Wärmedämmung Altbau - Auswirkungen auf den Kaufpreis?

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4 Antworten

130qm und 2000,- Euro Heizkosten heißt ganz klar "energetische Vollsanierung" - das komplette Programm mit Fenstern, Fassadendämmung, Dachdämmung und evtl. Dämmung der Kellerdecke (von unten). Erst dann kommt die neue Heizungsanlage, die dann auf den neuen Wärmebedarf des sanierten Hauses angepasst wird - weniger Leistung = gleich weniger Verbrauch. (wird natürlich gleich mitgebaut, aber vorher nach dem neuen Wärmebedarf gerechnet) Wenn man dieses Haus so saniert, kommen schnell 500,- bis 700,- Euro pro qm Sanierungskosten raus. Die Armortisationszeit wird ziehmlich lang sein, wenn Du ca. 1300,- pro Jahr einsparst. Am besten Hände weg von Gas und Öl - dann bist Du unabhängig von Energieversorgern, die willkürlich Preise festlegen. Wer Lust dazu hat, das Geld, die Zeit & Nerven - für den ist das die richtige Immobilie. Sonst Finger weg davon!

WICHTIG!!!-> such Dir einen pfiffigen Architekten, der die Sanierungsmaßnahmen überwacht - das erspart so manchen Bauschaden.

Vorab möchte ich erwähnen, dass bei vielen Häusern nicht die Gebäudesubstanz ausschlaggebend für den Preis ist, sondern die Lage und er Wert des Grundstückes!
Nullernergie- oder Passivhäuser sind in der Anschaffung sehr viel teurer als ein normales Niedrigenergiehaus. Wenn du auf einen Standard eines KfW Effizienzhauses 70 kommst, heißt das, dass Du 60 kWh/m²a (Energiekennzahl) im Jahr verheizen darfst => 130 m² x 60 = 7800 kWh umgerechnet in Heizöl 780 l x aktuellem Preis (dzt. ca. 70 ct) = € 546,-- Heizkosten. Alte, nicht gedämmte Häuser haben in der Regel eine Energiekennzahl von 200 - 250 kWh/m²a. Nun kannst du Dir die Heizkosten und die Amortisation der Gebäudesanierung ausrechnen.

Ja das ist schon eine Frage, die man sich gut überlegen muss. Aber es ist nicht die entscheidende Frage. Wichtig isr vorallem, die Lage , der Ort, den Weg zur Arbeit, Schule für die Kinder und natürlich das Objekt alleine. Der Preis spielt auch eine große Rolle. Man miss das GANZE sehen. Habe im Januar ein Bauernhaus gekauft, wo ich eine Ölheizung einbauen lies. Zusätlich habe ich eine Dämmung auf die Hälfte des Hauses angebracht. Hat Geld gekostet aber wir sind rundrum zufrieden.

es gibt ja nun einen energiepass für häuser und bei einem verkauf ist der enorm wichtig.

da die heizkosten in den nächsten jahren weiter steigen werden, ist die wärmedämmung eines wohnhauses ein wesentlicher faktor für die wertermittlung.

um eine vernünftige wärmedämmung wird man aus kostengründen in den nächsten jahren nicht herumkommen. diese ist ja im übrigen auch ein schutz gegen wärme und spart im sommer die klimaanlage.

2000 euro heizkosten für ein 130qm haus ist recht happig und da sollte man sich schon mal die dämmung des objekts genauer ansehen. andererseits sind 0 euro( 0-energie-häuser) das andere extrem und auch nur unter sehr großem kostenaufwand erreichbar. wenn man nicht ein einer hermetisch geschlossenen brotbüchse mit wärmerückgewinnung, pottdichten fenstern und türen, etc. leben will, dann muss man schon ein paar euro heizkosten einkalkulieren.

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