Wäre das Prostituiertengesetz besser, wenn Frei ein ärtzliches Attest bräuchten (aufgrund geringer Körperlicher Chancen eine Frau für Sex zu finden.)?

Das Ergebnis basiert auf 3 Abstimmungen

Nein, weil ... 100%
Ich bin weder Freier, Arzt, Prostituierte bzw. in der Erotikbranche und enthalte mich 0%
Ja, gut. 0%

6 Antworten

Nein, weil ...

Eine ziemlich krude Idee, die Du da hast! Paysex soll es Deiner Meinung nach also nur für Bedürftige geben?! Das ist so ziemlich der größte Unsinn, den ich seit langem über Paysex gelesen habe - das übertrifft sogar die wirren Gedanken einer Alice Schwarzer zu diesem Thema...

Du würdest mit Deiner Initiative das gleiche erreichen, wie durch ein Verbot des Paysex: Prostitution würde in den Untergrund gedrängt, wo die Dienstleisterinnen wieder verbrecherischen Zuhältern und skrupellosen Hinterhof-Bordellbetreibern ausgeliefert wären. Dort könnten sich dann auch die Männer ohne "Darf-Schein" vergnügen und wären Betrug und Abzocke ausgesetzt.

Das seit 1.7.17 gültige "Prostitutionsschutzgesetz" dient ja auch weniger dem Schutz der Prostituierten oder der Reduzierung der Prostituierten, als vielmehr dem Schutz der Steuereinnahmen des Staates! Die Registrierung und der damit verbundene Datenaustausch mit den Finanzbehörden dient in erster Linie dazu die Dienstleisterinnen zu "erwischen", die ihre Einnahmen bisher "vergessen" hatten beim Finanzamt anzugeben. Reduziert werden soll also nur der Anteil der "Schwarzarbeiterinnen". Lediglich dem Wahlvolk wurde es als "moralischer Feldzug gegen die 'böse' Prostitution" verkauft.

Die aktuelle Regelung bedeutet für die Sexworkerinnen, dass sie - z.B. in den immer beliebter werdenden Sauna- und FKK-Clubs - in einem sicheren, hygienisch einwandfreien Umfeld ihren Gästen quasi auf Augenhöhe begegnen können. Dort sind Sicherheit und Anonymität für die Frauen gewährleistet und durch regelmäßige behördliche Kontrolle ist auch sichergestellt, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Wenn Du wissen willst, wie es im modernen Paysex in Deutschland wirklich zugeht, findest Du bei Amazon passende Literatur.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

21

Prostitution würde in den Untergrund gedrängt, wo die Dienstleisterinnen
wieder verbrecherischen Zuhältern und skrupellosen
Hinterhof-Bordellbetreibern ausgeliefert wären.

Naja, wenns erlaubt ist, verhindert das das trotzdem nicht. Das ist eher eine Frage des Marktes. Wenig nachfrage, heißt wenig einnahme = wenig ausstattung; viel konkurenz = billiger werden (mehr geschäftlicher druck bzw. weniger gefühlvolle zuhälter/vermieter); Körperlich nicht so begehrte Frauen = werden schlechter bezahlt (oh weia, nicht Leistungsbezogen sondern aufs aussehen diskriminierte Entlohnung.)

Das mit Alice Schwarzer habe ich auch gelesen. Bin kein Fan von ihr. Sie will ein verbot. Ich hatte daraufhin über eine reduzierung nachgedacht. - Finde Prostitution nicht unbedingt einen Vorteil für Männer. Nachher wollen alle Frauen Geld. Frauen in Konzernen die sich millionen einheimsen, Unterhaltszahlungen für Singlemutties, wenn alle Männer dann für jede körperlichkeit bezahlen müssen (weil es normal ist), wo sollen die das geld dann noch hernehmen. Wie wollen die Frauen in den politischen Ämter die Männer da von kriminalität abhalten? Jungen werden gleich nach der Geburt geschreddert, weil sie nicht genug einbringen und Mutti dann den Mann auf der Tasche sitzen hätte und nicht auszieht. :-) ... Das zum Thema wirr.

PS:
Das es um Steuern geht ist klar. Ist auch richtig so. Wir sind eine
Gesellschaft. Jeder trägt was dazu bei, das es so sozial bei uns ist.
Jeder kann sich seinen Beruf in deutschland frei wählen. Böse ist das falsche Wort, aber verständlich das man es nicht überall haben möchte. Möchte auch nicht jeder in der nähe von einer Mülldeponie, einer chemiefabrik, einer bierbrauerei, einem gefängnis, etc... wohnen. Oder die Nachbarin im "Homeoffice" 8-12h am Tag hören und ständig neue Kunden im Hausflur haben, zu unmöglichen Zeiten. (Es gibt ja schon empfindliche Leute die sich über Kirchenglocken und Moscheetürme aufregen.)

