Wahl der (indirekte Demokratie) Volksvertreter ein Element der direkten Demokratie?

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3 Antworten

Denkfehler?

Ja, schwerer Denkfehler.

  • In einer direkten Demokratie bist du DIREKT am Entscheidungsprozess (beispielsweise über Gesetze, Richtlinien oder wenigstens Richtungen abstimmen) beteiligt.
  • In einer indirekten Demokratie wählst du Leute (beispielsweise Volksvertreter), die dann die Entscheidungen über Gesetze, Richtlinien und Richtungen treffen, auf die du keinen weiteren unmittelbaren Einfluss hast. 

Das Element der Volksvertreter und die Wahl dieser sind ja an sich ein zusammengehöriges Element, und dadurch müsste auch die Wahl, zu den Elementen der indirekten Demokratie gehören.

Das wäre richtig, wenn Wahlversprechen verbindlichen Charakter hätten.

Haben sie aber nicht. Vielmehr sind sie rechtlich weniger bindend, als ein Versprechen unter Bekannten. Tatsächlich dürfen Politiker dich von vorn bis hinten anlügen, um sich auf diesem Weg deine Stimme zu ergaunern. Und das ist nicht strafbar...

Damit verliert die indirekte Demokratie JEDEN Direktheits-Anspruch; denn dein Einfluss auf die tatsächlichen Entscheidungen dieser gewählten Volksvertreter ist auf "Zufall & Glück" begrenzt.

Mh sorry fuer das Missverständnis ich meinte das die Wahl der Volksverteter ein Element der indirekten Demokratie ist.
Ich wundere mich nur weil der Volksglaube ja eigentlich das Gegenteil ist.

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@aokiyi

Meine Güte, jetzt sehe ich es auch: Ich habe dich wirklich missverstanden. Ganz offensichtlich habe ich nicht gründlich genug gelesen.

Natürlich ist der zweite Satz richtig. Du hast völlig Recht

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@aokiyi

Der Volksglaube?

Falls es ihn gibt, bin ich sicher, dass dort nicht in den Begriffen
"direkt" und "indirekt" gedacht wird.

Du solltest, wenn es dir nicht nur um politische Theorie geht (auf der Ebene hat Unsinkable2 trotz seines Missverständnisses die definitorisch richtige Antwort gegeben), beachten, dass es neben dem Gebrauch des Wortes " direkt" im unmittelbaren Kontext des  Wortes "Demokratie" einen weiteren Sprachgebrauch von "direkt" gibt. Der bezieht sich auf den Wahlvorgang selbst, der, obwohl er, streng genommen, als solcher immer schon indirekt ist, noch einmal in "direkt" und "indirekt" unterteilt wird.

Nach diesem Sprachgebrauch (der aber nicht der des "Volksglaubens" ist) wird z. B. der frz. Staatspräsident - anders als der Bundespräsident - direkt gewählt.

Diese direkte Wahl ist aber ein Teil der indirekten Demokratie.
Eine indirekte Wahl würde hingegen eine zwischengeschaltete Institution vorsehen - wie die Bvers bei der Wahl des BP oder den BT bei der Wahl des Bkanzlers.

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Im Grunde wählst du eine Partei, also sehr viel weniger sogenante Volksvertreter, sondern mehr so was wie ein Art Gesamtpaket, sprich eine Prtei. Was soll daran direkte Demokratie sein ? Offensichtlich ist dir nicht bekannt, was eigentlich direkte Demokratie bedeutet.

Was verstehst Du unter Volksvertreten????? Diel leeren Plenarsääle bei Versammlungen? Leere Bundestagsränge....Diäten bekommen alle!

Es geht mir um die Theorie - danke

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