Waldorfschule als Quereinsteiger möglich?

2 Antworten

Hallo cerberusk,

da ich annehme, dass Dir das Wohl Deines Kindes sehr am Herzen liegt, bitte ich Dich bei der Wahl der Schule nicht nur die Frage zu stellen, wie groß der Leistungsdruck an einer Waldorfschule ist oder ob Deine Tochter dort den verständlicherweise wichtigen Realschulabschluss ergattern kann. Mindestens ebenso wichtig für ihr Wohl ist die hinter dieser Schulart stehende esoterische Lehre von Rudolf Steiner, die - obwohl manche Waldorfschulen das behaupten - aus dem Konzept dieser Schulen nicht herauszudividieren ist.

Anthroposophie ist keine Geisteswissenschaft. Wer solches behauptet, hat sich entwer nie mit ihr beschäftigt oder ist Teil des Systems, denn in ihrem Selbstverständnis sieht sie sich so. Wiki schreibt zum Beispiel hierzu:

"Steiner erhebt für seine Anthroposophie den Anspruch der Wissenschaftlichkeit, da seine Forschungen in der übersinnlichen Welt in methodischer Weise durchgeführt würden. Daher bezeichnet er seine Lehre an verschiedenen Stellen als „Geisteswissenschaft“ oder „Geheimwissenschaft“, seine eigene Tätigkeit als „Geistesforschung“. Als Systematik, die er als wissenschaftliche Methode betrachtete, beschrieb er eine Abfolge von geheimer Unterrichtung, Initiation, Imagination, Inspiration und Intuition. (...) Steiner nahm für sich in Anspruch, in der so genannten Akasha-Chronik (Blavatsky) „lesen“ zu können, einer Art kosmischem Gedächtnis, in dem alles Wissen über Vergangenheit und Zukunft gespeichert sein soll. Aus dieser Quelle teilte Steiner Details über Atlantis mit, korrigierte christliche Evangelien, enthüllte Geheimnisse ägyptischer Priester oder traf Prophezeiungen, etwa über das Kommen des „Christus im Ätherischen“ in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die von ihm begründete Anthroposophie fußt somit laut Kritikern auf dem Anspruch, über Zugang zu unumstößlichen Wahrheiten zu verfügen. (...) „Zur kritischen Einschätzung muss gesagt werden, dass von anderen anthroposophischen ‚Forschern‘ keine weiteren Erkenntnisse aus der Akasha-Chronik vorliegen, schon gar keine, die Steiner kritisieren oder über ihn hinausgehen. Die Standardantwort von Anthroposophen auf eine diesbezügliche Anfrage lautet: so weit sind wir noch nicht, Steiner ist uns so weit voraus, das können wir in diesem Leben nicht erfassen. Damit aber wird die ganze Anthroposophie in ihren Grundlagen zu einer sog. ‚Ein-Mann-Wissenschaft‘, deren Grundlagen nur einer ‚erkannt‘ hat, die von anderen nur nachvollzogen werden können. Steiners behauptete Schau in der von ihm definierten ‚geistigen Welt‘ (Akasha-Chronik) erhält Offenbarungsqualität. [...] Der Anspruch der Wissenschaftlichkeit täuscht eine Übereinstimmung vor, die nicht vorhanden ist, denn Steiner interpretiert den Begriff grundlegend anders als in der neuzeitlichen wissenschaftlichen Communio üblich."

Die Gefahr besteht, dass Deine Tochter dort ohne, dass sie es bewusst merkt, mit der Gedankenwelt und dem anthroposophischen Weltbild beeinflusst wird. Man sollte sich sehr, sehr gut überlegen, ob man sein Kind Pädagogen - egal, wie wohlmeindend der einzelne vielleicht tatsächlich sein mag - anvertraut, die auf der Basis der Weltanschauung einer indoktrinativen Sekte arbeiten. Beschönigend kann man es leider nicht sagen.

Bitte, bitte informiere Dich ausgiebig über die Aussagen der Anthroposophie - im Interesse der Zukunft Deiner Tochter.

Einen guten Einstieg findest Du zum Beispiel in dem pdf der "Sektenwatch", der "Elterninitiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen Extremismus e.V", die ich unten bei der anderen Antwort verlinkt habe.

