Waffengesetz in Österreich, gut so oder nicht?

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Das Ergebnis besteht aus 5 Abstimmungen

Wusste ich und finde es gut so. 60%
Wusste ich und finde es ist zu streng, muss gelockert werden. 20%
Ich bin Positiv überrascht, finde es gut so. 20%
Mir egal macht was ihr wollt. 0%
Wusste ich und finde es zu lasch. Es muss verschärft werden. 0%
Ich dachte man darf "mehr" haben, schade. Sollte gelockert werden. 0%
Ich bin geschockt! Muss unbedingt verschärft werden! 0%

6 Antworten

Wusste ich und finde es gut so.

Puh, ganz schwierige Frage, irgendwie passt keine Antwort so recht, aber ich nehme einfach mal was am Ehesten passt ^^ Prinzipiell wusste ich da bis jetzt kaum etwas darüber, finde es aber eigentlich ganz in Ordnung so. Ich bin weder eine große Waffennärrin noch eine absolut erklärte Waffenfeindin - ich kanns gut verstehen wenn man ab und zu so zum Spaß am Schießstand rumballern will. Hab selber schon mal mit so ner frei verkäuflichen Gaspistole rumgeballert (auf leere Bierdosen und absolut mitten im Nirgendwo, also einigermaßen verantwortungsvoll ^^) und das war zugegebenermaßen schon ziemlich spannend.

Aber zu deiner Frage, ich finde, man sollte es in manchen Punkten verschärfen und in manchen Punkten lockern. Prinzipiell finde ich, dass vor dem Kauf jeder Waffe so eine Art Mini-Psychologisches Gutachten gemacht werden sollte, also so in der Art "Was willst du denn damit anfangen, wozu kaufst du das Teil". Auch bei Kleinkalibern. Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube, dieser Fall wo in Deutschland zu Silvester ein elfjähriges Mädchen erschossen wurde, war das nicht mit einer Kleinkaliber-Waffe? Also eben weil man damit auch Leute umbringen kann, fände ich es schon besser, wenn zuvor jemand beurteilt wie verantwortungsvoll der Käufer mit einer Waffe umgehen wird. Und registrieren wär vielleicht auch nicht so übel. Also darüber lässt sich natürlich wieder diskutieren, denn auch mit nem stinknormalen Küchenmesser kann man Leute umbringen. Aber Küchenmesser kann man halt nicht nur gegen psychologisches Gutachten und Registrierung verkaufen, das wäre einfach unsinnig und nicht machbar ^^

Den Rest finde ich eigentlich ganz gut so.

Nun zu den Lockerungen: Ich finde es einigermaßen bescheuert, dass man als Zivildiener später länger keine Waffen haben darf. Das kommt, wenn ich mich nicht irre, noch von irgendeinem alten Gesetz, nach dem man das Bundesheer nur verweigern durfte, wenn man sich moralisch nicht zum Dienst mit der Waffe imstande sah. Das finde ich nicht mehr zeitgemäß. Z.B. mein Freund hat einfach nur aus zwei Gründen Zivildienst gemacht: Er hatte einfach keinen Bock, sich die Haare abzuschneiden (was ich 100% nachvollziehen kann, denn das ist einfach unsinnig - Frauen müssen sich beim Heer ja auch nicht die Haare abscheinden!) und wollte außerdem lieber was Soziales machen. Also die Entscheidung war überhaupt nicht von Waffen abhängig, und ich denke das ist bei vielen jungen Männern so.

Nun zur zweiten Sache: Ich glaube, Elektroschocker sind ja immer noch verboten. Die würde ich eher erlauben, da sie nach meiner Definition viel mehr eine reine Selbstverteidigungswaffe sind. Also ich kenne einige Mädels, die ganz froh gewesen wären, in manchen Situationen einen zu haben.

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Kommentar von Eraser13
09.01.2016, 00:57

Danke für deine ausführliche Antwort!

Dja bei der WBK muss man immerhin eh ein Psychologisches Gutachten vorlegen, außer man ist Jäger.

Natürlich ist auch jede Waffe tödlich, und auch in Deutschland waren mal Kleinkaliber usw frei ab 18, denke das der Unfall in Bayern mit eben einer Waffe aus dieser Zeit basiert ist.

Ja das mit dem Zivi ist Unfug, betrifft aber nur die WBK. Ale anderen Waffen darf man trotzdem haben. Und auch die WBK kann man vor ablauf der 15 Jahre bekommen wenn man in einem Verin ist.

Und Elektroschocker sind in Ö erlaubt, sowohl der Besitz als auch das Führen, nur eben der AIR-Taiser nicht, der die Elektroden auf einen zu Schießt.

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Kommentar von Galgenvogel1993
09.01.2016, 02:26

Bei dem Fall mit der 11 jährigen ist soweit ich weiß immer noch nicht geklärt, ob da überhaupt ne Legalwaffe im Spiel war. Die Polizei hat laut Bericht bereits die Legalwaffenbesitzer überprüft und ist zu keinem Ergebnis gekommen.

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Prinzipiell ist das österr. Waffengesetz derzeit durchaus brauchbar. Denn es gibt jedem unbescholtenen Österreicher das Recht, Waffen zu erwerben und zu besitzen.. Was bedeutet, eine Waffenbesitzkarte beantragen zu können.

Natürlich sind dafür bestimmte Voraussetzungen gegeben, also psychologisches Gutachten sowie eine nachgewiesene Sachkunde (Waffenführerschein).

Darüber hinaus müsste bei Vorliegen entsprechender Gründe auch ein Waffenpass ausgestellt werden. Dieser berechtigt auch zum "Führen" von Faustfeuerwaffen.

