Wäre die Welt ohne Religion?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

Ja 68%
Nein 31%

26 Antworten

Hallo Zijenzi,

es gibt eben nicht nur Schwarz oder Weiß! Daher konnte ich mich für keine der beiden Auswahlmöglichkeiten entscheiden.

Die Frage ist: Würde man diese Welt wirklich besser machen, wenn man Religionen einfach abschafft? Worin liegt denn das eigentliche Problem? Ist es die Religion als solche? Oder ist es nicht eher so, dass Religion vielfach missbraucht wurde und deswegen durch sie alle Arten von Missständen hervorgebracht wurden?

Religion oder Anbetung ist ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, der Wunsch danach ist sogar tief im Menschen verwurzelt. Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Die Religionen befriedigen zum Teil dieses Verlangen.

Der tiefere Grund dafür, dass sich die Religionen nicht als eine Kraft zum Guten erwiesen haben, liegt im Menschen selbst. Die Bibel drückt es so aus: "Die Neigung des Menschenherzens ist böse von seiner Jugend an" (1.Mose 8:21). Jeder Mensch hat also gewisse schlechte Neigungen und Wünsche ererbt. Das heißt aber nicht, dass man diesen Neigungen einfach folgen muss. Wir haben auch die Fähigkeit mitbekommen, uns selbst zu steuern und ein schlechtes Verlangen zu beherrschen. Damit jedoch ein Mensch das auch tut, braucht er ein starkes inneres Motiv. Genau dieses Motiv könnten die Religionen den Menschen liefern, doch haben sie darin kläglich versagt. Warum? Zum Teil ist das auf ihre religiösen Führer zurückzuführen, die vielfach ein denkbar schlechtes Vorbild für die übrigen Gläubigen waren.

Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass sie sich weniger von Liebe zu Gott als vielmehr von Eigennutz und Machtgier beherrschen ließen. Über die religiösen Führer seiner Tage sagte Jesus treffend einmal folgendes: "Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden" (Matthäus 23:3-5). In seinen Worten bezeichnet sie Jesus treffend als "Heuchler".

Andere Beispiele, die einen regelrechten Schandfleck in der Geschichte der Religionen hinterlassen haben sind die Inquisition, Kreuzzüge und die Hexenverbrennung im Mittelalter, für die die damaligen Kirchenobersten die hauptsächliche Verantwortung tragen.

Doch Religion geht auch anders! Jesus verglicht die Religionen einmal mit "Bäumen" und und ihre Handlungsweise mit "Früchten", indem er erkläre: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen" (Matthäus 7:16-19).

Nach Jesu Worten gibt es also "gute Bäume" und "faule Bäume". Von den "faulen Bäumen" habe ich ja gerade gesprochen und die schlechten Früchte, die sie hervorbringen, haben bei vielen ein so negatives Bild von Religionen hervorgebracht.

Wie müsste denn so ein "guter Baum", also eine gute Religion aussehen? Jesus verwies ja darauf, dass man eine Religion "an ihren Früchten", das heißt an ihrer Handlungsweise messen müsste. Wie müsste diese denn aussehen? Nun, die Bibel gibt die Richtlinien vor und zeigt, wie eine Religion beschaffen sein muss, damit sie Gottes Anerkennung finden kann. Im folgenden möchte ich einige Merkmale anführen, die echtes Christentum auszeichnet:

Echte Christen beteiligen sich weder an Kriegen noch an sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen. Sie verweigern jegliche Form des Krieges und Wehrdienstes.

Biblischer Leitsatz: Jesaja 2:4: "Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen." Ein Christ meidet nicht nur Krieg und gewaltsame Konflikte, sondern fördert aktiv den Frieden, indem er sich in jedem Bereich seines Lebens als ein Friedensstifter erweist.

Sie sind so organisiert wie die Christen des ersten Jahrhunderts

Biblischer Leitsatz: Matthäus 23:8-11: "Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein." Es gibt bei ihnen keine Unterscheidung in "Geistliche" und "Laien". Diejenigen unter ihnen, die als Hirten und Lehrer fungieren, haben keine Machtstellung inne, auch wenn sie nach biblischem Muster die geistige Führung übernehmen. Sie sind Mitarbeiter ihrer Glaubensbrüder und bemühen sich darum, ein gutes Vorbild zu sein.

In allen Lebensbereichen zeichnet sie sich durch absolute Ehrlichkeit aus.

