Wäre sowas aus Frauensicht sexuelle Belästigung?

23 Antworten

Es kommt für mich darauf an, wie gut man sich kennt. Für manche Frauen sind ja schon Blicke (weil sie sich aufreizend angezogen haben...) schon sexuelle Belästigung. Das ist natürlich Schwachsinn. Bei Berührungen sieht es aber anders aus. Unter Freunden und Verwandten ist das ganz normal. Bei Arbeitskollegen kommt es halt drauf an, wie gut man den Kollegen schon kennt und man eventuell schon befreundet ist. Ich (männlich) mag es bei fremden Menschen nicht - egal ob Mann oder Frau. Ich war neulich in einem Restaurant und die Bedienung hat während der Aufnahme der Bestellung die Hand auf meine Schulter gelegt. Ich hab mir nur gedacht "wtf???". Mal ganz davon abgesehen, dass sie mich einfach geduzt hat... Ich hab die Frau noch nie vorher gesehen. Wenn es die Bedienung in meinem Stammlokal macht, wäre es für mich aber in Ordnung.

Eine Belästigung kann das also sehr wohl sein. Ob das Wort "sexuelle" vor "Belästigung" auch zutrifft, hängt wohl von der konkreten Situation ab.

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Deine Antwort ist mega und triffts auf den Punkt :)

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Du hast vorher eine schöne Definition von sexueller Belästigung bekommen. Da kannst du die gerne alles noch mal durchgehen, ob alles zusammen kommt.

Zu deiner Frage: Ja, es kann sexuelle Belästigung sein, muss aber nicht. Letzten Endes entscheidet immer die betroffene Frau, was es für sie ist. Denn der Knackpunkt bei der Defintion dreht sich um das Wort unerwünscht.

Wenn sie nichts gegen die Berührung hat, ist es keine sexuelle Belästigung. Wenn es einfach nur freundschaftlich ist, ist es keine sexuelle Belästigung.

Immer darauf achten, wie die eigenen Handlungsweisen bei der anderen Person ankommen!

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Auch wenn es unerwünscht ist wird es dadurch nicht automatisch eine sexuelle Belästigung, sondern eben nur eine unerwünschte Berührung.

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@HansImGlueck178

Lies meine Antwort noch mal aufmerksam durch. Ich empfehle grundsätzlich die Antworten, die man kommentiert vorher zu lesen.

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"Frauen ticken ja so, als ob das sexuelle Belästigung wäre"

Das schlimmste ist schon mal diese Verallgemeinerung. 

Das ist eine klassische Szene, wo ich sage: der Kontext macht's. Wenn es ein guter Kollege ist, mit dem ich mich verstehe, dann juckt mich das weniger als wenn es mein Chef wäre oder jemand, der nur einmal wegen dieser einen Sache bei mir im Büro steht. 

Es hängt auch davon ab, wie sich der Kollege sonst verhält. Wenn es einer ist, der immer wieder anzügliche Bemerkungen macht, wäre mir das auf jeden Fall unangenehm.

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