Wäre der Honig nicht kristallisiert, wenn ich die Tube mit der Öffnung nach unten gelagert hätte?

3 Antworten

Jeder honig kandiert irgendwann einmal, der eine nach ein paar Tagen nach der Schleuderung, der andere nach mehr als 10 Jahren. Es sei denn der Honig wurde deutlich über 60°C erhitzt, und auch dieser Honig kann gelegendlich kandieren. Ob nun die Öffnung des Gefäßes in dem der Honig gelagert wird oben oder unten ist spielt keine Rolle. Du kannst den Honig aber wieder flüssig bekommen indem du ihn erwärmst, idealer weise gleichmäßig, z.B. im Wasserbad und am besten nicht Wämer als 40°C.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es kommt darauf an welchen Nektar die Bienen gesammelt haben. Darin sind unterschiedliche Zuckersorten. Einige kristallisieren schneller als andere.

Raps ist ein gutes Beispiel: Wird er nicht rechtzeitig geschleudert wird aus ihm sogenannter Betonhonig der in den Waben feststeckt. Nur die Biene kann ihn mit viel Wasser wieder lösen. So ist dieser zur Überwinterung völlig ungeeignet. Der Imker muß ihn immer wieder rühren um die Zuckerkristalle zu brechen, so wird er auch cremig. Es passiert immer wieder das dieser Honig schneller kristallisiert als gearbeitet werden kann. Aber so einen Klotz guten Honig in ein heißes Wasserbad zu stellen tut man nicht. Schade um die Enzyme im Honig die ab 40 Grad verloren gehen. Bei uns wird so ein Gefäß in einem speziellen Wärmeschrank über 1 bis 3 Tagen langsam auf ca. 39/40 Grad erwärmt.

So wie sich das bei Dir anhört handelt es sich bei Dir um Kaufhaushonig in einer Plastikflasche. Also Honigsorten aus der ganzen Welt gemischt. Den kannst Du ruhig vorsichtig erwärmen. Für den nächsten Honigkauf schlage ich ein Glas vor. Siehst Du dann das er anfängt zu kristallisieren hilft gelegentliches Umrühren. Dann bleibt er zwar nicht flüssig, wird aber auch nicht steinhart und die Kristalle bleiben klein.

Plastik ist eh das Schlimmste was der Natur angetan wird. Es hat alle Eigenschaften die Sondermüll braucht um als solcher zu gelten. Von allen Plastikoberflächen fallen immer wieder Mikroplastikteile ab. Klein genug um sogar von Wasserflöhen aufgenommen zu werden.

Seid meine Bienen mir echten Honig bringen, sehr viel Arbeit für alle, frage ich mich wie ich jemals Kaufhaushonig essen konnte.

Woher ich das weiß:Hobby

Was? Rapshonig ist zur Überwinterung nicht geeignet? Ich überwintere seit 40 Jahren auf Rapshonig und die Winterverluste liegen immer unter 10%.
Du verwechselst wohl Rapshonig mit Melezitosehonig.

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@Luftkutscher

Vielleicht habe ich nicht recht aufgepaßt. Aber so steinhart wie der ist, wird doch einiges an Wasser benötigt und raus können sie ja nicht. Sicher gibt es Luftfeuchtigkeit und auch etwas Kondenswasser. Aber würde das reichen um Bonbons zu lutschen?

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Soo hart wird weder Rapshonig noch andere Honigsorten aus der Frühtracht. Ausserdem kristallisieren diese glukosereichen Honige recht grobkörnig und die Bienen können die flüssige Phase im Winter leicht aufnehmen. Wenn im Frühjahr mit zunehmendem Bruteinschlag der Futterbedarf steigt, trägt das Volk genug Wasser oder Nektar ein, um auch die gröberen Zuckerkristalle aufzulösen und zu verwerten.

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@McBean

Wenn der Futterbedarf infolge starken Bruteinschlags sehr ansteigt, was ab Mitte März der Fall ist, gibt es keinen Dauerfrost mehr. Dann wird auch bereits Nektar eingetragen, so dass mehr Wasser als nötig zur Verfügung steht.

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@Luftkutscher

Ja , März wäre normal. Doch diese Jahr hatte ich den starken Verdacht, das ein starkes Völkchen schon im Januar anfing zu brüten. So viele Bienen kamen mit Pollen an, zwar dürftig aber immerhin und als die Krokusse beim Nachbarn in voller Blühte, da war was los. Schon an den wilden waren sie dran, wenn mal die Sonne schien. Hummeln können das ja besser. Das war ja noch vor der Weide. Sicher war ich neugierig, aber war ja zu früh. Dann kam ja nochmal Kälte. Werde mit der Zeit die Frühblüher im Garten vermehren. Habe ja noch ein paar flache Bodendecker, da kommen Krokusse aller Art drunter..

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So wie sich das bei Dir anhört handelt es sich bei Dir um Kaufhaushonig in einer Plastikflasche.

Ja, leider ist die Quetschflasche aus Plastik, also einem nicht umweltfreundlichen Material.

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Die Tube hat einige Vorteile: kein Nachtropfen, keine Gärung durch Fremdkörper, kein zusätzliches Geschirr.

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@auchwahr

ja, da gibt es noch mehr Vorteile sie ist unzerstörbar. Noch Jahrhunderte wird man davon was finden, in Gewässern und im Boden.Das erfreut unsere Kinder ganz besonders. Es bleibt genug Honig drinne um, wenn es im Müll ist, Bienen anzulocken de die Reste gern mitnehmen. Sollten auch eingeschleppte Krankheiterreger dabei sein, jippie, gib eh zu viele Bienen. Wir brauchen sie nicht für unsere Nahrung, oder wie war das? Und die Industrie freut es sie kann die Reste zu Zäunen, Gartenhäusern usw. zusammenschmelzen, damit wir unseren Müll freudig in unserem Garten deponieren und er unter dem Sonnenlicht langsam Stückchen für Stückchen auseinanderbricht. Und zwar so winzig das wir die Teile nicht sehen und was wir nicht sehen existiert nicht. Was haben wir unseren Kindern damit nur angetan?

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Nee, das bringt nichts.

Du kannst den Honig wieder flüssig machen, in dem du ihn langsam im einem Wasserbad erwärmst.

Mache Wasser heiß, schütte es in eine grosse Schüssel und stelle den Honig rein, nicht auf den Deckel!

Warte etwa 30 bis 50 Miniten. Evtl. noch umrühren, damit die Kristale zum Rest kommen.

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