Wären die Grünen wirklich so schlimm?

13 Antworten

Ich weiß ja nicht, wo du deine Informationen herholst - in den seriösen Zeitungen wird das Thema weitaus differenzierter und ausgewogener bewertet.

Und wie es in Baden-Württemberg unter einer Grünen-Koalitionsregierung läuft, ist doch ganz vielversprechend.

Und wie es in Baden-Württemberg unter einer Grünen-Koalitionsregierung läuft, ist doch ganz vielversprechend.

10 Jahre hinter sich, 5 Jahre vor sich.
Der Grüne Kretschmann hat es immer noch nicht geschafft, das Land in den Abgrund zu regieren, wie es viele Grünen-Hater immer wieder propagierten.

Dann stimmt das wohl doch nicht, was man den Grünen nachsagt?

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@Crack

Grüne auf Landesebene ist was anderes als grüne auf Bundesebene.

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@OnePerson19

Das stimmt. Aber es handelt sich bei Ba-Wü nicht um irgendein Bundesland, sondern um eines der wirtschaftsstärksten.

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@OnePerson19
Grüne auf Landesebene ist was anderes als grüne auf Bundesebene.

Ausrede.

Genau wie Kretschmann mit der Realität klarkam, würde es den Grünen als Regierungspartei auf Bundesebene gehen.

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@Crack

Auf Landesebene kann sie aber nicht dieses verboten wie auf Bundesebene durchsetzten.

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@OnePerson19

Auch auf Bundesebene wird es eine Koalition geben, in der Kompromisse gemacht werden müssen.

An was für Verbote denkst du denn?

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@Teifi

Verbote für Neuzulassungen bestimmter Antriebsarten.

Tempolimits.

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@OnePerson19

Auch da geht ohne den Bundesrat überhaupt nichts. Außerdem dass die Grünen eine absolute Mehrheit einfahren und alleine regieren könnten, ist -Stand jetzt - sehr unwahr.scheinlich

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Hallöchen gesagt Lele1987.

Genau das, was Du zum Schluss gemacht hast, das ist die richtige Entscheidung, nämlich das Wahlprogramm anschauen und dann entscheiden, ob die darin enthaltenden Punkte/Ziele Deiner Vorstellung entgegenkommen.

Natürlich stehen in allen Programmen der einzelnen Parteien Ziele drin, die

  • Nur wegen der allgemeinen Stimmung der Wähler darin stehen und somit kaum Aussicht auf Umsetzung haben werden.
  • Bei den Grünen zum Beispiel stehen hohe und auch wichtige Punkte im Programm, die auch angegangen werden müssten, nur die Bezahlung des Ganzen ist mehr als ungewiss.

Man muss da also einen gesunden Mittelweg finden.

Man erhält aus einer Gesprächsrunde, bestehen aus Vertretern mehrerer Parteien und deren Gegenargumenten mehr Informationen, als aus jedem einseitig geführten Interview, weil dort ja nur in der Regel nur die eigene Position erklärt wird.

Zu Deiner eigentlichen Frage:

Ich halte die Grünen schon lange nicht mehr für "schlimm". Im Gegenteil, sie sind eine durchaus anerkannt und damit wichtige Größe in unserer Parteienlandschaft geworden und wirken schon lange erfolgreich in dieser mit (siehe Baden-Württemberg).

Eine Regierungsbeteiligung halte ich nicht nur für möglich, sondern auch für durchaus sinnvoll, um die gerade in der letzten Zeit zutage getretenen Missstände zu beseitigen.

Nur meine Meinung.

Lieben Gruß aus Berlin

Wenn du der Meinung bist, dass das Wahlprogramm der Grünen vieles enthält, das Du unterschreiben und mit dem du dich identifizieren kannst, könntest du vielleicht mal überlegen, ob dieses "überall" aus dem Du bislang deine Infos beziehst, vielleicht keine guten Quellen sind.🙂

Es gibt nämlich mehr als genug andere Medien, BerichterstatterInnen und politische Kommentatorinnen, die das weit differenzierter betrachten.

