Wäre es besser, den Namen Gottes nicht auszusprechen?

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4 Antworten

Welchen Namen? JHWH oder doch einen der 72 anderen?

Ernsthaft:
Das ist eine mystische Frage. Mystik ist das Erleben des Übernatürlichen. Daran ist immer ein das Übernatürliche erlebendes Subjekt gebunden. Daher kann die Antwort auf diese Frage nur subjektiv sein.

Einfach gesagt; Das muss jeder für sich selbst beantworten.

Persönlich empfinde ich es als Verstärkung, wenn ich Worte ausspreche statt sie nur zu denken. Würde ich einen Gott anrufen und sicher gehen wollen dass er mich hört, dann würde ich seinen Namen nicht nur aussprechen, sondern wenn nötig so laut als möglich ausrufen!

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Das Judentum ist die einzige mir bekannte Religion, die den Namen Gottes nicht ausspricht. Allerdings sollte man nach Empfehlung von Papst Benedikt XVI. den Namen Gottes auch als Christ nicht aussprechen und zwar aus Respekt vor dem Judentum.

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Liebe(r) Lambagda,

  • warum hältst Du den Umgang „der Juden“ mit dem Namen unseresGottes für ein gutes Beispiel?
  • Und gemessen woran erscheint es Dir besser zu sein, den Namen Gottes nicht auszusprechen?
  • Welche triftigen Gründe -  außer Feindschaft  -  sollten jemanden veranlassen, einen Namen totschweigen zu wollen?
  • Und haben Namen überhaupt den Sinn, nicht benutzt zu werden?Oder ist nicht eher das Gegenteil der Fall?
  • Ja und,   wieso denn wohl sollte ausgerechnet der Namedes Schöpfers,  „dem  (nach Epheser 3:15) jede Familie im Himmel undauf Erden ihren Namen verdankt. . .“  wieso denn wohl sollte ausgerechnet er selbst nicht bei seinem Namen genannt werden sollen oder wollen?

Fragen über Fragen, die man klären sollte  -  und hoffentlich stimmst Du mir zu,  dass derjenige, um dessen Name es hier geht, unbedingt gefragt werden sollte, wie er Deine Frage beantwortet wissen möchte   -  oder?

Kurzer Rückblick:

Weit über 2.000 Jahre nachdem sich ein erstes Menschenpaar einschließlich der allermeisten ihrer Nachkommen undankbarer Weise dafür entschieden hatten,  ihr Dasein unabhängig  von ihrem Schöpfer zu gestalten,  wandte sich Gott an den gottesfürchtigen Abraham und dessen Nachkommen.

Sein erklärtes Ziel damals war es,  diese wachsende loyale Familie  aus ihrer Sklaverei in Ägypten zu befreien  und sie zu einem abgesonderten Volk für seinen Namen zu machen. Wörtlich: „Dich hat Jehova, dein Gott, erwählt, sein Volk zu werden, ein besonderes Eigentum, aus allen Völkern, die auf der Oberfläche des Erdbodens sind.“ (5. Mose 7:6).

Und nun beachte bitte:  Gott befreite dieses Volk aus einem Land, in dem es selbstgemachte Götter, Göttergruppen und Göttertriaden in verwirrender Fülle gab.

Was also war nahe liegender, als diesem neu erkoren Volk als allererstes in Sachen Anbetung eine grundlegende Änderung plausibel zu machen.  Seinem Diener Moses übertrug er daher folgende Anweisung:

"Sag den Israeliten: 'Jahwe, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, hat mich zu euch geschickt.' Das ist mein Name für immer.  Mit diesem Namen sollen mich auch die  kommenden Generationen  ansprechen."  (2.Mose 3:15   Neue evangelistische Übersetzung)

Und nun   -  ein „paar Tage“  später (nach göttlichem Zeitmaß)  kommst Du, 
liebe(r) Lambagda  -  daher und fragst, ob es nicht besser wäre, den Namen Gottes nicht auszusprechen?

Gottes Antwort lautet doch  (wie oben zitiert):   „Das ist mein Name für immer.  Mit diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen“.

Glaube bitte, wenn der allmächtige Gott und Schöpfer des Himmels und der Erde das so formulieren lässt, dann - da können wir beide ganz sicher sein - dann meint er das auch so.

Die damals Angesprochen allerdings beherzigten diese Anweisung viel zu oft nur halbherzig - und trotz jahrhundertelanger Langmut war Gottes Geduld mit ihnen zu Ende, als man seinen Sohn ermordete. 

Ob er wohl mit jenen aus den "kommenden Generationen", die mit  hartnäckiger  Zielstrebigkeit seinem „Namen für immer“ das Gleiche antun wollen, anders verfahren wird?

Ich fürchte Nein.

