Wäre es nicht sinnvoll, alle Religionen zu verbieten?

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Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen) 66%
Ich möchte etwas ergänzen bzw. meinen Senf dazu geben 26%
Ich bin völlig deiner Meinung (bitte begründen) 6%

23 Antworten

Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Das ist eine naive Vorstellung, man könne Religionen "verbieten". Man kann dies nicht, und unser freiheitlicher Staat (bitte mal darüber informieren!) sieht so etwas auch gar nicht vor. Das ist in etwa so "sinnvoll", wie das Autofahren zu verbieten (weil es ja Unfälle gibt), oder den Alkohol zu verbieten (weil es ja Alkoholmissbrauch gibt; übrigens sind wir in dem Punkt in der Nähe des Islam angekommen, der auch so "sinnvolle" Verbote verbreitet).

Ängstliche Menschen wollen gerne mit Verboten hantieren, weil sie glauben, damit der Menschheit einen Dienst erweisen zu können. Im Islam ist es verboten, dass Frauen unverschleiert herumlaufen, man erhofft sich davon, der "Sittlichkeit" mehr Geltung zu verschaffen. Funktioniert aber nicht, denn die Männer sind dadurch auf Äußerlichkeiten gepolt, und sobald mal eine unverschleierte Frau vorbeikommt, wird sie gleich als "Freiwild" angesehen.
Ist also Käse.

Religionen zu verbieten (was der Kommunismus oft haben wollte; zudem sehe man mal nach Nordkorea: keine "normale" Religion ist erlaubt, dafür ist es erlaubt, dem verrückten Kim zu huldigen, das ist noch schlimmer...) ist ein untauglicher Versuch, den (existenten) unangenehmen Extremformen zu begegnen.

Das ist genauso, wie den ganzen Straßenverkehr einzustellen, weil es ein paar % unbelehrbare Raser gibt. Über 90% der religiösen würden sich (zu Recht!) fragen, was das nun für ein "freiheitlicher" Staat sein soll, der aus purer Ängstlichkeit Freiheitsrechte über Bord wirft.

Ich mag z.B. die AFD nicht, aber ich bin NICHT dafür, sie zu verbieten. Das ist ein völliger Irrweg, alles, was einem riskant erscheint, verbieten zu wollen. Ich bin Nichtraucher, aber ich bin NICHT dafür, Tabakwaren zu verbieten. Es gibt noch mehr Beispiele.

Deutsche Unsitten:
1) jammern, dass alles so schlimm sei
2) verbieten, was einem "unangenehm" erscheint

Freiheit heißt auch, dass Menschen das machen dürfen, was ich nicht für gut finde, solange es nicht den Gesetzen widerspricht. Ich mag diese Einstellung nicht, alles, was man selber nicht mag, einfach verbieten zu wollen. Es geht um unsere Freiheit.

Ich möchte etwas ergänzen bzw. meinen Senf dazu geben

Die Religionen selber müssten gar nicht verboten werden. Dies hätte auch keinen Sinn, denn es würde so nur zu Aufständen der Religionsanhänger kommen und viele würden leicht radikalisiert werden können, bzw. würden sich selber radikalisieren.

Anstatt also Religionen von heute auf Morgen vollständig zu verbieten, sollte man nur ihre öffentliche Ausübung und Demonstration verbieten und auf dieselbe Stufe wie Erregung öffentlichen Ärgernisses stellen, denn, wenn wir ehrlich sind, hat das öffentliche Demonstrieren der Religion vielerorts bereits einen solchen Status erlangt.

Auf diese Weise würde den Gläubigen ihre anachronistische Einstellung nicht genommen werden, jedoch hätten sie so weniger Mittel und Möglichkeiten sie zu demonstrieren. Das System der Indoktrination, welches die Religionen heute noch am Leben erhält, würde zusammenbrechen und die Menschen würden über kurz oder lang alle von alleine zur Vernunft finden.

Das friedliche Leben und den ungehemmten wissenschaftlichen Fortschritt würde es auf diese Weise trotzdem geben.

Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Ob Religionen verboten werden wäre denen relativ egal, die einer Religion angehören. Sie würden sich trotzdem entsprechend organisieren und treffen.

Beispielsweise waren eine bestimmte Zeit lang einige Religionen auch hier in Deutschland verboten und dennoch haben sich die Anhänger der betreffenden Religionen nicht daran hindern lassen, sich zu organisieren und zu versammeln. Natürlich war es dann riskanter und man traf sich in privaten Wohnungen anstatt in entsprechend öffentlichen Gebäuden, aber ansonsten würde sich nichts ändern.

Religionen zu verbieten würde bedeuten, ein wichtiges Grundgesetz, nämlich die Religionsfreiheit, abzusetzen. Als nächstes wäre dann die Meinungsfreiheit dran und schlussendlich die Freiheit allgemein. Das hatten wir in Deutschland schon einmal und wer das auch nur im Ansatz miterleben will, hat aus der Vergangenheit nicht das Geringste gelernt.

Heinrich Heine soll einmal gesagt haben: "Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." Damals wurden religiöse Bücher verbrannt und es käme beim Verbot von Religionen derselben Entwicklung gleich.

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