Auch das sind nicht zwangsläufig alles Fans der Grünen.Aber über eine seit nunmehr über 40 Jahren fest etablierte Partei, die vielerorts Regierungsverantwortung trägt, zu sagen, ihre Wahl wäre der Untergang Deutschlands hat leider mehr mit Propaganda, Verschwörungstheorie und Angstmacherei zu tun als mit seriöser Kritik oder Berichterstattung.

Bild dir am Besten deine eigene Meinung aus unterschiedlichen Quellen.

Die Machbarkeit ist schlicht nicht vorhanden. Ideologien sehen immer auf dem Papier gut aus. Welche Alternativen zur Energiegewinnung gibt es? Und in welchem Zeitraum ist eine Umstellung machbar? Welche Privatperson kann sich Mehrfamilienhäuser leisten? Einfamilienhäuser werden ja abgeschafft. Wie sehen die ÖPNV im ländlichen Raum aus? Was würde eine massive Aufstockung kosten? Das kann man das ganze Wahlprogramm so weiter machen. Theorie und Praxis sind nunmal nicht identisch.

Einfamilienhäuser werden ja abgeschafft.

Wer nicht richtig informiert ist, verliert sich schnell in unbegründete Vorurteile.

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@Crack

Wenn man die Preise für Baumaterial in unerschwingliche Höhen katapultieren will, erreicht genau das.

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@Hugohabenix

Ach, die Grünen wollen die Preise für Baustoffe erhöhen?
Wo hast Du das nun schon wieder her?

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@Crack

Co2 Bepreisung von Baustoffen + die Anhebung der CO2 Steuer. Was kommt denn da wohl raus?

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@Hugohabenix

Das ist ganz klar eine Maßnahme in Bezug auf den Klimaschutz, nicht das, was Du da hineininterpretierst. Und als Erinnerung für Dich: Die CO²-Steuer gibt es bereits, beschlossen von den aktuellen Regierungsparteien - nicht von den Grünen.

Bitte bei den Fakten bleiben.

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@Crack

Der Klimaschutz hat nichts mit zusätzlichen Steuern zu tun. Sonst hätte die Ökosteuer in den 90ern ja schon was bringen müssen. Steuern sind grundsätzlich nicht zweckgebunden. Das zählt auch zu den Fakten.

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@Hugohabenix

Du hast mich nicht verstanden.

Wenn Du behauptest, die Grünen würden Bauen teurer machen,
um Einfamilienhäuser zu verhindern, dann vergisst Du,
dass das Werkzeug CO²-Steuer bereits existiert und nicht von den Grünen ins Leben gerufen wurde und Du vergisst auch, dass dies ja nicht nur für Einfamilienhäuser gelten würde, sondern allgemein.

Aber wir schweifen ab.
Deine Grundaussage war schon falsch, die Grünen wollten keine Einfamilienhäuser verbieten, da bist Du sicher einer reißerischen Überschrift aufgesessen.

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@Crack

Das die Grünen für eine höhere Bepreisung der Steuer sind hast aber schon mitbekommen oder? Und der Bau von Einfamilienhäusern ist auch ohne zusätzlicher Steuer im Verhältnis zu Mehrfamilienhäusern teurer. Das ist aber kein Geheimnis. Und die reißerische Überschrift kommt von den Grünen. War vor ein paar Tagen in den Nachrichten. Mir persönlich ist es vollkommen egal, ob das umgesetzt wird oder nicht.

Wer kann denn noch bauen wenn die Preise massiv angezogen werden? Richtig, Investoren. Und die bauen bekanntlich keine Einfamilienhäuser, wegen mangelnder Rentabilität. Und um die erhöhte Investition wieder rantabel zu machen wird der Mietpreis von vornherein ziemlich hoch sein.

In Berlin haben sie ja schon gezeigt wie genial ihr Plan war.

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Beispiel ÖPNV: Finnland --> massive Aufstockung auch in sehr ländlichen Gebieten. Ergebnis: ÖPNV funktioniert und wird angenommen. Mobilität selbst im hinterletzten Fleckchen.

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@GeneralPatton

Umsetzung in Finnland und die Umsetzung in Deutschland sind zwei verschiedene paar Schuhe.

