wachsen ananas auf bäumen?

4 Antworten

Die Ananas (Ananas comosus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Sie ist ursprünglich in Amerika heimisch und wird heute weltweit in den tropischen Gebieten als Obstpflanze angebaut. Sie bildet fleischige Fruchtstände, die frisch verzehrt oder zu Konserven oder Saft verarbeitet werden.

Das Wort Ananas entstammt der Bezeichnung naná der Frucht in der Guarani-Sprache. Das Art-Epitheton comosus stammt aus dem Lateinischen und comosus bedeutet schopfig, was auf den Blattschopf am oberen Ende des Fruchtstandes anspielt.[1]

Stamm [Bearbeiten]

Der keulenförmige Stamm der Ananas ist bis zu 35 Zentimeter lang und zu einem kleinen Teil im Boden eingesenkt. An der Basis hat er einen Durchmesser von zwei bis 3,5 Zentimetern, an der dicksten Stelle, unterhalb der Spitze, jedoch fünf bis sieben Zentimeter. Am ganzen Stamm sitzen dicht rosettenförmig die Laubblätter, meist etwa 70 bis 80. Die Blätter sitzen spiralig (in Links- oder Rechtsspiralen) am Stamm, die Phyllotaxis ist 5/13. Das heißt, nach fünf Umdrehungen steht ein Blatt wieder exakt über einem darunterliegenden, und dies ist das dreizehnte. Dies gilt zumindest für die Sorte ‚Smooth Cayenne‘. Die Internodien sind mit ein bis zehn Millimeter sehr kurz. Im Längsschnitt ist die Pflanze herzförmig.

Der Stamm ist im Gegensatz zu den meisten anderen Monokotylen relativ deutlich in eine Rindenzone und einen Zentralzylinder („Stele“) mit den Gefäßbündeln getrennt. Im Parenchym des Zentralzylinders eingestreut sind einzelne Idioblasten, die Raphiden-Bündel aus Kalziumoxalat in einem Schleimsack enthalten. Im Zentralzylinder ist keine Differenzierung in Knoten und Internodien erkennbar, in der Rinde sind die Zellen des Internodienbereichs langgestreckt, im Knotenbereich nicht.

Blätter [Bearbeiten]

Die Blätter sind schmal lanzettlich, bis zu 120 Zentimeter lang und drei bis sieben Zentimeter breit. Die Blattscheide umschließt den Stamm zu rund zwei Drittel. Die Blattränder sind nach oben gebogen, sodass der Blattquerschnitt halbmondförmig ist. Dies erhöht die Biegungsfestigkeit des Blattes. Der Blattrand ist stachelartig scharf gezähnt. Die Zähne können bei manchen Sorten auch fehlen. Die Blattspitze ist dornig zugespitzt. Das Blatt ist relativ dick.

Die Epidermis trägt an der Unterseite die Stomata und schildförmige Trichome. Diese sind kurz gestielt, so dass die Unterseite weißlich erscheint. An der Blattoberseite sitzen wesentlich weniger Trichome, sie konzentrieren sich hier auf die basalen Abschnitte. Die Epidermiszellen besitzen stark verdickte radiale und innere Zellwände, sind tot und von einem großen Silikatkörper ausgefüllt. Unter der Epidermis befindet sich eine hypodermale Schicht aus stark verdickten, kollenchymatischen Zellen. An der Blattoberseite befindet sich ein Wasserspeichergewebe ohne Chlorophyll, das bis zur Hälfte des Blattquerschnitts einnehmen kann. Darunter befindet sich das Mesophyll. In diesem eingebettet sind: die Leitbündel mit einer Kappe aus Sklerenchymfasern über Xylem und Phloem; Faserstränge; Lüftungskanäle aus sternförmigen Zellen. Die Leitbündel sind von einer tanninhaltigen Parenchymscheide umgeben. Blütenstand (Infloreszenz) einer Ananas comosus. Man sieht rote Hochblätter und die blauen Einzelblüten. Aus dem Blütenstand entsteht später die Ananas-Frucht. Samen einer Ananas Samen im Fruchtfleisch, links das Fruchtinnere, rechts die Schale der Frucht, Querschnitt Ananas-Frucht, Längsschnitt

Wurzeln [Bearbeiten]

Die Wurzeln sind Adventivwurzeln, die an den unteren Knoten des Stammes entspringen. Sie bilden ein dichtes Wurzelnetz, das rund einen Meter tief in den Boden eindringt und seitlich ein bis zwei Meter reicht. Die Wurzeln sind in der Regel mykorrhiziert. In den oberirdischen Blattachseln entwickeln sich ebenfalls Wurzeln, die bis 10 Zentimeter lang werden, und Wasser und Nährstoffe aufnehmen, die sich in der Blattrosette ansammeln.