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@Kingfrosch

Die Nachfrage würden Deine Maßnahmen nicht verhindern - eher dokumentieren, dass die von vielen als "überflüssig" empfundene Dienstleistung doch eine offizielle Berechtigung hat.

Mir scheint allerdings, Du hast eigentlich nicht ein Problem mit Prostituierten, sondern mit Frauen im Allgemeinen! Bist Du diesbezüglich etwa unterversorgt?

Ich bin nicht gegen die Besteuerung der Prostitution - ich bin nur aufgebracht, weil man das über ein Gesetz regelt, welches der Öffentlichkeit als "Schutz für die Prostituierten" verkauft wird - letztendlich aber nur Schikane und Ausgrenzung bringt... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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21
@RFahren

Das sehe ich anders. Durch die legalisierung können Frauen sich ohne furcht an die Polizei wenden, da ihre Handlungen nicht illegal sind. (Es ist ansonsten selbstverständlich ein Gewerbe anzumelden.) Wer das freiwillig macht soll es auch anmelden und dazu stehen. Schwarzarbeit ist assozial gegenüber der gesamten Gesellschaft.

Und das ist eine klare Ansage an Frauen die diesen Job machen. Ob nun aus Liebe zu Ihrem Loverboy oder weil sie das als erfüllenden Beruf sehen, das das anzumelden ist. Oder lässt es! - Gesetzte sind klare regeln und eine orientierung für korrektes Verhalten. (Das man Dinge tut weil da der Reiz des verbotenen ist, lasse ich nicht gelten.) - Gesetzte gegen Zwang, Gewalt, Nötigung gibt es bereits!!!!

Das hauptproblem ist eher die Gesellschaftliche ächtung und doppelmoral nicht zu dem zu stehen was man tut. Und deshalb haben zuhälter es so leicht bzw. hat zwang und Gewalt so leichtes spiel. Und deshalb müssen gerade die Dienstleisterinnen mal  aufhören mit Ihrem doppelleben und sich anmelden. Das hat nichts mit ausgrenzung oder stigmatisierung zu tun! Prostituierte richten über sich selbst am härtesten und bestimmen damit maßgeblich das Bild der Gesellschaft. Wenn sie selber nicht zu dem stehen was sie tun, warum sollten das erst andere tun. Und natürlich muss man sich auch seinen Kritikern stellen. (Das wäre mir neu, das es nicht immmer jemanden gibt, der etwas ganz anders sieht.)

Hätte es übrigends auch als fair angesehen, das nicht nur die Frauen sich medizinisch untersuchen lassen müssen, sondern auch die Kunden. Deshalb auch mein Vorschlag.

PS: Ich bezweifle das die Nachfrage wirklich so hoch ist. Kein Mann will für Sex oder Körperliche zuneigung bezahlen. Es ist vorallem ein Geschäft das Frauen oder Ihre Zuhälter hier mit den bedürfnissen, sagen wir mal sich ungeliebert fühlender Menschen machen. Und aus BWL sicht, weckt man mit werbung eine Nachfrage. Ich behaupte einfach mal ganz überspitzt, Frauen (ich sage hier bewußt nicht prostituierte) in Deutschland schaffen hier einfach einen Markt. Überleg mal wieviel zeug Menschen kaufen, das sie garnicht brauchen. - Ich will aber nicht sagen, das man Prostitution nicht braucht, aber nicht im großen Maßstab.

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@Kingfrosch

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Die Nachfrage ist riesig!

Wie wäre es denn, wenn Du zur Abwechslung mal MIT Prostituierten sprichst anstatt ÜBER sie?! Da wirst Du so einige Überraschungen erleben!

Ich fürchte Du verrennst Dich da in ein paar absonderliche Ideen als würdest Du versuchen aufgrund Deiner Erfahrungen mit James-Bond Filmen die Sicherheitspolitik des Staates zu überarbeiten!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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21
@RFahren

:-) Auch wenn wir anderer Meinung sind, trotzdem mein respekt an Dich. Ich will eigentlich nur über die Idee reden. Ich mach mir halt gerne so meine Gedanken. Alles gut. (input jeder art, ist da immer ganz gut.)


Ich hab im Bekanntenkreis mehr Prostituierte privat kennengelernt als
Freier. Deshalb sehe ich das ganz anders. (Und auch das:  Männer sind wesentlich vernünftiger als Ihr Ruf und umgekehrt. Für die
persönlichkeitsanalytiker hier: Ich habe das auch mal anders gesehen und wollte es nicht glauben. Ich bin auch immernoch jedesmal aufs neue Erschrocken. Konfrontiert wurde ich mit prostitution vorallem in Beziehungen oder auf der suche danach, das ich mich damit auseinander setzen musste.)




