Wäre es sinnvoll, den 28. März als Erinnerung an die Verabschiedung der ersten gesamtdeutschen Verfassung von 1848 zu einem Nationalfeiertag zu erklären?

8 Antworten

Für den weiteren Verlauf Geschichte, wäre es nicht sinnvoll.
Die Reichsgründung 1871 fand unter Bismarck statt, und endete im Desaster 1914/18, gefolgt von Weimar und schlußenendlich dem III.Reich.
Eine in Summe unrühmliche Geschichte.

Verbliebe 1949, auch nicht ausgerechnet besser gelungen, fortan an hatte es gar zwei deutsche Staaten, bis eben 1989.

Sinnvoll?

Da ist schon Karneval und Ostern in der Gegend.

Da wäre der deutsche Einzelhandel aber in Bedrängnis, quasi überfordert.

Keine gute Zeit für eine weitere Bundesparty.

Ich bin dagegen. Außerdem würde ein anderer zwangsläufig gestrichen.

Welcher?

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist früher schon mal versucht worden. Hat aber keinen Sinn, da der zeitliche Bezug zu weit zurück liegt. Für die meisten Menschen ist dieses Datum ferne Geschichte. Wir haben aufgrund des unheilvollen 20. Jahrhunderts andere Termine, an die vorrangig zu denken ist.

Die Geburtsstunde von einer Nation bzw. das wiedererstarkende Gefühl eines Nationalbewusstsein sollte man schon nicht einfach so unter den Tisch kehren.

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Gute Idee.

Da könntet ihr euch an den Polen ein Beispiel nehmen. Das ist DER Nationalfeiertag.

Die Verfassung vom 3. Mai 1791 (Polnisch: Konstytucja trzeciego maja) wurde am 3. Mai 1791 im Warschauer Königsschloss vom Sejm verabschiedet. In Erinnerung an die Verfassung ist der dritte Mai Nationalfeiertag in Polen.

Der britische Historiker Norman Davies beschreibt die Verfassung vom 3. Mai 1791 als „erste ihrer Art in Europa“; andere Quellen bezeichnen sie als älteste moderne Verfassung Europas bzw. nach der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika vom 17. September 1787 als zweitälteste der Welt.

Das wäre doch ein Grund für einen Freitag auch bei den Deutschen. Die ersten deutschen Demokraten kämpften für ihre Paulskirchenverfassung.

Zum Gedenken auch an:

Robert Blum (* 10. November 1807 in Köln; † 9. November 1848 in der Brigittenau bei Wien) war ein deutscher Politiker, Publizist, Verleger und Dichter in den Jahren vor und während der Revolution von 1848. Er stammte aus der Unterschicht und hatte sich zum Teil autodidaktisch weitergebildet. Auch war er eine führende Persönlichkeit der liberalen und nationalkirchlichen Bewegung des Deutschkatholizismus.

Er war Abgeordneter in dem als Folge der Revolution entstandenen ersten demokratisch gewählten gesamtdeutschen Parlament, der Frankfurter Nationalversammlung. Dort setzte er sich als einer der führenden Köpfe der Demokraten für eine republikanische Verfasstheit des deutschen Nationalstaats ein. Dabei war er auf Kompromisse mit dem linken Flügel der Liberalen ebenso bedacht wie auf einen strikt demokratischen Kurs.

Allgemein war sein politisches Handeln eher von den situationsgegebenen Erfordernissen bestimmt als von einem programmatischen Kurs. Während der zweiten Revolutionsphase nahm Blum am Oktoberaufstand 1848 auf der Seite der Revolutionäre an der Verteidigung Wiens gegen die kaiserlich-österreichischen Truppen teil und wurde nach der Niederschlagung des Aufstands nach einem Standgerichtsurteil hingerichtet.

Nein nicht sinnvoll.

Obwohl, noch ein arbeitsfreier Tag...

Aber nein. Tag der deutschen Einheit ist ja da

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