Wäre das noch Notwehr?

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13 Antworten

Also... da ich hier keine richtige Antwort auf den ersten Blick gesehen habe...

Wenn du die Waffe entwenden kannst nimmst du danach Abstand lädst die Waffe durch, und richtest sie auf den Angreifer und sagst so was wie bleib genau da wo du bist o.ä. und bittest eine von den anderen Personen die Polizei zu verständigen. Wenn der Angreifer jedoch auf dich zugeht schreist du ihn an mit stopp oder ich schieße o.ä. und wenn er immer noch weiter macht, darfst du im Rahmen der Notwehr handeln und schießen.

Denn grundsätzlich gilt folgendes:

Muss ein Opfer fürchten, dass seine "rechtlich geschützten Interessen" oder die eines anderen verletzt werden, darf es sich wehren. Dazu gehören:

das Leben, die körperliche Unversehrtheit, die sexuelle Selbstbestimmung, Eigentum und die Ehre

In diesem Fall wäre klar deine körperliche Unversehrtheit durch einen gegenwärtigen Angriff gefährdet. Und solange der Angreifer dir nicht klar körperlich unterlegen wäre und du die Schusswaffe gar nicht brauchen würdest um den Angriff abzuwehren, sondern keine andere Möglichkeit siehst, deine körperliche Unversehrtheit zu gewährleisten, ist es im Rahmen der Notwehr.

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Spätestens wenn Du ihm die Waffe entwendet hättest, wäre der Einsatz der Waffe durch Dich kaltblütiger Mord.

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Kommentar von uni1234
23.07.2016, 15:20

Wenn überhaupt dann wohl Totschlag.

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Kommentar von Pr4nkster
23.07.2016, 15:29

wusste garnicht dass zwischen kaltblütigem, rachsüchtigem und angriffslustigem Mord unterschiedem wird Danke!

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Kommentar von ich500
23.07.2016, 17:14

Wenn er denn Täter aus furcht, schrecken oder verwirrung erschießt, was in einer solchen situation nicht verwunderlich wäre, könnte dies auch eine Notwehrüberschreitung nach §33 StGB darstellen. Er würde dann nicht bestraft werden

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wenn du weiss bist und das in den USA machst und der angreifer nicht weiss ist, wird das mit hoher wahrscheinlichkeit als notwehr angesehen.

wenn du das in deutschland machst, wird man dir fragen stellen in die richtung, wieso du denn, wenn du schon eine schusswaffe bedienen kannst, nicht nur in arm oder bein geschossen hast.

ich bin froh, dass ich in deutschland lebe.

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Kommentar von Pr4nkster
23.07.2016, 15:19

ja ich auch

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Kommentar von Galgenvogel1993
23.07.2016, 15:21

Du bist froh, dass du in Deutschland lebst, weil Gerichte unerfüllbare Erwartungen in Notwehrsituationen an dich stellen?

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In diesem Falle,wäre das Notwehr,da du Personen in deiner Nähe das Leben damit rettest.

Was man immer bedenken muss ist,ob man das ganze auch anders hätte lösen können.

Du musst ihn ja nicht direkt erschießen,oft langt auch nur ein gezielter Schlag,aber in so einer Situation ist es egal was du machst,Hauptsache die Gefahr ist dann außer Gefecht.

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Notwehr ist gem. § 32 StGB die Verteidigung gegen einen rechtswidrigen, gegenwärtigen Angriff auf ein rechtlich geschütztes Interesse. In dem Moment, indem man dem Täter die Waffe entwendet, ist der Angriff in der Regel auch beendet. Dann liegen die Voraussetzungen der Notwehr nicht mehr vor.

Auch die Voraussetzungen eines Notstandes nach § 34 StGB würden nicht mehr vorliegen, da hier ebenso eine gegenwärtige Gefahr erforderlich ist.

Grundsätzlich wäre der Schuss nach Entwendung der Waffe daher strafbar.

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Kommentar von mistergl
24.07.2016, 13:48

In dem Moment, indem man dem Täter die Waffe entwendet, ist der Angriff in der Regel auch beendet.

Nein. Wird die Person, die die Waffe entwendet hat, erneut vom Täter angegriffen, ensteht so eine neue Situation. Und genau darauf will der FS hinaus, denk ich.

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In diesem Falle könntest du die Person ja auch einfach festhalten,wie erwähnt,da ist das erschließen ja eigentlich nicht nötig.

Aber wenn die Person sich irgendwie befreien sollte und weiter um sich schießt und du keine andere Wahl hast,darfst du das tun was nötig ist um sie zu stoppen.

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Also ich denke, so wie du die Situation darlegst, ist es definitiv eine Straftat ohne irgendwelche mindernden Umstände, ausser vielleicht geistige verwirrtheit, wegen der besondern Situation. Denn der Täter war schon überwältig.

Ich hatte bei meiner anderen Antwort interpretiert, das der Täter erneut angreift, um zb seine Waffe zurück zugelangen. Aus dieser Situation heraus erschießt du ihn dann. Dann wäre der Tatbestand in Bezug auf eine Notwehrhandlung, glaub ich, etwas spezieller und nicht so eindeutig.

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Kommentar von Pr4nkster
24.07.2016, 13:58

okay Danke für deine Antwort!

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Natürlich ist das Notwehr.

