Waffenrecht fuer Adlige, Offiziere & Studenten?

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5 Antworten

Habe gerade auf Wiki nachgeschlagen. Der Grund dafür ist das man von einem Studenten ein "Ehrgefühl" erwartete. Sie erhielten also nicht das Recht sich zu duellieren da sie eine Waffe führen durften, sondern sie durften eine Waffe führen um sich notfalls duellieren zu können.

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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Student

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Das Idealbild dieser studentischen Kultur wurde der Bursche (von bursarius, „Bewohner einer Burse“). Damit wurde der typische Student benannt, der sich nach einem Anfängerstadium, indem er Fuchs hieß, die Sitten und Gebräuche an der Universität angenommen und auch eine gewisse Geisteshaltung entwickelt hatte, die sich durch eine Kombination von Lebensfreude, Sinn für das Schöne, Selbstbewusstsein und Wehrhaftigkeit auszeichnete. Burschen standen in krassem Gegensatz zu den Philistern, den Nicht-Studenten, die als kleingeistig und gesellschaftlich minderwertig angesehen wurden. Burschen „von echtem Schrot und Korn“ sollten jederzeit bereit sein, ihre Ehre mit der blanken Waffe zu verteidigen. Ängstlichkeit gegenüber Drohgebärden führte zum Ansehensverlust.

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Die Studenten entwickelten aus den ursprünglichen Bursen studentische Verbindungen die Nationes oder später Corps, Landmannschaften oder Burschenschaften...

Die Bursen waren Studierhäuser, welche auch Schlafräume, Bibliotheken und Küchen umfassten. In solchen Häusern teilte man das Essen und die Ressourcen und bezahlte für die Lehrer. Diese Häuser waren oft von Studenten aus den gleichen kulturellen Umfeld geründet worden, nach Ihren Abschlüssen finanzierten diese die Bursen für die nächste Generation.

Auf Grund der weit entfernten Orte, an denen studiert wurde, mussten Studenten oft weite Distanzen zurücklegen, weswegen sie sich bewaffneten. Im Jahre 1514 erlaubte Kaiser Maximilian I. von Habsburg das Tragen von Waffen durch Studenten, dieser Erlass erhob die Klasse der Studenten auch auf einen höheren Status, sie waren den Adligen in vielem gleichgestellt. In grossen Universitätsstädten wie Prag, hatten die Studenten auf Grund Ihrer Zahl und der Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, einen enormen Einfluss auf die Politik. Aus diesem Zusammenhang stammt auch das berühmte Lied:

"Muss I denn Muss i denn zum Städele hinaus..."

Wenn die Stadtoberen sich den Forderungen der Studenten nicht fügten, zogen diese aus der Stadt aus und kampierten vor den Stadtmauern, nach ein paar Tagen brach die örtliche Wirtschaft zusammen und die Stadt ging auf die Forderungen der Studenten ein, die darauf zurückkehrten...

Das Duell entstand aus dem Ehrgefühl des Einzelnen, bei der Kränkung des selben, wurde sich duelliert. Da die Studenten einen höheren Stand innehatten waren die 'Satisfaktionsfähig' und konnten sich mit Adligen oder Offizieren duellieren. Daraus entwickelten sich die Mensuren der späteren Studentenverbindungen, die es noch heute gibt. Die Mensur ist ein Kommentkampf, der mit Korbschlägern (westlich der Elbe) und mit Glockenschlägern (östlich der Elbe) ausgetragen wird. Dabei kommt es nicht auf den Sieger dieses Gefechts an, sondern die aufrechte und ehrenvolle Durchführung der Mensur steht im Mittelpunkt.

In Deutschland gibt es immernoch hunderte schlagende Verbindungen zu denen u.a. die Corps, Landsmannschaften und Burschenschaften gehören, die einzelnen Verbände setzen 1-3 Pflichtmensuren für jedes Mitglied voraus. Individuelle Streitigkeiten können auch weiterhin mit Mensuren ausgetragen werden, sie sind aber eher die Ausnahme, genauso wie das Pflegen der Schmisse mit Dreck und Pferdehaar um sie für immer sichtbar zu machen, heutzutage werden die Schnitte mit den rasiermesserscharfen Klingen oft so gut vernäht, dass man kaum etwas von den Folgen dieser Mensuren sieht...

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Ich vermute dass es hier nicht um Schusswaffen sondern um Fechtwaffen geht. Und diese gehören/gehörten in vielen studentischen Verbindungen zur Tradition.

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Möglicherweise hatten nicht die Studenten das Recht Waffen zu führen, sondern eben lediglich diese Verbindungen. (und deren Mitglieder)

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Auch möglich, dass dieses Zitat aus einer Zeit stammt, als Studenten von einem gewissen Stand sein mussten....

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Ich habe aber keine Ahnung. Das sind nur Vermutungen.

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Kommentar von Florian33
13.10.2010, 12:15

p.s. auch Heute erhalten Ärzte, oder sonstige Wissenschaftler die im Militärdienst stehen einen Rang der den Offizieren gleichgestellt ist. (bereits Studenten sind Offiziersanwerter)

Vielleicht galt das früher für alle Studenten?

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Weil es damals eben so üblich war. Leibeigene durften keine Waffen tragen und hatten auch keine Schulbildung, warenm also auch keine Studenten.

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Vl. damit sie Offiziere werden :D

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