Wärt ihr für ein liberales Waffengesetz?

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15 Antworten

Servus,

Also das jeder wie in den USA Waffen ab 18 ohne Waffenschein bekommt?

Schon der erste Satz stimmt so nicht, in den USA gibt es nicht DAS
Waffengesetz, das wird von Bundesstaat zu Bundesstaat geregelt, New
York kann man z.b fast mit Deutschland vergleichen. Und noch eine kleine Info am Rande: Auch in D braucht man für keine EINZIGE Waffe einen Waffenschein, sondern nämlich eine WaffenBESITZkarte, ein Waffenschein berechtigt zum Führen einer Waffe in der Öffentlichkeit und denn bekommt kein "normaler" Mensch. Die Waffenbesitzkarte, kurz WBK kann man mit etwas aufwand aber durchaus bekommen, also ein gewaltiger Unterschied.

Des Weiteren ist das Problem in den USA ein Sozialökonomisches, dort
gibt es kein so tolle Sozialsystem wie im Großteil Europas, und da liegt
es halt nahe in die Kriminalität umzusteigen. Und die vielen Unfälle
könnten ganz einfach vermieden werden, wenn man einige Bestimmungen
einführen würde. Z.b Schusswaffen zuhause nur verschlossen aufbewahren und dort wo das Führen erlaubt ist, in einem Holster mit Sicherung, und nicht irgendwo in der Handtasche so dass Kinder dazukommen.

Wenn man das Waffenrecht in den USA ETWAS anpassen würde könnte man dort sehr viele Tote durch Schusswaffen vermeiden, nur denkt die NRA
eben wenn man der Regierung den kleinen Finger reicht, greifen sie
gleich nach dem ganzen Arm. Deswegen werden von eingefleischten
Waffenfans in den USA auch Registrierungen von Schusswaffen abgelehnt.

Wie eine relativ liberales Waffenrecht ohne Mord und Totschlag funktionieren kann zeigen z.b Österreich, Tschechien und die Schweiz. In Österreich z.b
kann sich jeder Vollhorst ab 18 Repetiergewehre und Kipplaufflinten
kaufen, deswegen passiert dort auch nicht mehr, in der Schweiz nehmen
die meisten Grundwehrdiener nach ihrer Dienstzeit ihr Sturmgewehr mit nachhause, natürlich wird der Reihenfeuermodus unbrauchbar gemacht. Aber in der Schweiz gibt es auch die Möglichkeit das man, mit etwas bürokratischen Aufwand, eine Serienfeuerwaffe erwirbt. Und in Tschechien darf man sogar legal Waffen in der Öffentlichkeit tragen, natürlich nur mit einer entsprechenden Lizenz, die man dort aber realtiv einfach bekommt.

Wenn man also ein paar Punkte beachte,t stünde einem liberalerem Waffenrecht in Deutschland nichts im Wege, nur lassen sich die meisten Leute halt davon Manipulieren dass Waffen Töten, und sie eh keiner braucht. Nur dass es alleine in Deutschland an die 1,5 Millionen Waffenbesitzer gibt, bei doch recht strengen Auflagen interessiert keinen. Man sollte halt immer vorher etwas selbst nachdenken, bevor man auf dem Bashing-Zug aufspringt und alle Waffenbesitzer unter Generalverdacht stellt.

MfG

 

BascoSauce 30.06.2017, 12:46

Sehr gute Punkte, gegen die sich eigentlich nicht gegendiskutieren lässt. Das mit dem WBK hab ich so nicht gewusst. Ist also doch zu was nütze, diese Seite ^^

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Liberaler: Ja.
Völlig frei: Nein.

Besitz nur mit WBK, ab 18.
Voraussetzungen für WBK sollen bleiben.
Ab ca 23-25 Wegfall des Bedürfnisnachweises. (Eigentlich sollte das nicht an das Alter gebunden sein sondern an die persönliche Reife)
Abkühlphase 1 Woche vom Kauf zur Aushändigung.

Führen nur mit WBK + WS,
WS nur mit Nachweis der Sachkunde bezüglich Notwehrrecht und einem jährlichen Schiesstest / Drogenscreening / MPU.

"Kriminelle z.B. haben andere Wege, um an Waffen zu kommen"

Das ist das übliche, aber trotzdem grundfalsche Argument der US-Waffenlobby.

Ja, es stimmt, auch unter Verbot ist es mit hinreichend krimmineller Energie möglich, an Waffen zu kommen, aber mit einem liberalen Waffengesetz ist es eben auch für den Kleinganoven erheblich leicshter, an eine Waffe zu kommen.

