Wäre es nicht sinnvoll auf der Autobahn eine Spur abzutrennen für Expressfernbusse die 130 km/h fahren dürfen und die verbleibenden Spuren nur noch?

3 Antworten

Wo liegt der Vorteil?
So viele Busse wird es überhaupt nicht geben. Warum so langsam? Die könnten doch 250km/h fahren.

Man kann nicht einfach eine Spur abtrennen. Die Spur ist ja den halben Tag ungenutzt, bis mal ein Expressbus vorbeifährt.

Es wird ja dann bald sehr viele verbindungen geben. Die auch genutzt werden weil es nie wieder Stau geben wird. Die busse können dann auch mit Fahrassistenz in der Spur gehalten werden sodass 130 km/h oder noch etwas mehr auch möglich sind.

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So einfach ist die Welt nicht.

Dann könnte alle 2 Minzten ein Fernbus fahren, also könnte es jegliche direktverbindung geben.

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Man braucht aber nicht alle 2min eine Verbindung, der Befarf ist wohl viel geringer

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Für wie wahrscheinlich haltet Ihr aktuell ein generelles Tempolimit von 130Km/h für alle Kraftfahrzeuge auf der Autobahn?

Die unmittelbare Folge wäre, dass die Autoindustrie nicht mehr hunderttausende Testkilometer Vollast-Autobahnfahrt mit sog. "Erlkönigen", d.h. neue noch getarnten Modellen, auf deutschen Autobahnen zurücklegen könnte. Dadurch könnte die Glaubwürdigkeit der deutschen Vollgas-industrie empfindlich leiden. Wie keine andere Industrie würde sie dadurch geschwächt.

Allerdings wäre ein Co2-Rückgang zweifellos die Folge, und zwar auf doppelte Weise: einerseits über die direkte Spritersparnis aufgrund der langsameren gefahrenen Geschwindigkeit, andererseits darüber dass bei langen Strecken die Bahn zgl. der Fahrzeit wieder konkurrenzfähiger würde und mehr Vertreter mit der Bahn fahren würden statt alleine im großen Firmenkombi.

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Was hälst du von Tempolimit?

Deutschland ist die einzige westliche Industrienation ohne ein generelles Tempolimit, weltweit gibt es rund ein Dutzend Länder, in denen man so schnell Auto fahren darf, wie man will und kann.

Was wäre, wenn auch Deutschland das Tempo drosselte? Wenn man auf allen Autobahnen maximal 120 Stundenkilometer fahren dürfte?

Schnell kommt der Einwand, dass heute schon durch temporäre und dauerhafte Tempolimits fast nirgends mehr „freie Fahrt für freie Bürger“ gilt. Doch das stimmt nicht. Eine Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) von 2015 ergab, dass auf 70,4 Prozent der insgesamt 25.767 Autobahnkilometer keinerlei Tempolimit gilt (rechnet man Baustellen mit ein, sind es rund 60 Prozent).

Für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung sprach sich im Jahr 2017 in einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) eine knappe Mehrheit von 52 Prozent aus, 47 Prozent waren dagegen. Bei den Frauen sind zwei Drittel für ein Tempolimit, in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen sind 61 Prozent dagegen.

Laut einer Berechnung des Centre for Economics and Business Research (CEBR) entstanden im Jahr 2013 jedem deutschen Autopendlerhaushalt durch Staus im Durchschnitt 1152 Euro an zusätzlichen direkten (Spritverbrauch, Zeitverlust) und 434 Euro an indirekten Kosten (Lkw und Geschäftsreisende im Stau, deren Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden) – insgesamt 1658 Euro pro Haushalt und Jahr. Bis 2030 soll diese Zahl um 34 Prozent auf 2122 Euro zunehmen.

Der Verband Unfallforschung der Versicherer (UDV) geht davon aus, dass geringere Differenzgeschwindigkeiten dazu führten, dass weniger Unfälle passieren und dass diese weniger schwer verlaufen. Die beste Ausnutzung einer Autobahnspur wird laut Verkehrsclub Deutschland mit 2600 Fahrzeugen pro Stunde übrigens bei Tempo 85 erzielt.

Die größten Krachmacher sind gar nicht die Raser, sondern Schwerlaster – die ohnehin nicht schneller als Tempo 80 fahren dürfen. Ein 30-monatiger Großversuch an der A45 bei Dortmund, bei dem die Maximalgeschwindigkeit sogar auf nur 100 km/h festgelegt wurde, änderte die Schallemissionen kaum.

Ein zusätzliches Problem: Liefert die Verkehrslage keinen Anlass für ein Tempolimit, halten sich viele Autofahrer auch nicht daran.

Lange Rede kurzer Sinn:

Es ist ein umstrittenes Thema und darum geht es.

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