Waffen auf Mittelalter-Märkten?

4 Antworten

Federstahl, z.B. der, aus dem die Blattfederpakete für Lkw-Federn hergestellt werden, ist ein sehr hochwertiger Stahl. In Afrika, Asien und Südamerika, wo Macheten und ähnliche Werkzeuge im Alltag noch sehr häufig verwendet werden, sind die Federn aus Schrottfahrzeugen als Rohmaterial dafür sehr begehrt. In einem direkten Vergleich würde dagegen ein echtes historisches Schwert vermutlich ziemlich schwach aussehen. Aber auch damals gab es "Massenware" und von Spezialisten gefertigte "Hochleistungswaffen".

Das sind in der Regel Schaukampfwaffen. Das heißt, sie sind grundsätzlich geschmiedet aus Stahl wie "echte" Schwerter, allerdings sind sie nicht scharf und haben abgerundete Spitzen. Somit fallen sie auch nicht mehr unter das Waffengesetz, sondern gelten als Sportgeräte/Trainingswaffen.

(Was nicht heißt, dass es nicht ungefährlich ist damit herumzufuchteln...)  

Manche Händler verkaufen gelegentlich  aber auch scharfe "echte" Schwerter (Besitz ab 18 Jahren in Deutschland legal, dürfen aber nicht in der Öffentlichkeit geführt/benutzt werden). Oder auch Dekoschwerter, die sind oft "Semi-scharf", also nicht ganz so stumpf wie Schaukampfschwerter. sind aber nicht zur Benutzung gedacht und sind entsprechend klapprig. Sind halt nur zur Deko... 

Im Zweifelsfall den Händler fragen, worum es sich genau handelt. 

Laut deiner Beschreibung unterschieden sich Schaukampf Waffen zum Echten Pandon nur durch Ihre Schärfe bzw Abgerundetheit.

Es gibt jedoch grundsätzlich verschiedene Stähle die zum Einsatz kommen. Ein Dekoschwert wird wohl grundsätzlich nicht aus einem Kampffähigen Hochleistungsstahl geschmiedet sein - eher eine billige brüchige Variante nehme ich an.

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@Oldschool124

Ja da hast du natürlich recht, besonders was die Dekoschwerter betrifft. Schaukampfwaffen bemühen sich logischerweise aber schon um Bruchsicherheit. ;)

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In der Regel sind das mehr oder weniger realistisch nachempfundene Replikas aus normalem Baustahl. Ein wirklich authentisch geschmiedetes Schwert wäre sehr teuer.

Und von den physikalischen Eigenschaften des Stahls? Wäre so ein Schwert damaligen Verhältnissen ebenbürtig oder vll sogar überlegen?

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@Oldschool124

Nein.....

Ohne irgendeine Form von Wärmebehandlung kam auch damals keine Hiebwaffe aus.  Normaler heutiger Baustahl ist viel zu weich um schnitthaltig und stabil zu sein.

Und um einen Stahl ( auch auf mittelalterliche Weise...) härten zu können muß er einen bestimmten Kohlenstoffanteil haben....., bei modernem Baustahl ist der schlicht zu gering.

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