Zudem ist bei den Tätern, die hier geplant eine bewaffnete Straftast planen der tatsächliche, auf Menschen gerichtete Einsatz eigentlich nie das tatsächliche Ziel, statt dessen ist es dann eher ein "Argumentationswerkzeug" also um damit lediglich zu drohen, bestenfalls um den Nachdruck zu erhöhen, ein paar Löcher in die Zimmerdecke zu ballern.

Ist dem Verbrecher jedoch bewusst, mit größter Wahrscheinlichkeit aucsh auf bewaffnete Gegenwehr zu stoßen, liegt es deutlich näher, den Abzug auch tatsächlich zu betätigen, und jeder Kleinkriminelle wird dann auch, schon als "Eigensicherung" bewaffnet sein.

Wenn ich also einen Überfall begehen würde, und ich habe vor mir einen offensichtlich total nervösen Menschen, dann drückt man allein als Notwehr leichter ab

BascoSauce 30.06.2017, 12:32

Kleinkriminelle befinden sich doch bereits in den Kreisen, in denen sie ohne Probleme eine Waffe bekommen können, wozu dann über den normalen Weg? Ausserdem sollte ein potentieller affenkäufer schon ein reines Führungszeugnis mitbringen, das wäre auch für mich Vorraussetzung, um im Geschäft eine zu bekommen. Und dann wird sowieso erstmal jede Waffe auf den jeweiligen Käufer registriert, was Verbrecher wieder davon abhalten wird, Verbrecher haben es nicht so gerne irgendwo registriert zu sein, vor allem nicht im Waffenregister. Über die anderen Punkte hab ich weiter unten schon diskutiert, hab kein Bock nochmal drüber zu diskutieren

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ES1956 30.06.2017, 14:24

Schon wieder die unbeweisbare Behauptung Kriminelle würden schneller schießen. Was Kriminelle machen wenn sie mit bewaffneten 'Opfern' rechnen müssen konnte man sehen als der Stadtrat von Kenneshaw (Georgia) eine Stadtverordnung erliess die alle Bürger aufforderte pro Haushalt mindestens 1 Schusswaffe zu besitzen: Sie waren schlau genug ihre Aktivitäten in andere Gemeinden zu verlegen. Kein Krimineller ist an einer Schiesserei interessiert, er sucht sich lieber wehrlose Opfer.

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CATFonts 30.06.2017, 21:53
@ES1956

Das deine Behauptung auf sehr wackeligen Beinen steht, ist dir schon klar, oder? Wenn also nuir ein Ort bis unter die Zähne bewaffnet ist, das Umland aber nicht, ist es klar, das Krimminelle lieber den gefahrloseren Weg gehen, und nicht im bewaffneten Ort einen Überfall begehen. Wenn sich aber das ganze Land derart bewaffnet hat, bleibt dem Kriminellen ja nichts anderes übrig, als das Risiko einzugehen, und dann eben besser als erster zu schießen, bevor das überraschte Opfer erst die Waffe ziehen kann.

Oder möchtest du etwa, wenn du an der Supermarkt-Kasse stehst neben dem Kassierer auch noch jemand steht, der zur VGorsicht auf jeden Kunden eine Waffe richtet?

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Lestigter 30.06.2017, 22:34

Das ist das übliche, aber trotzdem grundfalsche Argument der US-Waffenlobby.

Der Verkauf von Privat an Privat ist dort immer noch möglich, also nicht überall braucht man in den USA einen Hänlder mit FFL, der das abwickelt..

Was den Blödsinn mit den "mehr Waffen automatisch mehr Schiessereien" betrifft"

Und warum ist das dann nicht in Österreich und Tschechien so? - Da darf man mit seiner Waffe rumlaufen und trotzdem wird dort nicht jeden Tag wie wild umhergeschossen? -  so wie  es prophezeist?

Passt nicht zu deinen Vorstellungen, ist halt einfach nicht so, sorry!

Ach ja und dann wäre da noch Kennesaw, USA - wie erklärst du das, denn dort hat jeder eine Waffe? - Das widerspruicht ja zu 100% deinen ansichten...

http://www.konterrevolution.at/georgia-kennesaw-und-die-waffenpflicht/

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ES1956 01.07.2017, 09:46

Im Gegensatz zu dir äussere ich keine Behauptungen sondern Tatsachen. ( Kenneshaw findest du in jeder Suchmaschine). Deine weiteren Ausflüchte sind kindisch, darauf gehe ich nicht ein. (Aber beim Einkauf in Österreich bin ich noch nie bedroht worden).

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CATFonts 01.07.2017, 14:23
@ES1956

Aber du kannst auch nichts gegen die eigentlich eindeutigen Statistiken sagen. Das es da auch mal einen Ort mit Massen friedlicher Menschen mit großer Zahl an Waffen geben mag, widerspricht das ja nicht. Hätte in dem Ort keiner eine Waffe, würde sich dort der einzige Polizist wohl zu Tode langweilen, hätte der nicht nebenher noch einen Hauptberuf. In so fern ist deine Behauptung "Mehr Waffen = mehr Sicherheit" schlicht kindisch.