Sollte man nun,  nicht nur als Jude, sondern auch als Christ,  diese Satzungen Gottes wirklich ernst nehmen?

Fragen wir dazu Gottes Sohn, Jesus Christus selbst:

Als Jesus  von einem Schriftgelehrten gefragt wurde, welches das „erste Gebot“  ist, zitierte er laut Markus 12:29, 30 aus 5.Mose 6:4-5: „Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist  e i n Jehova, und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn [oder Verstand] und mit deiner ganzen Kraft.“

Wenn daher Anbeter Jehovas / Jahwes den Text lesen, den ich oben zitiert habe - und den ich hier noch einmal wiederhole: „Sag den Israeliten: 'Jahwe, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und  Jakobs, hat mich zu euch geschickt.' Das ist mein Name für immer. Mit diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen." (2.Mose
3:15 Neue evangelistische Übersetzung) – wenn also ernsthafte christliche
Anbeter Gottes diesen Text aufmerksam lesen und dabei ihren ganzen Sinn oder Verstand gebrauchen, dann verstehen sie problemlos Gottes Anordnung, dass auch die kommenden Generationen ihn mit seinem Namen ansprechen sollen, eben weil das „sein Name für immer"  ist. Und alles, was nach Gottes Willen für immer Gültigkeit hat, ist etwas  Grundlegendes und Dauerhaftes. Dazu gehört das erste oder größte Gebot ebenso wie sein „Name für immer“.

Was aber ist mit dem Argument . . .

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Kommentar von Abundumzu
09.03.2016, 11:26

Was aber ist mit dem Argument, auf das sich „vorbildliche Juden“ (wie Du sie nennst) berufen, wenn sie auf  2. Mose 20:7 verweisen, um damit ihr „schweigsames“ Verhalten zu begründen?   

Dort kann man lesen: „Du wirst den Namen Jahwes, deines Gottes, nie missbrauchen!  Denn Jahwe wird jeden bestrafen, der seinen
Namen mit Nichtigkeiten in Verbindung bringt“
(aus der gleichen Übersetzung wie oben).

Ganz grundsätzlich erlässt Jahwe / Jehova niemals Gesetze, die einander widersprechen.  Um also  beides miteinander in Einklang zu bringen,  kommen wir nicht umhin erneut unseren“ ganzen Verstand“ zu nutzen:

Wenn nämlich der allmächtige Gott darauf besteht, dass „alle kommenden Generationen“ ihn mit seinem „Namen für immer“ ansprechen, gleichzeitig aber klar stellt, dass er jeden bestrafen wird, „der seinen Namen mit Nichtigkeiten in Verbindung bringt“, dann ist das für aufrichtige und loyalen Geschöpfe, die ihn „mit ihrem ganzen Herzen lieben“ und ihn schon deshalb gern mit seinem „Namen für immer“ ansprechen, gar kein Problem, sorgfältig darauf zu achten, dass sie seinen heiligen Namen ehrfurchtsvoll und mit größtem Respekt gebrauchen und ihn niemals mit Nichtigkeiten in Verbindung bringen.

Wer allerdings unlautere Hintergedanken hegt - und sich in Sachen „Nichtigkeiten“ nicht gern festlegen möchte - oder anders ausgedrückt:  wer sich eine Hintertür offen lassen will, der wird es tunlichst vermeiden, den Namen unseres Gottes überhaupt zu gebrauchen. Allerdings wird bei solchen Überlegungen außer Acht gelassen, dass es angesichts der Aufforderung Gottes, „mit
diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen“,
 wohl die denkbar größte Nichtigkeit ist, diesen hohen und heiligen Namen totzuschweigen oder durch eine Nichtigkeit in Form eines nicht legitimierten Ersatzbegriffes zu gebrauchen. 

Das eine hebt also das andere nicht auf, denn erst wer Gottes
Namen gebraucht,  kann sich als jemand erweisen, der sorgfältig darauf achtet, ihn nicht „mit Nichtigkeiten in Verbindung zu bringen“  -  oder?

Deshalb also ist es keinesfalls nicht nur nicht „besser, den
Namen Gottes nicht auszusprechen“- sondern es ist eine sträfliche Missachtung des klaren  göttlichen Reglements   „mit diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen“!

Ich hoffe  also sehr, dass diese Erkenntnisse nachvollziehbar sind.

Falls es jemandem schwer fallen sollte, diesen Gedankengängen auf Anhieb zu folgen, dann sollte er bitte noch Psalm 119:160 mit in Betracht ziehen. Dort erfährst man, dass erst „die Summe deines
Wortes Wahrheit ist“ (Schlachter Bibel).

Auch die Summe der beiden Grundsatzaussagen, die hier
erwogen wurden. 

Alles Gute.

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7

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