PS: Prostitution kann nur dann Gesellschaftlich anerkannt werden, wenn es sich sozial in ein Gesellschaftssystem einfügt. Das heißt Steuern zahlen, es über den eigennutz auch gesellschaftlichen nutzen hinaus hat und nach aussen sichtbar macht bzw. ruf verdient, es von den ausführenden auch selbst als etwas positives gesehen wird (offener damit umgehen, was erst versteckt ist, macht halt mißtrauen) damit es andere auch können, und auch rücksichtsvoll mit andersdenkenden umgeht und wenig provoziert. (Es ist ja so das Prostituierte oft von Ihren Freunden und Familie verband werden. Nicht zuletzte aber auch aus der Tatsache heraus, das sie diese erst spät mit Tatsachen konfrontieren. Lange etwas verheimlichen und damit wenig vertrauen schaffen und damit eigentlich auch den alleingang demonstartiv unterstreichen, weil sie kein Mitspracherecht zulassen. Nach dem Motto friss oder stirb. Evtl. auch damit verbundene Probleme, Ängste oder Sorgen für diese nicht berücksichtigen. Hohe erwartungen gestellt werden, das die andere Seite damit zügig umzugehen weiß.) Es ist halt ein wenig anerkannter Beruf und das hat halt konsequenzen. Genauso wie Steuerfahnder, Soldaten, Polizisten, Ordnungsbeamte für falsch Parken, Waffenlieferanten und -produzenten oder Atomkraftbetreiber oder Pfarrer, Inkassounternehmen, Callcentermitarbeiter oder Versicherungsvertreter keinen guten Stand in der Gesellschaft haben. Im Freundeskreis ist man da doch vorsichtiger. Da kann man nciht rumheulen, die Gesellschaft ist so böse. Kritik an dem was man tut muss man aushalten können. Frau Merkel ist ein super Beispiel.


Das Gesetzt schaft möglichkeiten der Strafverfolgung. nicht perfekt, klar die Kondompflicht ist nciht überprüfbar, aber wenn was passiert (Schwangeschaft oder Ansteckung durch Viren) kann man besser von Köprerverletzung auf beiden seiten sprechen und nimmt beide in verantwortung. Natürlich schützen kondome nicht 100% aber der gedanke dahinter ist gut. Die Formulierung, es ist sicher zu stellen das keine Körperlichen verletzungen die folge sind, wäre genauso schwierig und undeutlich gewesen. - genauso ist das mit der fehlenden Anmeldung. Ein Bordellbetreiber bzw. Zuhälter/vermieter der das gewerbe nicht anmeldet bzw. wenn die Frau diese aufgabe selbst übernimmt nicht anmeldet, dann ist hier eine klare strafrechtliche handlung nachweisbar und man kann dagegen vorgehen. Wenn eine Frau nicht "nein" sagen kann, tja, dann kann man die frau nciht als erwachsener mensch entmündigen, sollte sie sich trotzdem anmelden lassen (und da wird nachgefragt in vertrauenswürdiger absicht). - Und das Wort Gangbang, nun man muss das denjenigen nachsehen, die solche Gestze mache, das die das Wort in ihrer ursprungsbedeutung wörtlich genommen haben. Und darunter versteht man halt auch gewalt. Sexparties sind nachwievor erlaubt. -> Kein schlechtes Gesetz. Finde ich! - Das die rate der Prostituion trotzdem steigt, liegt nicht am Gesetz. Das liegt an den anbietern, bzw. deren motive.







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Die eingebildete Minderchance auf Sex wegen gefühlter körperlicher Nachteile ist keine Krankheit.

Die einzige "körperliche Minderchance" auf Sex ist Impotenz.

Es gibt ausreichend Frauen, die NICHT auf Äußerlichkeiten stehen. WARUM  BITTE  sollten die Krankenkassen das zahlen, wenn du wegen deiner Minderwertigkeitskomplexen nicht in der Lage bist, eine "Schnegge klar zu machen"???

"5 gegen Willi" gibts Rezeptfrei und kostenlos.

Was als nächstes? Ein Wesenstest. Attest und "Idiotentest" vor einer Hochzeit und jedem Versuch, ein Kind in der Ehe zu zeugen?

Eine wirklich selten dämliche Idee.

Ach, was irgendwelche leute sich an quatsch ausdenken - völlig egal. Du regulierst hier mal gar nichts herunter . überhaupt garnichts. und die CDU gleichfalls nicht. und das werden wir schon sehen. deine auffassung, Kunden von sexverkäuferinnen hätten körperlich geringere chancen, ist frei zusammenfantasierter blödsinn, aber mehr bestimmt nicht. aber was fantasiert man nicht alles, wenn der tag lang ist und man niedrige Absichten hat, nicht ? und körperlich nicht mithalten kann, nicht ?

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