Land / Haushalte mit Waffen (in %) / Schußwaffenmorde pro 1 Mio. Einwohner
USA / 41 % / 62,4
Deutschland / 10 % / 2,1
England / 4 % / 1,3

Nicht in der Statistik Tote durch Unfall mit Waffen,
jedes Jahr sterben in den USA  mehr als 100 Kinder bei „vermeidbaren Unfällen mit Waffen“.

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Lestigter 01.07.2017, 18:31
@CATFonts

Quelle bitte!

Wird ja wohl ne offizielle sein, oder?

Also her damit!

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CATFonts 02.07.2017, 10:13
@Lestigter

Aber bitte, die Zahlen über das Verhältnis von Waffenbesitz zu Schußwaffenmorden stammt von einer Waffen-Befürworterseite, nämlich vom Forum Waffenrecht e.V.

Dort wird zwar auch eine niedrige Rate für z.B. Kanada genannt, das ist aber kaum vergleichbar, da hier die Waffen als Schutz gegen Wildtiere bei der stark verstreuten Siedlungsweise gebraucht werden, und deutlich weniger als "Schutz gegen Kriminelle", und Jagt-Langwaffen sind generell weniger Mordwerkzeuge als Faustfeuerwaffen

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einJaeger 06.07.2017, 23:05
@CATFonts

Wo ist die differenzierung zwischen Schusswaffenmorden mit legalen und illegalen Waffen? Insofern ist deine Statistik müll da sie absolut nicht aussagekräftig ist... du hast nicht mal eine Quelle genannt

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Ich wäre für ein liberaleres waffengesetzt. Zwar nicht so drastisch wie du sagst, aber so dass ich für einen Schein nicht unmengen von Geld ausgeben muss und nicht in einen Verein muss, sondern mehr auf psyche und Elternhaus bzw Vergangenheit geachtet wird. Ausserdem wäre ich auch dafür eine Waffe mit mir tragen zu können. Ich habe halt eine Affinität dafür, verurteilt mich nicht^^

BascoSauce 30.06.2017, 11:33

Über die Einzelheiten ließe sich immer noch streiten.

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Ja, das fände ich ganz okay, mir wäre nur unwohl bei dem Gedanken, dass auch illegale Migranten somit mit Waffen ausgestattet werden könnten. Die Möglichkeit sollte meiner Meinung nach also nur für Einheimische gelten, die über ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis verfügen - bei Migranten mit erfundenen Lebensläufen würde das schonmal rausfallen.

Jetzt kommt sicherlich der Nazi-Vorwurf, aber es ist Fakt, dass bestimmte Personengruppen eine niedrigere Schwelle zum Gewalteinsatz haben. Selbst in meinem Dorf, in dem seit 30-40 Jahren noch zu keiner Gewalt-Kriminalität gekommen ist (zumindest nicht das ich wüßte), gab es bereits einen Fall von einem "Flüchtling", der mehrere Menschen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat - wenn ich mir jetzt vorstelle, dass dieser Zugriff auf Schusswaffen gehabt hätte... 

BascoSauce 30.06.2017, 14:11

Als ich heute vom Einkaufen kam, stand vor meinem Haus/ Mietskaserne auch einer rum und hat das Objekt gemustert. Wohne auch ziemlich am A der Welt. Hundert pro Auskundschaftler.

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ES1956 30.06.2017, 17:16

Und in unserer Gemeinde haben sich die Migranten vorbildlich eingegliedert, mit Musikgruppe in der Kirche und Arbeit bei der Gemeinde und im Altersheim während die Dorfjugend ihre Revierkämpfe mit Baseballschlägern und abgebrochenen Flaschen austrägt. Ich weiss wem ich da lieber eine Waffe geben würde.

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Apfelkind89 02.07.2017, 02:24
@ES1956

Ja, dann schenk deinen Migrantenen doch zu Weihnachten ein paar Macheten, das ist ja erlaubt. Aber was glaubst du wird passieren, angenommen es käme eine einwanderungskritische Partei "an die Macht", die sämtliche Millionen Migranten, die in den letzten Jahren gekommen sind, abschieben lassen würde!? Ich glaube, dann würde sich zeigen, dass viele oberflächlich friedliche Menschen plötzlich nicht mehr so friedlich wären.

Es ist mir auch nicht ganz klar, wen du mit Migranten meinst. Bei mir in der Nachbarschaft gibt es auch sehr gut integrierte Migranten, mit meinem Beitrag meinte ich aber die "Flüchtlinge", bzw. illegale Migranten, von denen in den letzten Jahren ca. 2-3 Millionen ins Land gekommen sind. Meinst du überhaupt dieselbe Gruppe wie ich?