Laut einem nicht vor allzulanger Zeit ergangenen Urteil kann ich auch einem fliehenden Einbrecher in den Rücken schießen, wenn er mein Hab und Gut mich führt. Selbst das kann Notwehr sein.

Ich finde die Formulierung von § 32 StGB recht eindeutig.

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Kommentar von Pr4nkster
23.07.2016, 15:37

cool

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Kommentar von uni1234
23.07.2016, 15:40

Wenn der Einbrecher mit dem Hab und Gut flieht, dann ist der Angriff auf das Eigentum auch noch gegenwärtig. In der Fragestellung dürfte der Angriff dagegen bereits beendet gewesen sein, da die Gefahr wohl nur von der Waffe ausging. Daher dürfte keine Notwehrlage mehr vorliegen.

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Ich würde dazu ja sagen, speziell, wenn die Situation unübersichtlich ist, oder keine Fluchtwege zur Verfügung stehen. Notwehr muss zwar das mildeste erforderliche Mittel sein, aber der Verteidiger muss sich auf keine Risiken bei der Verteidigung einlassen, und die beste Chance den Angriff Risikolos zu beenden wäre den Täter mit der eigenen Waffe zu erschießen (man weiß nicht, wie kampfbereit er ist, ob er weitere Waffen hat, ob Komplizen anwesend sind etc.)

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Notwehr bedeutet, sich zu wehren mit dem geringsten effizientesten zu Verfügung stehendsten Mittel. Sprich, wenn du beschossen wirst und du ein Eisenrohr und eine Schusswaffe hast, zählt die Schusswaffe als Mordwaffe und die Eisenstange als Notwehr, weil sie das geringste Mittel darstellt, was du hast und mit dem man jemanden töten bzw. kampfunfähig machen kann. Hättest du nur eine Waffe, dürftest du diese Benutzen, da deine häne nicht als effektiv genug gewertet werdn. Wenn du deinen gegner also mit dem Schaft deiner Waffe erschlägst ist das Notwehr. Wenn du auf ihn schießt wird das aber vor Gericht wieder kritisch angesehen. Flucht ist immer die erste und beste Lösung.

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Kommentar von Pr4nkster
23.07.2016, 15:26

wenn ich eine Waffe und ein Eiserohr habe und vor mir einer steht mit ner Waffe dann ist wohl logisch die eigene Schusswaffe zu benutzen anstat ihn auf eine Weise mit dem Rohr zu schlagen ohne zu wissen ob er danach noch Angriffsfähig ist und notwehr meint dass man seinen Angreifer abwendet § 32 Notwehr (1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig. (2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. Vorherige Gesetzesfassungen

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Kommentar von uni1234
23.07.2016, 15:39

Zunächst einmal ist das "geringst effizienteste" Mittel natürlich nicht erforderlich, das wäre auch Schwachsinn, weil man sich dann mit einem Löffel verteidigen müsste.

Es stimmt dagegen, dass - wenn man mehrere Mittel zur Verfügung hat - man sich für das mildere Mittel entscheiden muss. Allerdings hat das ganze - und damit auch Deine Antwort - relativ wenig mit der ursprünglichen Frage zu tun, da es nicht um die Notwehrhandlung, sondern um die Notwehrlage geht.

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Kommentar von kevin1905
23.07.2016, 15:40

Notwehr bedeutet, sich zu wehren mit dem geringsten effizientesten zu Verfügung stehendsten Mittel.

Nein. Notwehr bedeutet objektiv eine Straftat zu begehen um einen rechtswidrigen Angriff gegen sich oder einen Dritten abzuwehren oder zu beenden.

Es findet keine Bemessung der Verhältnismäßigkeit statt.

Wenn jemand mit einer Axt ausholt um jemand anderen zu töten und ich habe ein M16 kann ich das gesamte Magazin in dem versuchten Mörder/Totschläger entleeren.

Objektiv Totschlag, subjektiv nicht strafbar.

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Also ich würde sagen, das hängt sehr stark von der Beweislage ab ob und wie du dabei verurteilt wirst.

Wenn du, bzw dein Anwalt, beweisen kannst (evtl durch Zeugen), das du wirklich in einer Situation warst, in der dir keine andere Wahl hattest als zu schiessen .

Denk dran, wei sind hier in Deutschland und nicht der USA. Wenn du jemanden mit einer Waffe erschießt, kommt es 100% zu einer Ermittlung und höchstwahrscheinlich Gerichtsverhandlung.

Sicherlich kannst du nicht der Polizei sagen: ey der hat mich angegriffen, da hab ich geschoßen: Polizei: Na wenn das so ist, dann gute Heimfahrt.

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Kommentar von PatSich
23.07.2016, 22:16

Jaja die von den deutschen Medien gemachte Fantasievorstellung der USA.

Genau wie in Deutschland wird auch in den USA nach Waffeneinsatz ermittelt ob es Notwehr war.

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Nein, außer er wollte dir die Waffe wiederum entwenden.

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das wäre keine notwehr mehr, sondern mord. dafür wandert derjenige ein.

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Kommentar von uni1234
23.07.2016, 16:10

Mord ist wohl ein bißchen weit hergeholt. Fahrlässige Tötung oder Totschlag, je nachdem was der Schütze sich dabei gedacht hat.

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