Biblischer Leitsatz: Hebräer 13:18: "Betet weiterhin für uns, denn wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben, da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen." Für einen Christen gibt es weder Notlügen noch Halbwahrheiten. Sein Reden und sein Handeln zeichnet sich durch absolute Ehrlichkeit, auch in den vielen kleinen Dingen, des Lebens aus.

Sämtliche Lehren und Handlungsweisen stützen sich auf die Bibel

Biblischer Leitsatz: Johannes 17:17: "Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit." Echter christlicher Glaube hält sich in jedem Bereich des Lebens eng an die Bibel. Für ihn haben die moralischen Standards der Bibel absolute Gültigkeit, auch wenn der Trend der Zeit oft in eine ganz andere Richtung weist.

Sie haben große Achtung vor Ehe und Familie

Biblischer Leitsatz: Matthäus 19:5,6: "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ Sie sehen in der Ehe eine lebenslange Bindung, die nur durch den Tod oder die eheliche Untreue des Partners zerstört werden kann.

Sie nehmen die Nachfolge Jesu Christi sehr ernst und lassen ihr ganzes Leben davon bestimmen.

Biblischer Leitsatz: 1. Petrus 2:21: "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt." Das zeigt sich u a. darin, dass materielle Werte nur eine untergeordnete Bedeutung haben und Dienst für Gott und für andere im Vordergrund steht. Sie versuchen in jedem Bereich Ihres Lebens das Beispiel und das Wesen Jesu Christi nachzuahmen und Ihnen widerstrebt jegliche Form von Heuchelei.

Sie machen, ebenso wie ihr Herr Jesus Christus, überall das Reich Gottes bekannt . Außerdem bieten sie anderen Hilfe an, ebenfalls Christi Nachfolger zu werden.

Biblischer Leitsatz: Matthäus 28:19,20: " Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge." In Jesu Mittelpunkt des Lebens stand sein Predigen und Lehren. Überall, wo er auf Menschen traf, erzählte er ihnen etwas von Gott und seinem künftigen Königreich. Der gleiche Eifer sollte auch einen Nachfolger Jesu kennzeichnen.

Sie gebrauchen den Namen Gottes und machen ihn anderen bekannt.

Biblischer Leitsatz: Johannes 17:26: "Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen." Ein echter Christ macht aus dem Namen Gottes keinen Hehl und gebraucht ihn ebenso freimütig, wie das Jesu und seine ersten Jünger taten.

Das sind nur einige wenige Merkmale, die für den echten christlichen Glauben kennzeichnend und bestimmend sind. Glaubst Du nicht, dass durch einen solchen Glauben die Welt ein Stückchen besser wird? Doch wie Jesus sagte, wären die meisten Menschen nicht bereit, einen solchen Glauben zu entwickeln.

Der echte christliche Glaube würde auch niemals zu einer Weltreligion heranwachsen, sondern immer nur gleichsam eine "kleines Pflänzchen" bleiben. Jesus sagte über den christlichen Lebensweg : "Eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden" (Matthäus 7:14). Nichtsdestotrotz sind wahre Christen, obwohl zahlenmäßig wenige, in dieser finsteren Welt ein Hoffnungsstrahl, oder, wie es Jesus einmal ausdrückte, sind sie "das Licht der Welt" (Matthäus 5:14).

LG Philipp

Das kommt wohl auf die jeweilige Religion und die einzelnen Menschen an, die sich nach bestimmten Glaubensvorstellungen verhalten und dabei auch ihre eigenen Ziele verfolgen (Macht, Politik, wirtschaftliche Interessen usw.).

Bedenkenswert sollte aber sein, dass es im Endeffekt auf die Wahrheit ankommen sollte. Wenn eine der bestehenden Religionen Recht hat, verbessert sie natürlich das Leben der Menschen, da sie die Bedeutung und den Sinn des Lebens aufzeigt, der sogar über das irdische Leben bis in die Ewigkeit reicht. Alle anderen Religionen verschlechtern demzufolge die Welt, da sie von der Wahrheit ablenken und in die falsche Richtung weisen.

Man könnte einwerfen, dass auch alle Religionen wahr sein könnten. Doch im Prinzip kann maximal eine Religion bzw. Glaubensrichtung wahr sein, da sich die verschiedenen Religionen und Glaubensvorstellungen zu sehr widersprechen.

