Wärmepumpe versus Gasheizung - was ist besser?

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7 Antworten

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Es kommt darauf an, in welchem Zustand das Haus jetzt schon ist und was alles daran gemacht werden soll. Außerdem ist die Frage, wie man die preisliche Entwicklung der verschiedenen Energieträger einschätzt. Auf der folgenden Seite findet man einige Informationen zu den verschiedenen Heizsystemen: http://www.modernus.de/heizung-sanitaer-vergleich-alternativen/oelheizung-gasheizung-pelletheizung-waermepumpe-solarthermie-kwk Die haben auf der Seite auch eine interessante Simulation an einem Musterhaus. Da bekommt man auch mal ein Gefühl für die verschiedenen Maßnahmen.

Ich habe mich gerade über die Investition in eine Wärmepumpe - allerdings im Vergleich zu einer Ölheizung (bei uns liegt kein Gas) - informiert. Die Wärmepumpe braucht nicht unerheblich Strom für die Eigenversorgung. Und die Kosten betragen ein vielfaches einer neuen Ölheizung, da neben dem Wärmetauscher und diverser Technik im Heizungsraum weitere Installationen und Umbauten im Haus nötig sind.

Mein Heizungsbauer sagte, dass sich Wärmepumpen eigentlich nur für Neubauten oder komplette Renovierungen rechnen würden - oder halt für Idealisten.

Wärmepumpe, Pellets oder nen Miniblockheizkraftwerk mit Pflanzenöl. Gas und Öl sind keine Alternativen mehr. Es gibt leistungsfähige Wärmepumpen, die das 3,5- bis 4fache der eingesetzten Energie erwirtschaften. Da die lange haltbar und wartungsarm sein sollen, rechnet sich das schon. Sicherlich ist Gas und Öl jetzt billiger zu haben - aber was machts wenn die Russen den Hahn zudrehen? Wäre ja nicht das erste Mal. Also setzt auf Nawaros und erneuerbare Energien - schont auf lange Sicht den Geldbeutel und gibt ein gutes Gewissen. Hab selber vor 6 Jahren nen Pelletskessen eingebaut - sauteuer - aber noch nie bereut.

Wärmepumpe ist genial, ich habe auch schon darüber nachgedacht aber bei mir müsste zu viel geändert werden. Die Anlage ist jetzt sieben Jahre alt, ich werde aber sicher bei der nächsten irgendwas machen, Wärmepumpe oder Kollektoren - oder beides. Aber bei einer neuen würde ich drüber nachdenken, da ist es einfacher und günstiger.

Eine Heizung mit Wärmepumpe ist sehr umweltfreundlich und kostengünstig im Betrieb, doch sind die Anschaffungskosten sehr hoch! - Beim Gas ist es genau umgekehrt.

Mit der Wärmepumpe allein ist es ja nicht getan.

Eine Wärmepumpe erhöht ja nur das Temperaturniveau, aber irgendwoher muss die (geringe) Anfangswärme ja erst einmal kommen, etwa aus dem Grundwasser oder von Sonnenkollektoren oder von einem Luftwärmeaustauscher oder ...

Ausserdem brauchen Wäremepumpen etwa ein Drittel der zur Verfügung gestellten Energie selbst an Strom für den Betrieb - bleiben also nur 2/3 übrig.

Ich habe überhaupt nichts gegen Wärmepumpen - heize selbst mein Haus mit Sonnenenergie - und unter Umweltgesichtspunkten sind sie sicher eine gute Möglichkeit, aber preislich liegen sie bei den Gesamtinvestitionen WEIT über einer Gasheizung.

Da müsst Ihr Euch entscheiden zwischen niedrigem Preis und Umweltschutz - beides zusammen geht hier nicht.

Die Gottesanbeterin hat recht: Wenn ihr einen Kostenvoranschlag für eine Wärmepumpen-Anlage in Händen haltet, ist das Problem 'gegessen'.

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