Wäre es gut, wenn eine Festpreispolitik eingeführt wird?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Folge wäre der komplette Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystems.

Zahlungsmittel sind im Grunde nichts Anderes als ein "Gutschein" für Leistung. Wenn ich zu dir sage: "Ich gebe dir ein Brötchen, wenn du mir dafür ein Haus baust", wirst du vermutlich ablehnen. Aber wenn ich dir ein Brötchen dafür gebe, dass du meine Einfahrt fegst, und du gerade mächtig hungrig bist, sieht es schon anders aus.

Eine Ware ist immer genau das wert, was jemand bereit ist, dafür zu zahlen (also zu leisten). Wenn du jetzt aber gesetzlich festlegen möchtest, dass eine gefegte Einfahrt immer genau ein  Brötchen wert ist, bekommen wir ein Problem, wenn Weizen plötzlich knapp wird. Denn jetzt hat plötzlich jeder Hunger, jeder rennt mit einem Besen herum und will Einfahrten fegen, und niemand hat Brötchen übrig, die er dafür hergeben würde.

"Wert" kann man nicht gesetzlich festlegen.

Das hatten wir in Westdeutschland schon mal, aber nur für kleine Teilmärkte. So z.B. gab es Festpreise für alle Braun (Frankfurt) Audiogeräte. Diese Geräte versuchten am Bauhaus-Stil angelehntes Design (von Designer Rams) mit hochwertiger Technik für Yuppie-Publikum bereitzustellen.

So kostete z.B. ein Tonbandgeräte im Festpreis 2.400 DM, das waren damals ca. 2 bis 3 Monatsgehälter eines Facharbeiters. Gekauft wurde das Teil dann natürlich nur von Yuppie-Publikum (z.B. Rechtsanwälte), für die das auch ein wertiges Prestigesymbol darstellte.

Habe aber gehört, die Teile vor voll der Mist waren, da sie sich so sehr erhitzten, dass sich sogar die Kunstoffspulen verformten. Das haben die Yupies aber natürlich damals nicht komuniziert.

Waren aber alle mit dem Modell sehr zufrieden: Der Hesteller hat sich damit dumm und duselig verdient, die Yupies hatten ein Prestigeobjekt und Fachzeitschriften für Audiophile was zu bewundern. Natürlich in Wahrheit alles nur ein riesiger Hype! LOL

Führen wir doch einfach die Planwirtschaft ein. Resultat wäre wie schon einmal Untergang eines Staates (DDR-Sowjetunion)

Damals hatten die noch keine KIs und Systeme zur Analyse von den Daten aus den sozialen Netzwerken. Ich schätze die Planwirtschaft hätte heutzutage auf jedenfall bessere Chancen zu überleben, aber müsste natürlich über Jahrzehnte Stück für Stück in verschieden Bereichen eingesetzt werden, um die Auswirkungen dort zu beobachten.

^-^

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Alter Hut.

Die Deutschen östlich der Elbe hatten das bis 1990, bis ihr Festpreis-Staat zusammengekracht ist, zwar nicht ausschließlich wegen der Festpreise, aber wirtschaftlich war die DDR am Ende.

Eine Regierung kann jederzeit per Notverordnung die Preise einfrieren, da brauchte sie nicht lange fragen.

Bei uns - nöö!

Dazu müßten die Notstandsgesetze in Kraft treten, also ein Krieg muß her! - Hmmm.....

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@nax11

Sonst brauchte es keine Notstandsgesetze.
Oder der Staat subventioniert die Preise, wie einst zu EWG Zeiten, oder die Kiste mit der Kaufprämie für Autos.

Ist nur der s.g politische Wille, der das eine oder andere in Szene setzt.
Der Wirtschaft ist das weitestgehenst schnurz, die verfahren nach dem Motto "wr die Musik bestellt, bezahlt".

Als die Telekom noch das staatliche Monoplol hatte, kostete eine Gesprächsminute Ferngespräch noch 3,80 DM , ein Telefonanschluss 65 DM/Monat  und 400 DM Anschlußgebühr.

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