Da wir Religions- und Meinungsfreiheit haben, muss es erlaubt sein, über seine Überzeugung der Wahrheit sprechen und dazu stehen zu dürfen.

Meine feste Überzeugung ist, dass es auf die Bibel ausgerichteter Glaube die Welt verbessern würde, weil Jesus gelehrt hat, andere Menschen und sogar seine Feinde zu lieben, andere zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte und ein tugendhaftes und moralisches Leben zu führen.

überaus schwer zu beantworten .. Religionen an sich sind wohl regelmäßig nichts böses und wollen nichts dergleichen.

Religion wird aber nur all zu oft dazu missbraucht Macht auszuüben. Sei es durch Reichtum oder durch Gewalt oder sonstetwas.... Fraglich ob der Zweck der Religion schon immer dieser war (?)

Persönlich würde ich ohne Relgionen nichts an meinem Leben ändern. Man muss an nichts glauben um "ein guter Mensch" zu sein das geht auch mit normalen Verstand.

Menschen die Religionen als Machtmittel missbrauchen würden immer Alternativen finden, und wenns es beduetet Land a führt gegen Land b krieg .. ist das doch nur bedingt was anderes.... warum soll ich jemand der 100km weit weg wohnt töten müssen nur weil eine virtuelle Grenze zwischen uns liegt ?

Werden Religionen irgendwann abgeschafft?

Ohne sie ginge es der Welt besser

...zur Frage

Sind Religionen noch Zeitgemäß, oder folgen wir damit nur noch einer Tradition der Toten?

Mal abgesehen von dieser Frage ob es einen Gott gibt... findet ihr das Religionen uns nicht eher einschränken und klein halten? Für mehr Frieden auf der Welt haben sie bisher offensichtlich nicht gesorgt!!! Sollten Religionen nicht besser abgeschafft werden? Irgendwie kommen sie mir eher bedrohlich vor, als bestärkend!!!

...zur Frage

Angenommen man könnte eine Zeitmaschine bauen und beweisen, dass alle monotheistischen Religionen erstunken und erlogen sind, was wäre dann los auf der Welt?

Angenommen man könnte 2000 Jahre zurück reisen nach Jerusalem und dann mit einer Kamera filmen, dass alle Charaktere der Bibel und des Korans fiktive Personen sind außer die historisch bewiesenen.

Man würde beweisen, dass es keinen Gott der Religionen gibt.

Nachdem man dann alles aufgezeichnet hat, das Video weltweit verbreiten. Was würde dann passieren?

...zur Frage

Friedliche Religion (?Friedlicher Glaube! Freiheit?

Es gibt sehr viele Religionen aber welche Religion ist die friedlichste und in der man die meiste Freiheit (das einem nichts verboten wird) und liebe spürt?

...zur Frage

Wäre es nicht angebracht, Religionen aus dem öffentlichem Leben zu verbannen?

Eine aufgeklärte Gesellschaft benötigt keine Religion. Religionen brachten seither nur Krieg, Hass und sorgt für die Spaltung der Gesellschaft.

Religionen zu tolerieren halte ich für eine zivilisierte Welt für gefährlich, da Religionen Brennpunkte für Extremismus und Hass darstellen und nicht selten eskalieren (Siehe ISIS, islamische Terroranschläge in Europa, christliche Rebellentruppen in Nordafrika, Christenverfolgung in Afghanistan und der arabischen Welt).

Sollten wir nicht endlich Schluss machen und diesen Träumern ihre Märchenbücher entreißen um uns diesen Sekten endlich zu entledigen? Ich kanns nicht mehr hören und sehen, diese Träumer. Wollen in einer aufgeklärten Welt leben, glauben aber noch auf den Mann im Mond. Und irgendwo auf dem Nordpol wohnt der Weihnachtsmann. Ganz bestimmt.

...zur Frage

In welcher Religion der Welt ist jeder Mensch Bruder und Schwester, selbst wenn sie keiner Religion angehören?

Sind doch in den meisten Religionen nur die gleichgesinnten Gläubigen Brüder und Schwester. Andersgläubige, auch als Ungläubige abgestempelt, können da keine Brüder und Schwestern sein, sondern eher Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Ist etwa die Christin, auch die Schwester der Moslems und der Juden? Oder ist die Moslemin auch die Schwester der Christen und der Juden? Und die Jüdin ist weder die Schwester der Christen noch die Schwester der Moslems. Rückständige Religionen

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?