Waffenunterschiede im 1. und 2. Weltkrieg

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5 Antworten

WK1 hatte noch eher "mittelalterlichen" Charakter, bei dem sich die kämpfenden Truppen von Mann zu Mann gegenüber standen,oder in Gräben lagen, während WK2 schon eher "industrialisiert" war:Die Kampfkraft der Maschinen war entscheidender, als der Mut des einzelnen Kämpfers.Das gilt für Streitkräfte zu Land, in der Luft und zu Wasser gleichermaßen.Nun rannten nicht mehr Mannschaften gegeneinander an, sondern Panzer, Flugzeuge und stark bewaffnete und gepanzerte Schiffe.

Hi, im 2.Wk gabs ganz andere Taktiken (Kampf, Zusammenwirken der Waffen, Führung mit Funk usw.), vollmotorisierte Einheiten, motorisierte Artillerie, Fallschirmjäger, schwere Bomber. Jedoch gabs auch im 1. Wk weitreichende Kanonen - die waren halt bedeutend schwerer, weniger weitreichend und schußgenau, Panzer, Uboote, Flugzeuge, Selbstladewaffen, Maschinengewehre. Das Fernmeldewesen war noch nicht so ausgebaut, aber auch vorhanden. Dazu: das Wunder an der Marne kam dadurch zustande, daß die dt. Armee zu wenig speziellen Funkdraht hatte. Der war in England bestellt, wurde wegen Kriegsausbruch nicht mehr geliefert. Somit mußte beim Vorrücken das alte Leitungssystem abgebaut werden. Daher gabs keinen Überblick in der Führung. Der Vormarsch wurde gestoppt. Wegen fehlender Funkleitungen. Neu im 2. Wk waren Raketenwaffen und Hohlladungsgeschoße. Gruß Osmond http://de.scribd.com/doc/84962775/Waffen-1-Und-2-Weltkrieg

Nachtrag: Der wichtigste Unterschied waren wohl die neuen Waffengattungen Panzer und Luftwaffe. Diese gab es in WK 1 im Grunde nur in Ansätzen (Pz. auf dt. Seite gar nicht). Bomben warf man in WK 1 z.B. noch mit der Hand aus dem Flugzeug. Diese Waffengattungen ermöglichten nun einen raumgreifenden Vormarsch – oftmals so schnell, daß man mit der Versorgung gar nicht hinterherkam. Dieses Logistikproblem machte sich dann vor allem auch in den Weiten Rußlands bemerkbar und war einer der wesentlichen Gründe für die Niederlage der Wehrmacht. Glaubt man den zeitgenössischen Darstellungen, war die Wehrmacht größtenteils motorisiert. Das ist jedoch nichts weiter als Propaganda und Legende. Tatsächlich war das Pferd nach wie vor das vorherrschende Transportmittel. So setzte die Wehrmacht insgesamt 2,75 Mio. Pferde und Maultiere ein - ein Teil davon - man glaubt es kaum - bei der Kavallerie. Wichtigstes Transportfahrzeug war der pferdebespannte Heeresfeldwagen Hf.1 und Hf.2. Und auch bei der Artillerie gab es noch in WK 2 jede Menge pferdebespannte Protzen.

Die Standardwaffe, mit der Schütze "Ar... im letzen Glied" - also der stinknormale Infanterist - durch die Gegend gedackelt ist, war im im 1. WK der Karabiner 98k. Das Teil ist 1898 entwickelt worden. Und genau dieses alte, schwere Schießgewehr war auch die Standardwaffe der Infanterie in WK 2 - auch wenn uns viele Filme glauben machen wollen, daß der dt. Landser oft mit der MP 38/40 bewaffnet gewesen sei. Tatsächlich war diese MPi i.d.R. den Unterführern vorbehalten.

Im Grunde gabs alles was im 2 WK verwendet wurde auch schon im 1. WK. Im 2. WK waren die Waffen nur besser ausgereift und wurden zum Teil anders eingesetzt.

Die einzigen echten Neuerungen im 2. WK waren Raketen, Strahltriebwerke, reaktive Geschosse und Nuklearwaffen. Alles andere gabs schon.

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