Wäre es möglich, dass einer der Marsmonde Phobos und Deimos in den Mars stürzt und welche Auswirkungen hätte das für den Mars?

3 Antworten

Tatsächlich nähert sich Phobos dem Mars jährlich um etwa 1,8m. Er würde damit voraussichtlich in 50 Millionen Jahren auf der Oberfläche einschlagen und gewaltigen Schaden verursachen. Nur zum Vergleich, Phobos hat einen (maximalen) Durchmesser von 26,8km, der Asteroid, der die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren aussterben ließ war gerade mal etwa 10km groß. Man kann also davon ausgehen, das sich das Klima durch den aufgewirbelten Staub auf dem Planeten verändern wird und der Aufprall selbst Unmengen an Energie freisetzt. Sollten wir Menschen, oder unsere Nachfahren den Mars bis dahin besiedelt haben, sollten wir uns darauf gefasst machen. Allerdings ist hierbei zu erwähnen, dass Wissenschaftler vermuten, der Mond würde durch die Gravitation des Mars auseinandergerissen und letztendlich einen Ring, vergleichbar mit den des Saturn, um den Planeten bilden. Damit würde er nie auf der Oberfläche einschlagen und keinerlei Schäden verursachen. Übrigens: Deimos hingegen entfernt sich vom Mars und wird seinem gravitativen Einfluss irgendwann entfliehen.

Das läßt sich nicht mit einem Meteoriten vergleichen. Die Aufprallenergie ist ja in der Masse nur linear, in der Geschwindigkeit aber quadratisch. Und die Relativgeschwindigkeit zwischen Mond und Mars ist vergleichsweise gering.

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In der Tat nähert sich Phobos dem Planeten Mars. Der Grund dafür ist, dass wegen senes extrem kurzen Abstands seine Umlaufdauer kleiner ist als die rotationsdauer des Planeten.

Phobos hat eine schwache, aber dennoch existente Gravitation auf den Planeten Mars, an der vorderen Seite des Mars' ist dieses Feld stärker als an der Rückseite (ist bei jedem Gravitationsfeld so), daher wird der Mars etwas verformt, also in die Länge gezogen (dies nennt man Gezeiten). Nach kurzer Zeit ist der Mond schneller weitergezogen als der Mars sich gedreht hat, er eilt also dem "Marsberg" voraus. Da dieser Marsberg (ist nur eine Kleinigkeit) wegen seines kürzeren Abstands zum Mond eine etwas höhere Gravitationsfeldstärke auf dem Mond hat, der Mond aber schon etwas weiter ist, wird Phobos also von dem verformten Mars gebremst (die Verformung wandert dann auf dem Mars natürlich weiter, wie das Wasser auf der Erde durch die Gezeiten des Mondes). Phobos wird auf seiner Umlaufbahn also langsamer und nähert sich demnach dem Mond.

Im Ünrigen wirkt (Newton 3, Actio = Reactio) Phobos in gleicher Weise auf seinen Planeten Mars zurück, er beschleunigt den Mars in seiner Rotation entsprechend.

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Die Auswirkungen wären heftig, aber die stürzen schon nicht in den Mars ^^ die entfernen sich wohl wie unser Mond von Jahr zu Jahr um ein paar cm.

In der Regel ist das bei Monden so, Phobos allerdings dreht sich schneller um den Mars als der Mars um sich selbst, der Mars bremst seinen Mond daher und dieser stürzt langsam auf den Planeten zu.

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