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ES1956 06.07.2017, 23:11
@Apfelkind89

Ich meine die völlig friedlichen Flüchtlinge (männlich, unbegleitet) die sich seit ca 2 Jahren bei und vorbildlich integriert haben.

Und ja, auch ich weiß und kenne die "oberflächlich friedliche Menschen" die " plötzlich nicht mehr so friedlich wären". Aber keine angst, die Behörden sind bereits dabei dem rechten Pack die Waffen zu nehmen. 

Das ist auch der Grund warum ich bei Waffenbesitz für jährliche Drogen/Alkoholkontrollen und psychiatrische Überprüfungen bin, kaum einer der alten/neuen Nazis würde das bestehen.

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Apfelkind89 07.07.2017, 14:29
@ES1956

Du bist völlig ideologisch verblendet wenn du denkst, dass deine Flüchtlinge zu keiner Gewalt fähig wären. Wie gesagt, deine Flüchtlinge sind integriert, aber was passiert, wenn man sie in ihre Heimat abschieben wollte? Eventuell eine "Heimat", die sie praktisch kaum kennen - bleiben sie dann auch noch friedlich? Oder reagieren sie so wie der "ich komme wieder und töte Deutsche"- Schüler, der aus einer bayerischen Schule heraus abgeschoben wurde/werden sollte?

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Ich bin für die Legalisierung von Waffen in DE! natürlich erst ab 18 und ohne Vorstrafen

Das ist verschwendete Lebenszeit, der Durchschnittsdeutsche ist so von der Presse und den Medien indoktriniert (Waffe sind böse, mehr Waffen mehr Tote) das kriegt man nicht mehr raus. 

Das man in Deutschland vor 1976 einfach Schusswaffen kaufen konnte weiß z.b. kaum jemand. Man konnte in Deutschland in einen Waffenladen gehen, jederzeit und sich z.b.: eine einschüssige Schrotflinte kaufen und damit nach Hause stiefeln. Einfach so, die Waffe wurde nicht registriert, garnichts, man musste nur 18 jahre alt sein.

BascoSauce 30.06.2017, 13:52

Wow wusste ich nicht, krass

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Apfelkind89 30.06.2017, 14:21

Ja, die Vermutung hatte ich auch schon. Aktuell läuft auf ZDF-Neo eine alte TV-Serie mit dem Namen "Der Alte" - dabei ist mir aufgefallen, dass dort gefühlt >50% der Privat-Personen eine Schusswaffe besitzt...

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Je liberaler das Waffengesetz, umso mehr Tote durch privaten Waffengebrauch.
Mehr Waffen = Mehr Waffenbenutzung = Mehr Tote durch Waffen

Das Problem wäre ja, dass jeder Kleinstkriminelle, der bisher keine Waffe brauchte, sich sicherheitshalber eine besorgt, da ja das Opfer auch eine haben könnte.

Zu deinem Einwand, dass du Waffen nur im Notfall einsetzen willst und nicht als Spielzeug siehts, wäre erst mal zu definieren, wann ein Notfall erreicht ist, der Waffeneinsatz rechtfertigt. Muss es die Vergewaltigung sein oder reicht der
Taschendiebstahl?

Weiterhin mag es löblich sein, wenn du es nicht als Spiezeug sieht, die Menschheit besteht aber leider zu einem nicht geringen Teil aus Idioten, die das anders sehen. Und selbst wenn auf 10 vernünftige nur ein Idiot kommen würde, wäre mir die Quote zu hoch.

Dein Vorschlag mit 10 € pro Kugel hilft dir auch nur bedingt weiter. Klar würde für den Preis kaum einer kaufen. Der, der jemanden umbringen will schon. Der, der jemanden ausrauben will auch. Alle, die es als Spielzeug sehen, besorgen sich die Munition billig aus Ländern, wo die Rüstungsfirmen Normalpreis verlangen dürfen.

Die Lösung des Problems sind nicht Waffen, die Lösung ist Bildung und Abschaffung von Ungleichheiten. Wenn nämlich alle von ihrer Arbeit leben können und nicht einzelne das 500-fache von anderen verdienen, sinkt für die meisten auch der Impuls, Gewaltverbrechen zu begehen.

Für die geringe Anzahl, denen die Gewalt sozusagen im Blut steckt, gibt es die Polizei. Dass es nun mal immer ein paar hirnverbrannte Vollio**ten gibt, die sich daran aufgeilen andere umzubringen und die keinen anderen Lebenssinn kennen, lässt sich einfach nicht ändern.

Hier finde ich eine Kombination aus Rechtsstaat und christlichem Grundsatz (obwohl ich nicht religiös bin) sinnvoll. Bestrafung und Vergebung.

