Wärmepumpe vor und nachteile?

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4 Antworten

die Anschaffungskosten für eine wärmepumpe sind relativ hoch.

du brauchcst erst mal einen zusätzlichen stromzähler samt dem entsprechenden tarifsteuergerät. ist die vorhandene zähleranlage zu alt, zu erkennen daran, dass sie nicht in einer schutzisolierten stahlblechkiste eingebaut ist, dann muss sie auf jeden fall erneuert werden. an sonsten reicht ggf. auch eine erweiterung. ist noch ein zählerfeld vorhanden, kann man ggf. dies verwenden.

dann ist die elektroinstallation recht aufwändig. du brauchst nicht nur die lastleitung vom zählerschrank zur wärmepumpe, sondern auch diverse steuerleitungen wie die netzfreigabe etc. außerdem noch steuer- und lastleitungen zwischen dem meist im haus montierten kompressor und dem meist außer haus montierten absorber.

dazu noch die verorung. außerdem noch zwei wärmespeicher, einmal warmwasser, einmal heizung so wie zwei heizpatronen für diese um bei mehrlastbedarf oder netzabschaltung eine auskühlung zu vermeiden.

du solltest nach möglichkeit keine luft, sondern eine erdwämepumpe verwenden. das bringt den mehraufwand einer brunnebbohrung mit sich. ggf. möglichst tief oder gleich eine 2. die mehrvestition zahlt sich aber dadruch aus, dass der energieverbrauch hinterher deutlich niedriger ausfällt.

auch eine bohrtiefe von über 100 Metern kann sich bezahlt machen und zwar dann, wenn je nach dem wo ihr her kommt, das Bergbauamt für die Genehmigung der bohrung zuständig ist. das verfahren ist einfacher und auch preiswerter!

WENN Luftwärmepumpe, dann bitte auf keinen fall ein Kombigerät, bei dem der kompressor draußen steht druaßen sollte NUR der Absorber stehen. das reduziert auch die Lärmbelastung für die unmittelbare Nachbarschaft.

hier kann ich wärmstens die Gräte der Firma Ochsner empfehlen. die haben große, langsamlaufende ventilatoren, was die lärmbelastung noch weiter reduziert.

außerdem solltet ihr bei einer luftwärmpumpe auf eine mögichst niedrige vorlauftemperatur achten. wenn ihr nur Fussbodenheizungen habt, und keine warmwassebereitung über die wärmepumpe, dann kann man 35 statt 65 Grad fahren.

bei einer angenommenen Außentemperatur von - 5 Grad entspräche das einer Temperaturfifferenz von 30 bzw. 60 Grad!

was viele nicht beachten! um eine verdoppelung der temperaturdifferenz zwischen der temperatur des Mediums und der Anlagenvorlauftemperatur zu erzielen braucht die Wärmepumpe die VIERFACHE energiemenge. also alleine hier liegt schon mal die ersparnis bei 75%!!!

dazu kommen noch die Tatsachen, dass Energieverluste duch die vorhaltung von warmem wasser entfallen. außerdem dass die elektrische heizpatrone bei niedrigen außentemperaturen nicht so schnell bzw. überhaupt nicht anspricht.

Ganz zu schweigen davon, dass die verorhung der anlage einfacher wird, eine heizpatrone samt steuerschütz und vorsicherung entfallen, es also noch mehr platz im haus gibt...

Als ersatz dafür müssten halt eben elektronisch geregelte duchlauferhitzer in der nähe der jeweiligen zapfstellen installiert werden. sind diese nicht all zu weit auseinander können sich selbstredend mehrere zapfstellen einen teilen. z.B. das Gästebad im Obergeschoss einer, ein anderer für die Küche und das Bad im Erdgeschoss.

selbst wenn man die wirklich guten prämuimgeräte von Stiebeleltron nimmt, liegen wir hier für die Geräte samt verkabelung und Vorsicherung bei höchstens 2000 €

das ist alleine schon durch den entfall der wamrwasserbereitung über die wärmepumpe gedeckelt. ganz abgesehen von der tatsache, dass die warmwasserstärnge und die zirkulation samt Z Pumpe ja auch noch entfallen.

lg, Anna

Anschaffungskosten sind etwas höher als die für eine vergleichbare Ölheizung (Brenner, Kessel und Tank) - das hängt stark davon ab, woher Du die Wärme beziehst: Luft, Wasser, Erdwärme (Obrfläche) oder Erdwärme (Tiefenbohrung). Meine Abschätzung bezieht sich auf das Teuerste, die Tiefenbohrung(en).

Wartungskosten sind gering, wenn die Anfangsphase vorüber ist.

In den meisten Bundesländern bekommst Du ein Förderung dafür, außerdem spart man sich den Schornsteinfeger.

Alles in allem könnte sich eine Wärmepumpe gegenüber einer Ölheizung bei den derzeitigen Ölpreisen in ca. 15 - 20 Jahren amortisieren.

Nachteil: Wärmepumpe ist eine Niedertemperaturheizung, die am besten mit einer Fußbodenheizung funktioniert (große Heizfläche). Außerdem ist sie recht träge; mal schnell durchheizen geht nicht.

Vorteil: keine Geruch- oder Geräuschentwicklung; keine Vorratshaltung nötig und damit kein Preispoker. Wenig Platzbedarf (ungefähr wie Gasheizung).

Weil Du nicht gesagt hast, welche Heizungstechnik Du z. Z. hast, habe ich eine Ölheizung als Vergleich genommen.

WPs gibt es ab 4.000€, unsere hat inkl. Montage und allem Zipp+Zapp 9.000€ gekostet. 

Was spart man? Ich spare effektiv 2/3 meiner Heizkosten. Weil die WP bei einer Leistungszahl von 3 - 4,2 aus einer Kwh Strom insgesamt 3 - 4,2 Kwh Wärme erzeugt, diese Wärme wird der Umgebungsluft vor meinem Haus entzogen. Bei einer Gas oder Ölheizung muss jede einzelne Kwh Energie durch Verbrennung erzeugt werden.

Wartungskosten Luft WP = 100€ pro Jahr. Im ersten Haus hat die Wartung der Gas-Brennwert-schlag mich tot Heizung jedes Jahr 250€ gekostet+ Schornsteinfeger 96,-€ pro Jahr.

Jeder darf sein Geld verbrennen wie er möchte. Ich kann eine professionelle WP, die vom Fachmann dimensioniert und installiert wird, nur empfehlen.

Wichtig: 4 Personen, Fussbodenheizung und Warmwasser. Winter -12°C und keiner hat gefroren.

Das ist eine so unpräzise gestellte Frage, dass eine brauchbare Antwort absolut unmöglich ist.

Vergleichbar wäre "Was kostet ein Auto...?"

Grüße, ------>

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