Wäre es besser gewesen, wenn die Menschen nicht sesshaft geworden wären und heute noch als Jäger und Sammler leben würden?

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6 Antworten

Eines ist mal gesichert, niemand von uns säße dann am PC, wir jagten entweder in den Wäldern herum oder säßen an einem Lagerfeuer, oder hockten in einer Höhle herum, ggf. würde uns auch schon mal ein Bär zerreißen, oder ein Wisent uns aufspießen, alles wäre denkbar. Könnt aber auch sein, dass wir fleißig einen Spieß mit viel Fleisch daran um die eigene Achse drehten, bis dass es garte. Wieder andere mampfen gerade was Fleischiges, odwer kauen an einer wurzel, während die nächsten schon hinter einem Busch tapfer drauflos hockeln, bis das es stöhnt und hechelt. Nebenan haucht indes just ein Mensch sein Leben aus, der Nächste betrachtet besorgt seine Wunden, während andere eine Geschichte eines Mannes erlauschen usw.

P.S. so ne Riesenladung an Menschen gäbe es dann natürlich nicht, maximal vielleicht 10 Millionen, dann wäre aber Schicht im Schacht und an der Höhle.


Weil die Erde viel zu wenig hergibt, um jagende und sammelnde Menschen zu ernähren.

Um Milliarden von Menschen ernähren zu können braucht man Ackerbau und Viehzucht. Also sesshafte Menschen.

Wenn die Menschen nicht sesshaft geworden wären, gebe es heute nicht so viele Menschen (da sich die Gesamtbevölkerung erst durch die neolithische Revolution stark gewachsen ist)

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@Neoliberalist

Das stimmt. Dann wären damals viele verhungert und es hätte dann weniger gegeben. Aber niemand wollte freiwillig verhungern. Sondern man hat lieber Landwirtschaft betrieben. Wenn man heute Leute fragt, wollen die auch lieber Landwirtschaft betreiben und sesshaft sein, als verhungern.

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Eine sehr gute Frage, die aber wie immer in der "Alternate History" viele Antworten zulässt, von denen keine beweisbar ist. Ein kleiner Hinweis aber; es hat Menschen gegeben, die nie den Weg zu Ackerbau und Viehzucht fanden, die Neanderthaler. Ihr Schicksal ist bekannt. Andererseits haben kleine Ethnien ohne Sesshaftigkeit bis heute überlebt, nehmen wir die Inuit, die Samen, die San, die Aborigines, ... . Nur sieben Milliarden werden wir nicht mit Jagen und Sammeln durchbringen, ich fürchte, nicht einmal mit ökologischem Landbau, auch wenn das manche Öko-Aktivisten bei aller Würdigung ihrer gut gemeinten Absichten nicht wahrhaben wollen.

Dann hätten sie wahrscheinlich nicht soviele Erfindungen hervor gebracht und würden heute noch mit Speer und Axt jagen. Vielleicht wäre das ja ein Vorteil für den Rest der Welt, aber sicher nicht für uns ;-)

Och nee, dann käme ich vor lauter Beerensammeln und Bärenjagen ja gar nicht zum Lesen.

Gruß, earnest

Vor allem hättest du dann den Unterschied zu Bärensammeln und Beerenjagen schmerzhaft erfahren müssen. ;-)

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Warst du zufällig als Kind irgendwann mal krank und dein Leben wurde durch irgendwelche popeligen Allerweltsprodukte der Pharmaindustrie gerettet ? So popelig dass der Arzt gar nicht erwähnt, wie so was ausgehen könnte ?

Zum Beispiel ein Mittel gegen Durchfall, an dem in der dritten Welt - genau wie bei den Jägern und Sammlern - jedes fünfte Kind stirbt ? Weil da keine Kräuter dagegen helfen und die 50Cent-Medikamente einfach nicht verfügbar sind ?

Wenn ja: Dann überlege mal wie das für dich bei den Jägern und Sammlern gewesen wäre...


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