Wäre unser Problem mit radioaktiven Abfällen nicht eventuell doch elegant lösbar?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Es gibt viel sinnvollere Lösungen wie beispielsweise den Abfall noch als Brennstoff zu nutzen. Die Spaltprodukte, die am Ende ohne minore Aktinoide übrig bleiben, haben eine viel kürzere Einlagerungszeit als der Abfall, den wir heute erzeugen. Dadurch sind lediglich 500 Jahre nötig, keine Zeiträume von mehr als 10000 Jahre. Würde man diese Abfälle noch mal weiter behandeln, könnte die Einlagerungszeit auf ein Minimum von 200 Jahre reduziert werden. Abseits davon muss man aber damit rechnen, dass die Abfälle, die längst in Endlagern sind, wohl nicht mehr zurückgeholt werden. Es handelt sich ja nicht nur um die große Problemstoffe aus Kernkraftwerken, auch Material aus der Forschung und Medizin, sowie Lebensmittelindustrie müssen endgelagert werden.


Ich empfehle dir mal zu den Reaktorabfällen einen Löszungsansatz, nämlich den Atommüllfresser: http://de.nucleopedia.org/wiki/GE-Hitachi\_PRISM

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NuklearTV
26.11.2015, 15:15

Abseits davon ist das Verklappen von Atommüll international seit 1993 verboten.

0
Kommentar von torfmauke
26.11.2015, 16:05

Leider kann das ja nicht mehr so gemacht werden, wenn die Stromerzeugung aus Kernenergie demnächst eingestellt wird. In Gorleben steht aber noch jede Menge von dem Zeug herum, ebenfalls in den Abklingbecken der dichtgemachten Reaktoren. Den Müll mit hoher Halbwertzeit in Salzstöcke einzulagern halte ich aber persönlich für höchst riskant.

0

Die Idee Klingt gut, solange es auch wirklich im Magma bliebe und nichts verseucht wie z.B. Mutterboden oder Grundwasser etc. Ich habe auch schon mal erfahren das man Atommüll, gerne ins Weltall befördern würde oder direkt in die Sonne, zum verglühen... Über die Vor- und Nachteile ließe sich nun streiten, aber als Denkansatz nicht schlecht. Trotzdem hat es einen Beigeschmak von: Aus den Augen, aus dem Sinn :D

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von torfmauke
05.01.2016, 17:13

Nun, Radioaktivität ist sowohl auf der Sonne, als auch im Erdkern reichlich vorhanden, hier wäre also eher "Gleich und Gleich gesellt sich (gern)" eher angebracht, als aus den "Augen .... "

Sichergestellt wäre es in dem Moment, wo sich der flüssige Erdkern mit dem Abfall verbindet, der Verdünnungsgrad wäre so groß, dass die verbleibende Strahlung wesentlich niedriger wäre, als die normale Strahlung aus dem Weltraum.

Natürlich wäre es besser, die Kernkraft nicht rigoros abzuschaffen, sondern neue, sichere Kernkraftwerke zu bauen (funktionierende Konzepte und Testanlagen gibt es schon), die die vorhandenen Abfälle noch weiter reduzieren könnten.

Sie sind gleichzeitig in der Lage, den Restmüll in Isotope mit wesentlich geringerer Halbwertszeit umzuwandeln, die wesentlich leichter und sicherer zu entsorgen wären, als solche mit einer Halbwertzeit von Jahrtausenden.

0

Denke an die Kosten!

Die Stommultis in Deutschland denken doch schon über Klagen wegen des Atomausstiegs nach. Ich fürchte auch, dass sie die Rücklagen für die Abwicklung der Meiler längst unter sich verteilt haben und dass nachfolgende Generationen, für den "billigen" Strom der vergangenen Jahre nachzahlen werden müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von torfmauke
25.11.2015, 15:43

Zahlen wird, wie ja immer, am Ende ohnehin die Allgemeinheit, aber ich glaube nicht, dass man das Zeugs, welches zum Teil noch Jahrtausende strahlt, in irgendwelchen Salzbergwerken lagern sollte. Wenn unsere Nachfahren es irgendwann vergessen haben und dort aus welchen Gründen auch immer graben, wird es sehr gefährlich. Ebenfalls, wenn unsere Plattentektonik auf die Idee käme, dort Erdbeben oder Vulkanausbrüche in naher oder ferner Zukunft zu veranstalten. Unsere Nachfahren werden es uns sicher nicht danken!

0

Warum nicht gleich kilometertief vergraben??
Der Marianengraben ist Teil eines riesigen Meeres, das würde dadurch beschmutzt werden

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hoermirzu
25.11.2015, 11:28

Wer sollte in diese Tiefe abtauchen und da auch noch verlässlich arbeiten; kontrollieren könnte das niemand. 

1

Sicher möglich, aber der Aufwand der nötig wäre, um alleine die notwendige Technik zu entwickeln würde wahrscheinlich mehr kosten als für die Entwicklung der weltweiten Raumfahrt bis heute ausgegeben wurde.

Die politische Durchsetzbarkeit lassen wir erst mal aussen vor.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von torfmauke
25.11.2015, 15:26

Naja, der Aufwand, der zurzeit für die Suche nach Lagerstätten ausgegeben wird und wurde, ist auch nicht unerheblich! Wobei wirklich sichere Lagerstätten, die über Jahrhunderte bzw. Jahrtausende sowohl bekannt als auch unberührt bleiben müssen für/von Mensch, Tier oder Naturereignissen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen etc., wohl in den bisher gesuchten Gebieten und Tiefen nicht existieren! Mehr oder weniger sichere Castoren zum Transport sind vorhanden und da dieses Problem international besteht, dürfte die politische Machbarkeit durchaus gegeben sein, zumal es außerhalb von Hoheitsgebieten möglich ist.

0

Ich bin kein Experte, aber dein Vorschlag hört sich gut an!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hoermirzu
25.11.2015, 11:26

Weit weg ist immer gut, nicht wahr?

1

Was möchtest Du wissen?