BascoSauce 30.06.2017, 12:37

Ich poste nochmal meinen Kommi von weiter oben




Kleinkriminelle befinden sich doch bereits in den Kreisen, wo sie unengeschränkten Zugriff auf Waffen haben, in den Kreisen kennt schließlich jeder einen, der einen kennt, der einen kennt...Ausserdem sollte ein potentieller Waffenkäufer schon ein reines Führungszeugnis mitbringen, das wäre auch für mich Vorraussetzung, um im Geschäft eine zu bekommen. Und dann wird sowieso erstmal jede Waffe auf den jeweiligen Käufer registriert, was Verbrecher wieder davon abhalten wird, Verbrecher haben es nicht so gerne irgendwo registriert zu sein, vor allem nicht im Waffenregister. Über die anderen Punkte hab ich weiter unten schon diskutiert, hab kein Bock nochmal drüber zu diskutieren

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Funfroc 30.06.2017, 13:12
@BascoSauce

Ich überspitze es jetzt mal... Du forderst im Endeffekt genau das Waffenrecht, was wir bereits haben (oder zumindest ein sehr ähnliches), nennst es aber liberal.

Das liberale (zu deutsch "freiheitliche") an einem liberalem Waffenrecht wäre aber ja gerade, dass es möglichst keine oder nur sehr geringe Hürden gibt, um eine Waffe zu besitzen und führen zu dürfen.

Es ist ja nicht so, dass die Hürden heute extrem hoch wären. Sie sind nur höher als in vielen anderen Ländern.

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BascoSauce 30.06.2017, 13:47
@Funfroc

Unter liberal würde ich verstehen, wenn jeder, der ein sauberes poliz. Führungszeugnis hat, ohne vorherige bürokratische Hürden ins Waffengeschäft laufen kann und dort eine Waffe seiner Wahl kaufen kann, natürlich aber keine Kriegswaffen/ Automatikgewehre. 

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Funfroc 30.06.2017, 17:27
@BascoSauce

daher ja auch überspitzt...

Es ist immer schwierig die Richtige Mischung aus Freiheit und Schutz zu bekommen. Umgekehrt sind Waffenbefürworter gleichzeitig oft Gegner der der Ehe für alle. Wo ist da der freiheitliche Gedanke?

Ich vertrete die Ansicht, dass die Ehe für alle niemanden in der Ausübung seiner persönlichen Freiheit einschränkt.

Die Liberalisierung von Waffenbesitz ist zumindest risikobehaftet mich in meiner persönlichen Freiheit, sogar in meinem Leben selbst, zu beschränken.

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willom 30.06.2017, 20:08

Je liberaler das Waffengesetz, umso mehr Tote durch privaten Waffengebrauch.
Mehr Waffen = Mehr Waffenbenutzung = Mehr Tote durch Waffen

Es ist ein völlig normaler Vorgang, daß sich durch größere Verbreitung bestimmter technischer Gegenstände deren Nutzung ein Gefahrenpotential beinhaltet unter Umständen auch die Zahl der Fälle von Misbrauch oder Unfällen damit erhöht.

Das ist bei Fahrzeugen so, bei manchen Sportgeräten, bei Heimwerkerequipment, bei normalen Haushaltsgegenständen oder eben auch bei Waffen.

Die entscheidende Frage ist, wie hoch das tatsächliche ( und nicht nur herbeifantasierte... ) Risiko für die Öffentlichkeit ist und ob diese bereit ist, es zu tragen.

Das Problem wäre ja, dass jeder Kleinstkriminelle, der bisher keine Waffe brauchte, sich sicherheitshalber eine besorgt, da ja das Opfer auch eine haben könnte.

Ein Angriff auf eine Person von der man weiß, daß sie mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit unbewaffnet und somit ein leichtes Opfer ist, ist für einen Kriminellen ein leicht einzuschätzendes Risiko.

Ein Angriff auf eine Person die potentiell bewaffnet sein könnte aber schwer oder gar nicht...: jedenfalls besteht für den Angreifer die Gefahr, selbst bei einem erfolgreichen Angriff aus überlegener Position schwere Verletzungen davonzutragen. Dieses Risiko minimiert sich nicht dadurch, daß er ebenfalls eine Waffe mitnimmt.

Er überlegt sich also zweimal, was er tut.

Schön erkennbar übrigens an fallenden Zahlen von Überfällen überall dort, wo normalen Bürgern der Erwerb und das führen von Schußwaffen zur Selbstverteidigung erlaubt wird.

Zu deinem Einwand, dass du Waffen nur im Notfall einsetzen willst und nicht als Spielzeug siehts, wäre erst mal zu definieren, wann ein Notfall erreicht ist, der Waffeneinsatz rechtfertigt. Muss es die
Vergewaltigung sein oder reicht der Taschendiebstahl?