Die Wurzeln besitzen eine polyarche Stele mit bis zu 30 Xylemsträngen[2] in den Wurzeln erster Ordnung.

Blüten- und Fruchtstand [Bearbeiten]

Aus dem Vegetationskegel des Stammes entwickelt sich der 30 Zentimeter lange Blütenstandsschaft. Am zapfenförmigen Blütenstand sitzen über 100 Einzelblüten in acht Spiralen. Am oberen Ende befinden sich laubblattartige Hochblätter, die einen Schopf bilden.

Blüte [Bearbeiten]

Die unteren Teile der Blüten sind mit ihrem Tragblatt und auch untereinander verwachsen. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig, wie bei den Einkeimblättrigen üblich: Die Blütenhüllblätter sind unterschiedlich, die drei Kelchblätter sind unscheinbar, fleischig und kürzer als die drei purpurn bis violett gefärbten Kelchblätter. Es gibt zwei Staubblattkreise mit je drei Staubblättern. Der Fruchtknoten ist unterständig und hat drei Fächer. In jedem Fach sitzen 14 bis 20 meist anatrope Samenanlagen in zwei Reihen an der axillären Plazenta. Der Griffel ist dreinarbig. In den Septen zwischen den Fruchtblättern sitzen drei Nektar-Drüsen.

Da die Kronblätter nur eine sehr kleine Öffnung freilassen, kann die Bestäubung nur durch sehr kleine Insekten erfolgen. In Südamerika erfolgt sie auch durch manche Kolibriarten. Die Öffnung der Blüten erfolgt im Blütenstand von unten nach oben und erstreckt sich in Summe über drei bis vier Wochen. Die Blüten sind selbststeril. Die Fruchtbildung erfolgt jedoch auch ohne Befruchtung (Parthenokarpie), die Früchte haben dann keine Samen. Fruchtverbände mit Samen sind nicht für den Verzehr geeignet, da sie dann 2000 bis 3000 rauhe Samen mit hartem Endosperm bilden, die 3–5 Millimeter lang sind und einen Durchmesser von 1 bis 2 Millimeter haben. Samen werden bei Kultursorten nicht gebildet, denn sie sind steril. Nach der Blüte bleiben die Blütenorgane erhalten, Griffel, Staubblätter, Blütenblätter vertrocknen lediglich.

Fruchtverband [Bearbeiten]

Die „Ananasfrucht“ setzt sich aus den Beeren-Früchten des ganzen Fruchtstandes sowie der Fruchtstandsachse und dem Blattschopf an der Spitze zusammen, ist also ein Fruchtverband. Sie ist zylindrisch bis kegelförmig. Größe, Gestalt, Geschmack und Farbe sind je nach Sorte sehr unterschiedlich, die Farbe des Fruchtstandes reicht von gelblich bis bräunlich, die des Fruchtfleisches von weißlich bis tiefgelb.

Im Inneren des Fruchtstandes befindet sich die verdickte, fleischige, aber auch faserige Blütenstandsachse. Nach außen folgt das „Fruchtfleisch“, das aus den Beeren und den unteren Teilen der Tragblätter besteht, die alle verwachsen sind. Die „Rinde“ besteht aus den Kelch- und Blütenblättern, dem obersten Teil der Fruchtknoten und den braunen, häutigen Enden der Tragblätter.

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Gruß aus Hagen

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Ich bin begeistert. Ich habe jemanden gefunden, der einen IQ weit über Zimmertemperatur hat. Prima.

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Nein im Boden. Aber das ist eine reine Wissensfrage. Das hättest du auch rauskriegen können, wenn du mal danach gegooglet hättest.

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