Aber: seit einiger Zeit stellen die zuständigen Behörden keine Waffenpässe mehr aus!! Wo früher gefährdete Personen einen solchen problemlos erhielten, etwa Taxifahrer, Tankstellenpächter, Juweliere usw., werden diese mit fadenscheinigen Gründen abgewiesen.

Sogar Polizisten, welche auch privat eine Waffe führen wollen, wird dies verweigert, mit dem Hinweis, bei einer Gefährdung solle man die Polizei rufen.

Detto Jäger, welche oft eine grosskalibrige Fausfeuerwaffe bei der Jagd mit sich führen (etwa bei der Nachsuche auf angeschossenen Wild, Wildschweine z.B., oder durch Verkehrsunfälle verletztes Wild) .

Dies deutet alles darauf hin, daß die Regierung die Bürger früher oder später entwaffnen will. Das zentrale Waffenregister z.B. ist ja der erste Schritt dazu.

Jede Diktatur hat als einen der ersten Schritte den privaten Waffenbesitz verboten, egal ob Nazis oder Kommunisten. Als sollte man sich fragen, wohin wir uns bewegen.......

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Kommentar von Eraser13
09.01.2016, 14:54

Danke für deine Antwort!

Ja das mit den Waffenpässen ist in letzter zeit etwas extrem geworden. Ein bekannter von mir hat auch um einen Waffenpass angesucht, eben für die Nachsuche bei der Jagd. Wurde abgelehnt, mit der Begründung das nur Hundeführer (!) einen Waffenpass bekommen.

Aber über die Entwaffnung mach ich mir jetzt erst mal keine sorgen, weil ich glaube das mehr Waffen im Privatbesitz sind in Österreich, als was Polizei und Bundesheer zusammen zu Verfügung hat. Hoffe mal das die Politiker so intelligent sind und erkennen das dass keinen Sinn macht, da etwas zu verbieten.


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Wusste ich und finde es gut so.

Bis auf den Schmarrn mit dem Verbot von Vorderschaftrepetierern finde ich das völlig OK und die Kriminalitätsstatistik zeigt ja auch dass ihr damit umgehen könnt.

Besonders erfreulich für mich als Messerfreak natürlich auch der entspannte Umgang mit Schneidwaren von dem sich die Deutschen ein paar Scheiben abschneiden könnten.

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Kommentar von xdanix77
09.01.2016, 00:54

Wobei man sich m.M.n. bei uns in puncto Schalldämpfer ruhig an Deutschland orientieren könnte.

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Kommentar von Eraser13
09.01.2016, 01:04

Danke für deine Antwort !

Ja das mit den Vorderschaftrepetierflinten war reine Panikmache, aber was solls. Immerhin sind die Vorderschafrepetierbüchsen ab 18. :-)

Ich würde mir halt wünschen das sie das Verbot von .50 BMG etc aufheben würden. Und auch Schaldämpfer (eigentlich nur für Langwaffen) würde mich reizen, so eine .500 Wihsper mit Dämpfer, wär schon interessant. :-)

Aja stimmt das Messer Gesetz (gibt es in Ö glaube ich gar nicht in dieser Form oder?) bei euch ist ja auch recht, streng.

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Ich bin Positiv überrascht, finde es gut so.

Das einzige was ich da ein wenig kurios finde, ist, dass Schalldämpfer nicht so leicht zu erwerben sind. Ansonsten muss ich ehrlich sagen, mir gefallen diese Regelungen.

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Wusste ich und finde es gut so.

Ich find euer Waffenrecht ne gute Sache. Es zeigt, dass sich Leute nicht anfangen über den Haufen zu ballern, nur weil Waffen erhältlich sind.

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Kommentar von Eraser13
09.01.2016, 02:32

Danke für deine Antwort!

Stimmt, bei uns basiert auch nicht mehr mit Waffen als bei euch.

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Wusste ich und finde es ist zu streng, muss gelockert werden.

Im Grunde ist das österreicheichische Waffengesetz schon ganz brauchbar, aber auch darin schwirrt ein ganze Menge Blödsinn ähnlich wie im deutschen Waffenrecht rum.

Genauso wie das deutsche, gehört auch das österreichische Waffenrecht mal von tatsächlich sachkundigen Menschen durchgefegt und ausgemistet, um alles das was aus Beamten-Paranoia, Profilierungswut von Politikern, fehlendem Fachwissen oder einfach nur offensichtlich exzessivem Hollywoodkonsum entspringt zu beseitigen.

Wie am Beispiel Österreichs deutlich erkennbar ist, führt der leichte Zugang zu Schußwaffen nicht automatisch zu Gewaltexzessen........: friedliche Menschen sind auch noch friedlich, wenn sie Waffen besitzen. Gewalttätige- oder kriminelle Menschen brauchen um Gewalt auszuüben nicht unbedingt legal erhältliche Waffen.

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Kommentar von Eraser13
10.01.2016, 00:56

Danke für deine Antwort!

Ja ich denke so ähnlich, im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit unserem Waffengesetz, da wie gesagt jeder der möchte, die Möglichkeit hat Waffen zu besitzen, aber einen kleinen Feinschliff könnte es auf jeden Fall vertragen.

Z.b. die ganzen halbautomatischen Langwaffen die in D zwar KAT B sind aber bei uns KAT A und damit verboten. Das gleiche bei .50 BMG, .460 Steyr und .416 Barret, eine Waffe bleibt eine Waffe es ist egal ob eine Super Hyper Magnum oder ein Kleinkaliber, potentiell tödlich ist beides

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