Die gesetzlichen Regelungen in § 37 StGB zur Notwehr  sind in ihrer erstaunlichen Einfachheit bereits jetzt völlig, ausreichend um die Frage zu beantworten wann der Einsatz einer Schußwaffe angebracht ist.

In Notwehr nämlich. Und was Notwehr ist bzw. wann die Voraussetzungen dafür voliegen ist ebenfalls klar geregelt.

Im übrigen kann der Einsatz einer Schußwaffe in diversen Varianten stattfinden und nicht ausschließlich als tötlicher Kopfschuß.

Die Lösung des Problems sind nicht Waffen, die Lösung ist Bildung und Abschaffung von Ungleichheiten. Wenn nämlich alle von ihrer Arbeit lebenkönnen und nicht einzelne das 500-fache von anderen verdienen, sinkt für die meisten auch der Impuls, Gewaltverbrechen zu begehen.

Ja genau....: der weltweite Sozialismus, durchgesetzt natürlich mit Waffengewalt wie üblich ist die Lösung aller Probleme.....

Au weia.

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Funfroc 03.07.2017, 11:30
@willom

Wer den Gedanken des Sozialismus mit dem gleichsetzt, was einige Verbrecherregime in dessen Namen begangen haben... Au weia.

Nur weil ich irgendwo drauf schreibe, etwas wäre sozialistisch, ist das dass deswegen noch nicht. Wenn ich auf eine Salami drauf schreibe, es wäre eine Banane, würde diese dadurch ja auch nicht Banane werden.

Außerdem sind die genannten Gedanken nicht mal sozialistisch, sondern im eigentlichen Sinne eher als sozialdemokratisch zu sehen. Da aber die Sozialdemokratie heute leider kaum noch sozialdemokratisches Gedankengut vertritt, werden sozialdemokratishe Gedanken plötzlich als sozialistisch angesehen.

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Ich würde nicht in einem Land leben wollen, in dem ich immer damit rechnen muss, dass jemand eine Schusswaffe dabei hat. Menschen sind oft unkontrolliert, da braucht es so etwas nicht.

Und zu dem Argument mit den Kriminellen, so einfach besorgt ich niemand eine Waffe. Du hast eine gute Chance, schon erwischt zu werden, wenn du versuchst dir eine Waffe oder Munition zu beschaffen, das schreckt schon mal gewaltig ab.

Liberale Waffengesetze in einer modernen Gesellschaft bringen keine Vorteile, nur Gefahren und das will sicher niemand.

BascoSauce 30.06.2017, 11:54

Du scheinst zu vergessen, wie der Schwarzmarktwaffenhandel in Europa floriert. Wieviele Waffenlager wurden schon in Europa ausgehoben, mit zig tausenden Maschinengewehren, AK 47 Sturmgewehren, Pistolen sowieso etc.p.p. 

Denkst du das die Waffen in den Waffenlagern verstauben? Die werden innerhalb Europas an "Kunden" geliefert. Das ist ein Riesengeschäft. 

Auch heute weißt du nicht, wer nicht alles bewaffnet sein könnte, den du auf der Strasse siehst, wollte ich damit sagen. 

mfG

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AnglerAut 30.06.2017, 12:07
@BascoSauce

Wir scheinen in verschiedenen Welten zu leben. Ich habe in Deutschland noch nie einen verbrecher gesehen oder von ihm gehört, der ein Maschinengewehr hatte. Du schon ?

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BascoSauce 30.06.2017, 12:16
@AnglerAut

Ich sage ja nur, das hier schon viele große Waffenlager ausgehoben worden sind, unter deren Arsenal sich u.a. auch Pistolen befanden. Und das Kriegswaffen hier ebenfalls umläufig sind, muss nicht gleich bedeuten, das jeder Kleinkriminelle damit auch auf Touren geht. Es reicht schon eine einzige Pistole aus, um jemanden ins Jenseits zu befördern, zumal bei Kriminellen der Finger am Abzug gewohnheitsmäßig und erfahrensgmäß lockerer sitzt als bei nicht Kriminellen.

mfg

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Apfelkind89 30.06.2017, 14:33

Dann sieh dir mal die Fernsehserie "der Alte" an - da hat fast jeder zweite eine Schusswaffe (was vermutlich der Realität zu der Zeit entsprach), und dennoch gab es damals nicht mehr Schießereien als heute. Niemand hat die Waffe leichtfertig benutzt, um sich mal eben abzureagieren - aber wenn es wirklich eine Notsituation geben würde, wie z.B. der Amoklauf in München letztes Jahr, wäre dieser wesentlich schneller unter Kontrolle zu bringen, bzw. würde ein solcher Amoklauf vielleicht garnicht stattfinden, wenn der Täter wüßte, dass sich die auserkorenen Opfer wehren könnte.

