Waldhorn in f- und b-Stimmung spielen

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2 Antworten

Ich entnehme deiner Frage, dass du künftig ein Doppelhorn spielen möchtest. Dann hast du zwei Hörner in unterschiedlicher Stimmung zusammengebaut.

Es reicht nicht, einfach nur das Umschalt-Ventil von B nach F zu betätigen, da kommt nix bei raus. Es gibt aber im Internet jede Menge Grifftabellen für B- und F-Horn, z. B. auf http://www.brass-online.de

Dann kommts noch drauf an, ob du die Noten in F oder in B liest, welche Griffe du letztendlich verwenden musst.

Wenn du bisher schon ganz versiert gespielt hast, wird dir das Umlernen nicht schwer fallen.

inge1995 28.02.2012, 17:05

Hallo! Vielen Dank für den Link. Er war sehr hilfreich.

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Tobi1979 20.06.2012, 11:59
@inge1995

"Ich entnehme deiner Frage, dass du künftig ein Doppelhorn spielen möchtest. "

Also wenn du ein Quartventil (Daumen) hast, dann hast du bereits ein Doppelhorn. Du musst dann einfach nur noch die korrekten Griffe verwenden wie oben angegeben bzw. kannst sie dir selbst überlegen.

Die B-Dur Tonleiter auf dem B-Horn greift sich wie die F-Dur Tonleiter auf dem F-Horn und entsprechend in den anderen Tonarten. Quasi auf dem F-Horn den Griff nehmen wie du eine Quarte Höher auf dem B-Horn greifen würdest.

z.B. da E-Dur Akkord auf dem 2. Ventil (Naturtöne) => kommt auf dem F.Horn mit dem 2. Ventil H-Dur Ist ja auch logisch beim Quartventil.

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Die Frage die sich mir stellt wäre was du mit B- bzw. F-Stimmung meinst. Spielst du Noten die in B notiert sind, oder meinst du die verschiedenen Instrumente?

Ich würde dir raten auf dem B-Horn in F zu spielen... das hat sich durchgesetzt, und so machen es auch die Profis. Wenn du in Orchestern mitspielen möchtest kriegst du Probleme wenn du nicht in F spielst.

Tobi1979 20.06.2012, 12:07

Grundsätzlich richtig: Aber!

  • Profis spielen auch viele Stellen/Töne auf dem F-Horn, weil diese auf dem F-Horn besser stimmen (z.B. das G als Naturton auf F-Horn) weil diese auf dem F-Horn anders - geschmacksache schöner - klingen
  • Auch als Laie empfiehlt es sich viel auf dem F-Horn zu spielen. Da man hier mehr Luft benötigt und der Klang horntypischer ist überträgt man das automatisch aufs B-Horn und entwickelt einen schönen Ton. (Viele Lehrer lassen ihre Schüler daher auf dem F-Horn anfangen, insbesondere in Österreich)
  • bestimmte Töne in der tiefen Lage sind auf dem B-Horn nicht drauf F-C und auch dafür braucht man das F-Horn.

Zuletzt: Im Sinfonieorchester muss der Hornist die Notation spielen die gerade kommt (häufig sind F, C, E, Es, D, A eher selten G, H, B) Im Blasorchester inzwischen typischerweise F, bei Märschen Es

Richtig ist, dass man als Hornist i.d.R. in F denkt und zu Hause ist, den Rest im Kopf transponiert oder als Laie auch mal umschreibt.

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