhalb der Schule, er hat diverse Kurse gegeben bei denen es dann dazu kam..) nachgewiesen. Und dafür sollen (je nach Möglichkeit) 230€ im Monat locker gemacht werden.

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Das ist in meiner Gegend wohl die architektonisch mit Abstand schönste Schule, so mit viel Grün, einem Teich davor und mal keine strenge Bauhausform, so wie viele der gymnasialen G8-Ganztags-Lernfabriken.

Habe mal gelesen, die Anteile der Hauptschul-, Realschul- und Gymasialabsolventen entspräche dort weitgehend dem normalen Schulsystem. Kann also wohl kaum schlechter sein, eher sogar besser, da mehr dem Ideal der Humanität verpflichtet.

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Ich finde die Schülerzahl pro Klasse sehr hoch.

Ich bezweifele, dass der Fremdsprachenunterricht ab Klasse 1 wirklich etwas bringt.

Ich finde es merkwürdig, dass man dort Lehrer werden kann, ohne sein Referendariat gemacht zu haben, also gleich nach dem Studium.

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Kommentar von schlaueKraehe
21.02.2017, 08:52

Die Lehrer mussen eine Waldorf-spezifiscge Ausbildung durchlaufen.

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Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen" (Rudolf Steiner)

Unsere Kinder sind die Zukunft der Menschheit und der Erde. Sie wollen sich zu freien und verantwortungsbewussten Mitgestaltern unserer Lebenszusammenhänge entwickeln können. Dafür brauchen sie eine Erziehung, die auf das Werdende in den Individualitäten vertraut und auf das Wirken eines freien Geistes zählt.
Man kann froh sein das so welche Schulen angeboten werden.. LG

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War auf einer. Der Vorteil war von meiner Seite her, dass man nicht so einen Druck mit den Noten hatte (da es faktisch bis zur 10. Klasse keine gab, statdessen gab es "Beurteilungen") und es nicht im Keim erstickt wurde, wenn man einen kreativen Lösungsansatz vorgeschlagen hat. Man denkt halt nicht so sohr in starren Schemata.

Das mit Namen tanzen ist nicht ganz korrekt. Eurythmie ist ja eigentlich nur eine darrstellende Kunst für Theater und so. Aber es gibt halt auch ein Alphabet

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Kommentar von unifrage
20.02.2017, 11:19

Das mit dem Namen tanzen habe ich mehr als provokative Aussage genutzt, da dieses Vorurteil doch recht weit verbreitet schien. Hier tut sich grad aber ein anderes Bild auf, was mich auch freut

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Ich weiß nur, dass Boris Beckers erste Frau "Barbara Feltus" auf einer Waldorfschule war  ;-)

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Sind super, kann ich nur empfehlen.

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