Während der Insolvenz Schulden wurden weniger - nicht informiert?

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3 Antworten

Wer hat die Insolvenz beantragt? Der heilige Geist? Dass sich ein paar Gläubiger nicht gemeldet oder Forderungen abgeschrieben haben ist dem Gericht egal. Immerhin sind dort Kosten angefallen. 


Der Schuldner hatte gewiss zuvor die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung. (Wenn sich da noch mehr Gläubiger gemeldet hatten als tragbar war war ja auch die Insolvenz gerechtfertigt. Was soll also dieser Satz von wegen Insolvenzverwalter hatate Mitschuld?..)

 Aktiv muss der Insolvenzverwalter übrigens nicht informieren, nur wenn alles beglichen ist.

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Ich würde vermuten das die Gläubiger verzichten WEIL die Insolvenz läuft! 

Ich glaube das das ohne Insolvenz durchaus noch zu zahlen wäre! 

Und wenn der neue Verwalter doch besser ist, warum lässt sie sich nicht einfach nochmal ausführlich von dem beraten?

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Kommentar von Kirschkerze
17.12.2015, 20:31

Ja seh ich auch so. Die sind ausgestiegen und haben die Forderung abgeschrieben, das heißt aber nicht dass die Schulden "beglichen worden sind" sondern ja trotzdem zur Insolvenzeröffnung mit aufgenommen wurden als Gesamte Schuldenmasse

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nein der heilige Geist natürlich nicht, das ist klar und ich meine 800 Euro sind jetzt wirklich nur noch Minimalbeträge und wenn dem so ist wie jetzt der neue Insolvenzverwalter ihr geschildert hat, das da ein Gläubiger auf seine Forderungen verzichtet, weil er die eh nicht wiedersehen würde, dann hätte man doch das direkt weil das schon während der Antragstellung (heißt das jetzt so richtig?) eigentlich informieren müssen, das die Schulden doch nicht mit in die Insolvenzmasse laufen und die restlichen Schulden somit hätten leicht abbezahlt werden können und jetzt dazu noch die Gerichtskosten. Ich denke nicht, das es so richtig ist. Immerhin muss man ja dem Insolvenzverwalter auch alles neu offenlegen was man macht, auch mit neuer Arbeit etc.  Daher kann ich es mir zumindest persönlich nicht vorstellen, warum das umgekehrt nicht auch in der Pflicht stehen  sollte. Wäre es ratsam hier mal beim hiesigen Insolvenzgericht nach zufragen? Dann hätte sich das auch nämlich mit der negativen Schufa schneller erledigt. Oder besser direkt einen Anwalt für Insolvenzrecht fragen?

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Kommentar von mepeisen
18.12.2015, 07:15

während der Antragstellung

Dir ist schon klar, dass es ein Henne- und Ei-Problem gibt, wenn du so etwas forderst?

Die Gläubiger, die bekannt sind, müssen im Antrag angegeben werden. Ob die dann verzichten oder nicht, ist niemandem klar, keinem Richter, keinem Insolvenzverwalter. Wenn sich Gläubiger nicht melden, dann haben sie Pech gehabt. Da rennt niemand hinterher und das ist auch gut so.

Vielleicht einfach mal freuen, dass sich viele Schulden in Rauch aufgelöst haben? Das ist doch das Ziel, was man mit der Privatinsolvenz erreichen will: Man kann die Schulden nicht mehr bezahlen und will, dass sie am Ende mit RSB faktisch verschwinden. Die Gerichtskosten hätte man doch so oder so gezahlt. Und ob man nun 800€ während der Insolvenz an Schulden abbezahlt oder 5000€ ist doch ein Unterschied. So ist man vielleicht sogar vorzeitig durch.

Wäre es ratsam hier mal beim hiesigen Insolvenzgericht nach zufragen?

Nein. Das bringt nichts. Das Verfahren läuft und dass einige Gläubiger auf die Teilnahme verzichten, ist halt nun so.

Oder besser direkt einen Anwalt für Insolvenzrecht fragen?

Auch das ergibt 0 Sinn. Es gibt nichts, dass man ihn fragen kann und nichts, dass er ändern kann.

Dann hätte sich das auch nämlich mit der negativen Schufa schneller erledigt

Nein, nicht wirklich. So oder so hätte man die Schulden abbezahlen müssen und da stand vermutlich schon einiges Negatives drin. Erledigt gekennzeichnet wird das dann erst in der Schufa, wenn es abbezahlt ist. Ab da bleibt dieser erledigte Negativ-Eintrag drei Jahre zum Jahresende drin. Auch die Insolvenz mit Restschuldbefreiung bleibt 3 Jahre drin. Am Score ändert es kaum etwas, ob man nun eins zwei Gläubiger drin stehen hat mit Titeln o.ä., oder ob man die Insolvenz drin stehen hat.

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