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@Hugohabenix
Umsetzung in Finnland und die Umsetzung in Deutschland sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Immer schön eine Ausrede parat haben, sei sie noch so billig...

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@GeneralPatton

Verwaltung, Verordnung, Ausschreibung etc. In Deutschland ist eine schnelle und unkomplizierte Umsetzung von egal was nicht möglich.

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@Crack

Unterschiedliche Verwaltungsarten von 2 Nationen in einen Topf schmeissen ist ziemlich weltfremd. Mir wäre es recht, unrecht zu haben.

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@Hugohabenix

Und das ist jetzt ein Argument gegen eine massive Ausweitung des ÖPNV? Versteh ich nicht.

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@Hugohabenix

P.S.: Als Mitglied der EU unterliegt Finnland den gleichen Voraussetzungen für Ausschreibungen wie Deutschland.

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@GeneralPatton

Das ist nicht als Gegenargument zu werten. Es geht schlicht um die Machbarkeit. Es hat seinen Grund warum nicht alle 10 min. ein Bus auf dem Land fährt. Wenn das großzügig subventioniert werden soll, muss irgendjemand für die Kosten aufkommen. Die Bahn schließt einen 20 Jahresvertrag mit Kohlekraftwerken ab und wirbt mit nachhaltiger Personenbeförderung. Davon abgesehen ist es eher selten mit der Bahn irgendwo pünktlich anzukommen. Und wenn es einmal schneit ist der Ofen ganz aus.

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@Hugohabenix

Ja das stimmt. Dass die Bahn aber ein derartiger Diletantenhaufen geworden ist, liegt in den 90ern begründet: Da wurde das gesamte Unternehmen auf Privatisierung getrimmt, Geld gespart wo es nur ging, und unrentable Unternehmensteile wurden outgesourced. Das Ergebnis: Streckenabschnitte für die bis in die 80er rein ca. 10 Streckenwarte zuständig waren, mussten plötzlich von 1-2 Streckenwarten kontrolliert werden. Dass das nicht geht, sieht man bis heute konstant. Herzlichen Dank Herr Mehdorn.

ÖPNV ist Infrastruktur. Und die kostet nunmal und ist kein rein gewinnorientiertes Unternehmen. Die skandinavischen Länder haben das verstanden (Finnland noch mehr) und liefern einen günstigen, pünktlichen ÖPNV, der auch das Hinterland gut erschließt. Das würde auch hierzulande einige Probleme lösen. Aber nein: Lieber weiter kaputtsparen.

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@GeneralPatton

Ja da lässt sich nichts bestreiten. Deswegen glaube ich ja auch, dass eine Änderung nicht in nächster Zeit zu erfüllen ist. Die Finanzmittel sind in Zukunft rar gesäht. Für den massiven Ausbau der ÖPNV werden andere Bereiche zurückstecken müssen. Welche das sind müssen dann die Grünen entscheiden.

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@Hugohabenix

Wäre ja langweilig, wenns einfach wäre ;-) Bei den aktuellen Zinsen für Deutschland wäre es allerdings fahrlässig, solche Projekte wegen der schwarzen Null nicht anzugehen.

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@GeneralPatton

Richtig. Die schwarze Null ist ja schon lange vom Tisch. Mir machen eher die Folgekredite Sorgen. Die Zinswende kommt früher oder später. Dann sind die Kredite aber noch lange nicht abbezahlt.

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Wirtschaft gehört nach wie vor nicht zu den Stärken der Grünen. Ich sehe im aktuellen Wahlprogramm keine wirkliche Entlastung für den fleißigen Bürger der arbeitet und viel Steuern und Abgaben zahlt. Die Abgabenlast in Deutschland ist im internationalen Vergleich laut OECD auf dem Spitzenplatz. Eine nachhaltige Strategie um gegenzusteuern sehe ich bei den Grünen nicht. Im Gegenteil: Deren Ideen muss die Mittelschicht bezahlen. Quelle zur Abgabenlast:

https://www.welt.de/wirtschaft/article207627587/OECD-Bei-Steuern-und-Abgaben-ist-Deutschland-Spitzenreiter.html

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