Außerdem sehr gut zu hören ist folgender Podcast, der ausführlich auf diese weltanschaulichen Hintergründe der Waldorfschulen eingeht, auf das Menschenbild der Anthroposophie und darauf, wie wenig es möglich ist, das Ganze aus dem Waldorfbetrieb heraus zu halten:

http://www.hoaxilla.com/hoaxilla-107-waldorf-schule/

Ach ja, gestern noch vergessen: Das umfassendste Buch zum Thema ist dieses hier:

"Erziehung zur Anthroposophie: Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik"

Klaus Prange war (er ist mittlerweile im Ruhestand) Professor für Pädagogik und hat sich inrensiv mit dem Thema beschäftigt. (Natürlich hat er von anthroposophischer Seite Gegenwind bekommen. Das sollte Dich aber nicht hindern, sein Buch sehr ernst zu nerhmen.)

Grüße

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Der Schulabschluss in der Waldorfschule ist staatlich anerkannt und sollte bei der Berufswahl (auch in der freien Wirtschaft) keine Nachteile mit sich bringen. Auch Waldorfschüler trifft man in vielen ganz unterschiedlichen Branchen an. Doch vorrangig ist doch erst einmal deine Tochter. Wenn du da beim ersten Gespräch mit "freier Wirtschaft" usw. kommst, dann hast du gleich schlechte Karten. Das Schulgeld sollte auch im Gespräch zweitrangig sein. Es richtet sich nach eurem Einkommen. Die Grundlage der Waldorfschule ist eine Geisteswissenschaftliche Auffassung. Das Menschenbild steht im Vordergrund (Anthroposophie). Da macht dich erst mal schlau. Dann gehst du vorbereiteter in ein Gespräch.

genau das wollte ich auch sagen. :)

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Könnt mir vorstellen das die Tochter trotz der Depressionen , egal wodurch / von wem verursacht , zu selbständig ist für das Waldorf System .

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@Kuestenflieger

Deine Vorstellung von der Waldorfpädagogik ist schlichtweg falsch. Gerade Waldorfschüler sind ausgesprochen selbstbewußt und somit auch selbständig. Danach wird auch niemals ein(e) Schüler/in beurteilt. Es gilt das ganze Menschenbild. Egal wie, oder was auch immer, jemand ist.

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@Nirakeni
Danach wird auch niemals ein(e) Schüler/in beurteilt. Es gilt das ganze Menschenbild.

Wobei man wissen muss, was die Anthroposophie unter dem "ganzen Menschen" versteht. So ohne Erklärung klingt das ja ganz nett. Wer möchte nicht als ganzer Mensch betrachtet werden?

Nur sollte man eben erwähnen, dass die Anthroposophie darunter den physischen Mensch + seinen Astralleib + seinen Ätherleib +... versteht. Jedenfalls sofern der Lehrer nicht anhand der Ohrläppchen des Kindes geschlossen hat, dass er es mit einem seelenlosen Dämonenkind zu tun hat. - Was er den Eltern oder dem Kind nach den Anweisungen Steiners natürlich niemals mitteilen dürfte.

2
Die Grundlage der Waldorfschule ist eine Geisteswissenschaftliche Auffassung.

Nein!! Ganz, ganz falsch. Anthroposophie ist keine Geisteswissenschaft, sondern eine esoterische Lehre.

http://www.sektenwatch.de/drupal/sites/default/files/files/anthroposohie_wurzelrassen.pdf

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@uteausmuenchen

Das eine schließt das andere ja nicht aus. Also kannst du dir das "Nein" und "ganz falsch" sparen.

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@Nirakeni
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Doch. Eine offenbarte "Ein-Mann-Lehre" ist keine Wissenschaft. Diese Bezeichnung ist hierfür ganz falsch.

Und nein, leider verwechsle ich auch nicht die Zeit. Die Geburt in 7 Jahresschritten ist auch heute noch wesentlicher Bestandteil der Anthroposophie und im Lehrplan der Waldorfschulen festverankerte Grundlage. Genau deshalb findet an vielen Waldorf-Grundschulen im ersten Schuljahr sehr wenig Schreibpraxis statt. Genau deshalb beginnen viele naturwissenschaftliche Module erst ab Klassen, in denen die Kinder typischerweise über 14 sind.

Einfach mal eine nicht-anthroposophische Quelle lesen...

Grüße

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@Nirakeni

Um das mit der "nicht aus einer anderen Zeit" noch einmal zu betonen: Lesen wir den pädagogischen Meister selbst, zitieren wir Rudolf Steiner zu den von mir erwähnten Dämonenkindern:

http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA300c.pdf#page=70

"Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. (...)

An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. (...) Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. (...) Wir würden auch nicht sol­chen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da­durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Men­schen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt. Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner­schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Men­schen furchtbar. (...) Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden."

Ich kann auch gerne eine anthroposophische Quelle zu dem Hinweis auf die Ohrläppchen bringen. Es geht aber nur 1 Link pro Post.

Grüße

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