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ES1956 30.06.2017, 14:53

AnglerAut: Gib Bescheid wohin du auswanderst. Auf dieser Welt musst du überall damit rechnen dass jemand eine Schusswaffe dabei hat auch wenn das verboten ist. Es mag für dich überraschend sein aber Kriminelle halten sich nicht an Gesetze.

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Nein und nein.
Es sollte eher was gegen die wachsende Kriminalitätsrate gemacht werden und nicht noch mehr Möglichkeiten gestellt werden Sch**ße zu bauen.
Hier ein paar Denkanstöße:
- Es reicht, wenn nur einer einmal ausrastet und Amok läuft.
Klar, gab es hier das auch schon mit Schusswaffen, aber auch mit mit Hieb und Stichwaffen - damit kann man viel weniger Personen erreichen als wenn man eine Waffe mit geladenem Magazin hat.
- Polizisten werden hier genau so gestört wie in den USA weil man immer Angst haben muss, dass wenn man wegen einer Kleinigkeit irgendwo klopft oder eine Person anhält im Gegenzug eine Waffe ins Gesicht gehalten bekommt. Willst du echt mehr Polizeigewalt?
- Wie meine Vorgänger schon nannten - achtlose Eltern lassen ihre Waffen rumliegen und die Kinder spielen damit.
- Wer eine Waffe hat kann in Stresssituationen auf dumme Ideen kommen - sei es diese an die falschen Leute zu verkaufen, selber einen Laden oder andere Leute ausrauben, den Ehepartner erschießen weil das A****loch nur noch nervt und man für die Scheidung zu viel bezahlen müsste.

Waffen sind nicht die Lösung.

reshiramo 30.06.2017, 11:55

Waffen lösen keine Kriminalität aus, sie sind nur Mittel zum Zweck. 

In den USA sind Waffen auch nicht so leicht zu bekommen wie hier berichtet wird. Man muss 48 Stunden warten bevor man eine Waffe kaufen kann. Desweiteren sind viele Waffen in den USA verboten. 

Wenn jeder das Recht auf Waffen hätte, würde es hier vielleicht weniger Willkür von Seiten der Polizei geben. Und wie kommst du darauf, dass sich die Polizeigewalt erhöht, wenn die Bevölkerung sich legal bewaffnen kann?

Waffen können helfen, dass eigene Grundstück, sowie das eigene Leben zu verteidigen. 

Die Waffen sind auch ein Schutz vor dem Staat. Das war auch die Idee der Gründerväter der USA. Aus diesem Grund sind Waffen in den USA immer legal gewesen. Unter Obama wurde versucht die Waffengesetze zu verschärfen. 

Alle anderen Beispiele von dir sind seltene bzw. realitätsferne Situationen, welche mit hohen Freiheitsstrafen geahndet werden würden. 

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zuhochfuemich 30.06.2017, 12:22
@reshiramo

Klar werden die Kapitalverbrechen mit einer hohen Freiheitsstrafe geahndet - die Opfer sind trotzdem tot.

Sicher stimmt es, dass man in den USA nicht überall immer eine Waffe legal bekommen kann - wer vorbestraft ist oder für psychische Probleme bekannt ist hat es sogar noch schwerer oder gar keine Möglichkeit.
Dennoch läuft der illegale Waffenhandel und dem geht es gut wenn es vom Staat aus immer Nachschub gibt.

Die Waffen sind auch ein Schutz vor dem Staat.

Warum willst du dich vor dem Staat schützen wenn du nichts verbrochen hast?

"Das war auch die Idee der Gründerväter der USA. Aus diesem Grund sind Waffen in den USA immer legal gewesen."
Nein.
Die Idee war damals, dass man sich gegen die Angriffe der Britten verteidigen konnten. Darum wurde das legalisiert. Heutzutage gibt es keine Angriffe der Britten mehr auf die USA aber die Man kann als Staat halt viel viel Geld durch die Wafenlobby bekommen.

Weniger Willkür von Seiten  der Polizei? Wenn jeder eine Waffe hat? Erkläre mir das mal.

Klar können Waffen helfen das eigene hab und gut zu verteidigen.
Aber auch den Nachbarjungen töten den man versehentlich für eine Einbrecher gehalten hat weil er dem Hund hinterher in Nachbars Garten gelaufen ist.
Oder den Nachbarn selber  gleich weil der wieder viel zu laut Musik hört, man selber schon 10 Bier intus hat und sich den Mist nicht mehr gefallen lassen und schon gar nicht auf die Polizei warten will die dann eh nichts tut.

Tot ist tot.

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BascoSauce 30.06.2017, 12:49
@zuhochfuemich

Ausgedachte Einzelfälle. In der Schweiz, Tschechien oder Österreich hört man nie was und dort sind die Gesetze wohl die laschesten, die es weltweit gibt.

