Wärmedämmung Decke?

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3 Antworten

Die Feuchte wandert immer von warm nach kalt durch die Bauteile. Die Bitumendachbahn ist die Sperrschicht für die Feuchtewanderung direkt darunter (unter der Holzschalung) muss eine hinterlüftete Ebene liegen, die die Feuchte nach aussen abführt, weil sie ja nicht durch die Dachbahn wandern kann.

Zum Wohnraum hin muss dann gedämmt werden - möglichst kapillaraktiv mit Holzfaserdämmstoffen zwischen Holzsparren. Eine dicke OSB-Platte mit anschließendem Gipskarton oder alternativ eine Holzwolleleichtpauplatte wohnraumseitig davor geschraubt, Rabitzdraht vollfächig draufgenagelt und das ganze zwei oder dreilagig mit einem Kalk-Zementputz verputzt.

So bekommt man die Luftdichtigkeitsschicht mit dem Verputz. Dieser sorgt durch den Zementanteil für eine verminderte Feuchtewanderung in den Dämmstoff hinein.

Tauwasserprobleme sind so kaum zu erwarten und wenn dies doch bei seltenen Wetterlagen geringfügig auftreten sollte, kann es selbständig schadenfrei nach beiden (!) Seiten abdampfen, weil der Aufbau kapillaraktiv ist.

Mein Vorschlag wäre demnach (kunststoff- und folienfrei!): Ausbau und Entsorgung der nicht kapillar leitenden Kunststoffdämmplatten. Holzlattung als Abstandshalter seitlich längs an die Sparren geschraubt, so dann an diese von innen Holzschalung so angenagelt werden kann, dass zwischen dieser neuen Schalung und der Schalung mit der Bitumenabdichtung ca. 6cm Luft bleiben. Diese Luftschicht muss in jedem Sparrenfeld an zwei gegenüber liegenden Seiten je eine ausreichende Verbindung zur Aussenluft haben.

Die verbleibende Sparrentiefe mit Holzfaserdämmstoff ausfüllen, z.B. STEICOflex oder Hanf, etc., ggf. die Sparren noch aufdoppeln, um eine größere Dämmstoffdicke zu ermöglichen. Die Holzfaserdämmstoffe wirken hier wegen der relativ guten Wärmespeicherfähigkeit schneller sommerlicher Überhizung des Dachraumes entgegen.

Eine abschließende OSB-Platte 25mm stark allseitig verleimt von innen gegen die Sparren geschraubt, bildet die Luftdichttigkeitsschicht und gleichzeitig die Dampfbremse. Von innen kann dann mit Gipskartonplatten die OSB.Platte verkleidet werden.

Alternativ sind 2,5 cm dicke HWL-Platten möglich, die das Arbeiten des Dachstulhls besser ausgleichen können. Diese gegeneinander versetzt mit großen Tellerschrauben an die Dachsparren schrauben, Rabitzdraht mit Dachpappestiffte drauf spannen/fixieren und mit Vorspritz (dünnflüssiger Zementputz) bewerfen.

Nach dem Aushärten des Vorspritzes kann mit einem Kalk-Zementputz ca. 2cm dick verputzt werden. Die raumabschließende Schicht (Oberfläche) kann eine dünne (ca. 5mm dicke) Kalkputzschicht mit geringem Zementzusatz bilden.

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Kommentar von Adel7
12.08.2017, 20:18

Vielen Dank an alle die sich für meine Frage interessiert haben und beantwortet haben.

Am Montag kommt ein Fachmann und sieht sich die Sache von der nähe an.

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Vielleicht mal einen Fachmann fragen oder dich an den Baustoffhändler wenden der dir das geraten hat?

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Kommentar von Adel7
07.08.2017, 22:40

vielen Dank für rasche Antwort.

das habe ich vor. Aber ich hätte gerne im voraus auch dei Meinung von Fachleute über net.

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Zuerst musst du feststellen woher das Wasser kommt.

An der Folie wird es kaum liegen. Vielleicht hast du einfach ein Leck im Dach?

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Kommentar von Adel7
08.08.2017, 08:44

Danke für Ihr Schreibens.

Das Wasser ist 100% Kondenswasser.

Das stellt man fest ,weil man die Tropfen an mehrere Stellen sieht.

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