Wäre eine Rot-Gelbe Koalition im Bund denkbar?

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8 Antworten

Eine sozialliberale Koalition wäre nach aktuellen Umfragewerten ausgeschlossen, beide Parteien würden vielleicht 35 % zusammen erreichen.

Denkbar wäre sie dennoch theoretisch, definitiv besser als die derzeitige GroKo, und das Beste daran wäre, dass Merkel nicht mehr Kanzlerin werden könnte. Es hat sich zu Zeiten von Brandt und Schmidt gezeigt dass die Kombination aus Sozialdemokratie und Liberalismus über eine lange Zeit hinweg funktionieren kann, sofern die richtigen Leute an die Macht kommen, und wer sollte das dieses Mal sein? Schulz für die SPD? Oder gar Gabriel? Lindner für die FDP? Keine besonders optimistisch stimmenden Aussichten.

Anknüpfen an Schmidt und Brandt wäre kaum möglich, denn die Verhältnisse in Deutschland und der Welt haben sich seit deren Glanzzeiten ebenso verändert wie die Profile und Situationen der beiden Parteien. Die FDP steckt nach ihrem triumphalen Niedergang mitten in einer Umstrukturierungsphase, die SPD ist auch nur noch ein Schatten ihrer selbst. 

Ausnahmetalente, große Rhetoriker, Staatsmänner, Diplomaten und Ökonomen wie Brandt, Schmidt, Scheel und Genscher gibt es derzeit nicht, und solche Leute bräuchte man neben günstigeren Wahlergebnissen, um eine gute sozialliberale Koalition zu bilden, beide Voraussetzungen sind aber nicht erfüllt. Aus diesem Gründen bleibt es wohl bei der Überlegung und Frau Merkel wird wieder ein neues Kabinett bilden können, fragt sich nur mit wem. 

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Kommentar von 213Anonym01
18.06.2017, 23:38

Vielen Dank für den Stern :)

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So eine Koalition wäre schon denkbar. Die FDP koaliert mit jeden, der ihr Posten verschaffen kann.

Allerdings hat die FDP von heute nicht mehr mit der F.D.P. von damals gemeinsam. Daher gibt es auch kein Anknüpfen an die damalige Sozialliberale Politik.

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Nein, es ist kaum denkbar, dass die SPD jemals wieder so viele Wähler hinzugewinnt, dass der Gedanke auch nur in die Nähe von Realismus rückt.

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Die FDP ist heute wohl weiter von der SPD entfernt als die CDU. Martin Schulz hat das Thema "Gerechtigkeit" in den Mittelpunkt seiner Politik gestellt. Da dürfte die Lobbypartei der Wirtschaft ein ungeeigneter Koalitionspartner sein.

Wichtiger als das Adoptionsrecht für Homosexuelle wären günstige Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, faire Löhne, eine stärkere Beteiligung der Wirtschaft an den Sozialleistungen. Da macht die FDP als Partner einfach keinen Sinn.

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Die heutige FDP ist nicht mehr die FDP von Genscher und anderen, die nicht nur wirtschaftsliberal sondern auch gesellschaftspolitisch liberal waren. Eine SPD-FDP Koalition wird es im Herbst nicht geben. Sie hätte auch nicht genügend Mandate.

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Wir hatten so eine Koalition unter Brandt und Scheel. Ihr ist die Wende der Ostpolitik zu verdanken.

Leider gibt es heute in der SPD keinen Brandt und auch keinen Helmut Schmidt. Wer will schon mit Herrn Stegner koalieren?

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Denkbar ist immer alles. Realistisch ist es hingegen nicht.

Was ich davon halte:  Die FDP sollte niemals mehr Regierungsverantwortung bekommen. 

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Nein, sie ist nicht denkbar, die SPD steht bei 24-25% in aktuellen Umfragen, die FDP bei 7-10%, das bedeutet, dass sie zusammen ca. 33% haben, das reicht niemals für eine Mehrheit. Ein weiterer Punkt ist für mich, dass die FDP im Moment eher auf Schwarz-Gelb zusteuert als auf Rot-Gelb und das ist gut so! 

zu 2. : Nein, ich glaube kaum, dass diese Koalition an die Sozialliberale Koaliton politisch anknüpfen würde, da sich die SPD heute ganz anders positioniert als 1969, damals war sie deutlich realpolitischer und liberaler, heute ist sie sehr weit links und nähert sich mit ihren Forderungen dem Bereich der Unerfüllbarkeit doch stark an. Die FDP hat sich deutlich anders positioniert und deshalb glaube ich nicht, dass ein Koalitionsvertrag überhaupt zustandekommen würde!

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