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Man kann nicht Waffen mit Waffen bekämpfen. Das führt nur zu mehr Ausschreitungen.

reshiramo 30.06.2017, 11:43

Wieso soll man auch Waffen bekämpfen? Waffen haben noch nie jemanden getötet. Es sind die Menschen, die sie benutzen.

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BascoSauce 30.06.2017, 12:06
@reshiramo

Wieso soll es zu Ausschreitungen kommen? Der Gedanke ist schon etwas abstrakt.

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DrCyanide3 30.06.2017, 14:16

Wenn schon dann muss man bewaffnete Kriminelle bekämpfen. Warum das ohne Waffen besser gehen soll als mit Waffen konnte mir von den Waffenhassern allerdings noch niemand erklären.

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Weder in den USA noch in Deutschland wirst Du jemals einen Waffenschein benötigen um Waffen zu besitzen. Dafür benötigst Du hierzulande eine Waffenbesitzkarte.

Nein, das Waffengesetz in Deutschland ist gut, so wie es ist. Ich bin froh dadurch so manchen Kandidaten vom Waffenbesitz ausschließen zu können (persönliche Eignung, Zuverlässigkeit, Waffensachkunde)

Nein. Im Militär sieht man Typen, denen man in zivil keine Waffen anvertrauen würde.

Ich bin dafür, das keiner einfach so tödliche Schusswaffen, abgesehen von einem Jäger besitzen darf. Schwerter und so darfst du so weit ich weiß allerdings ab 18 besitzen in Deutschland und Schreckschuss Waffen, bei einem Elektroshocker gibt es sicher Grenzen.

Mfg

Eraser13 30.06.2017, 12:45

Kannst du auch begründen, warum gerade Jäger? ca 95 % aller Jäger in Deutschland sind Hobbyjäger, warum sollten also Sportschützen oder Sammler keine Schusswaffen besitzen dürfen die auch einem Hobby nachgehen?

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Doenertier90 30.06.2017, 13:43
@Eraser13

Tödliche Schusswaffen sind zum töden konzipiert und da ist es ein unterschied, wenn für essen und leider auch Eindämmung gejagt wird oder solche Waffen aus Spaß oder Machtgier in Besitz sind. 

Nicht jeder Honk sollte so etwas besitzen dürfen und ein Jäger muss auch eine Art Ausbildung absolvieren.

In Schützenvereinen bekommt zum Glück auch nicht jeder einen Waffenschein.

Mfg

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BascoSauce 30.06.2017, 13:51
@Doenertier90

Schau einfach mal in die Schweiz, Österreich oder Tschechen, dort sind die liberalsten Waffengesetze der Welt und man hört auch nichts von Honks die Rambo spielen.

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Apfelkind89 30.06.2017, 14:12

Schwerter darf man aber vermutlich nur auf dem eigenen Grundstück verwenden, daher ist das nicht wirklich vergleichbar. Würdest du auch Armbrüste verbieten wollen?

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DrCyanide3 30.06.2017, 14:13

In Schützenvereinen bekommt zum Glück auch nicht jeder einen Waffenschein.

Falsch! Da bekommt NIEMAND einen Waffenschein, aber so gut wie jeder eine Waffenbesitzkarte. Allerdings bekommt er die auch nicht im Verein sondern von der Behörde. Mit Leuten die sich allerdings so gut auskennen wie du (Waffen sind zum töten da, Waffenschein im Schützenverein) ist es müßig auch nur daran zu denken eine ernsthafte Diskussion über dieses Thema zu führen. Von daher: Get lost, Kid!

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Doenertier90 30.06.2017, 14:43
@DrCyanide3

Net Jammern, bin dagegen und die Behörde gibt eben nicht einfach so jeden einen Schein, was gut ist.

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xdanix77 30.06.2017, 18:55
@Doenertier90

Es jammert keiner, eigentlich versucht man dich zu berichtigen und belehren. Darauf kann man eingehen und sich damit auseinandersetzen, man kann aber auch einfach sagen "bin dagegen".

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Ein interessanter Gedanke, es könnte ein liberales Waffengesetz geben, aber gleichzeitig sollte die Munition drastisch verteuert werden (z.B. eine Patrone müsste 10 Euro kosten)  und die Abgabe nur unter bestimmten Vorausetzungen möglich sein.

Apfelkind89 30.06.2017, 14:26

Dann würde ich die Munition versandkostenfrei in China bestellen ;-)

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HooverTPau 30.06.2017, 16:43
@Apfelkind89

Möglich, daran habe ich nicht gedacht. Es war auch nur ein Gedanke, wie man an einem Kommentar hier sieht halte ich nichts von liberalen Waffengesetzen wie in den USA.

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