Waffengesetz in der Schweiz?!

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4 Antworten

Hallo

Da die Antworten zum Waffengesetz wohl stimmen werden und ich mich in dem Bereich selbst nicht auskenne, möchte îch deine kurze Aussage betreffend der Abwehr noch ausführen.

Bei der Notwehr nach Art. 15 StGB gibt es mehrere Teilgehalte, um zu beurteilen, ob eine Notwehsituation vorliegt oder nich. Zum einen muss es sich um einen rechtswidrigen, menschlichen Angriff gegen individuelle Rechtsgüter handeln, was bei einem Einbruch wohl gegeben ist. Damit liegt auch eine Notwehrsituation vor.

Nun hat man sich aber in einer gegebenen Notwehrsituation den Umständen entsprechend zu verhalten. Die Abwehr muss sich gegen den Angreifer richten (logisch) und muss, und hier liegt die Krux in deiner Aussage, die Prinzipien der Subsidiarität und Proportionalität einhalten. Im Wesenlichen geht es darum, den Angriff mit dem mildest möglichen Verteidigungsmittel zu unterbinden und das ist, wenn man den Sachverhalt nicht erheblich ändert, hier nicht gegeben. Im Klartext: Die Abwehrhandlung mit der Waffe verletzt zumindest das Subsidiaritätsprinzip. Denkbar wäre etwa zuerst eine Warnung, dass man schiessen werde und wenn das nichts n

Dies ist dann ein Notwehrexzess und es kann daher sei, dass man selber für seine Notwehrtat gerade stehen muss, ausser es läge ein Fall von entschuldbarer Notwehr nach Art. 16 Abs. 2 StGB vor. Zudem kann es nicht nur strafrechtliche, sondern auch zivilrechtliche Konsequenzen haben, was sich aus dem Umkehrschluss von Art. 52 Abs. 1 OR ergibt. Im obigen Fall wären dies im wesentlichen die Arztkosten, die der Abwehrende bezahlen müsste, sofern der Einbrecher klagt - unschön, aber es ist leider so. Das wollte ich nur mal etwas präziser ausgeführt haben, falls es dich interessieren sollte.

Hier ist übrigens noch ein Artikel in der Gehirnzellenverbrennerzeitung der Schweiz, wobei er oberflächlich gehalten ist, der genau deinen Fall betrifft und hier war es sogar erlaubt. Es fehlen jedoch genauere "juristische" Angaben: http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/darf-man-auf-einbrecher-schiessen-id1930747.html

Gruss

Termonfeckin

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Kommentar von Applefreak456
16.07.2013, 10:31

WoooW, vielen herzlichen Dank, für die ausserordentlich grosse und sehr ausführliche Antwort, keine Sorge, dieses Thema interessiert mich sehr. Und danke für die Verlinkung, war echt spannend, nochmals vielen Danke und wünsche ihnen einen schönen Tag!!!

Grüsse Applefreak

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Er geht nicht ins Gefängnis, doch ist beides strafbar, man darf nicht auf einen Einbrecher schiessen, wenn der einen nicht mit der Waffe bedroht.

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Kommentar von Applefreak456
15.07.2013, 15:42

Ohh hätte ich nicht gewusst, ich hätte wohl auf den geschossen, danke für die Informationen

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in der schweiz kannst du relativ einfach ne waffe besitzen, aber du bekommst due munition sehr schwer ! In deinem fall kommt er sicher ins gefägniss da keinesfalls eine notwehr situation geherscht hat, es muss felix erkennbar sein da es um sein leben oder lebensnotwendige güter geht(medikamente zB. ohen die er sterben würde und nicht schnell genug beschafft werden können oder leben anderer menschen) also der einbrecher müsste ihn angegriffen haben zb.

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Kommentar von Applefreak456
15.07.2013, 21:05

Ok vielen Dank für sehr ausführliche Antwort, hätte nicht gedacht, dass es doch so streng geregelt ist mit der Munition!!

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Er hat die Waffe nicht den vorgaben entsprechend aufbewahrt und das ist nun mal strafbar. Ins Gefängnis müsste er nicht, aber mit einer Geldstrafe sollte er rechnen.

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Kommentar von Applefreak456
15.07.2013, 15:41

Ok danke für die schnelle Antwort

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