W machen wenn man Arzt beim lügen erwischt?

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11 Antworten

Solche Fälle gibt es leider in allen Apotheken und immer wieder. Ärzte können sich täuschen und deshalb können wir nicht einfach so tun, als ginge uns das nichts an und das so abgeben, wie es auf dem Rezept steht, wenn wir erkennen, dass da ein Fehler drinsteckt. Zumal manche Fehler wirklich gefährlich sein können. Und - nebenbei bemerkt - der Apotheker mit in der Verantwortung steckt, wenn dem Patienten aufgrund eines Arztfehlers dann etwas passiert. Wir sind eben keine bloßen Ausführungsgehilfen des Arztes, die die Schublade aufziehen und ohne Kritik rausholen, was auf dem Rezept steht, sondern die Apotheker haben studiert und das in Prüfungen bewiesen, d.h. sie haben echtes Fachwissen.

Selbstverständlich geht es nicht darum, die ärztliche Therapie mutwillig in Frage zu stellen, aber bei erkennbaren Fehlern MÜSSEN wir mit dem Arzt Rücksprache halten.

Zu Deinen Beispielen:

Das Antibiotikum ist und bleibt ein Antibiotikum, das hätte ich auch so gesagt und ich wäre auch dabei geblieben. Man kann versuchen, zu erklären, dass es unterschiedliche gibt und man das eine vielleicht verträgt und das andere nicht, aber zu behaupten, das sei kein Antibiotikum ist falsch und das kann keiner von mir verlangen.

Die Sache mit der Augensalbe ist schier unglaublich und ich weiß gar nicht, wie ich da reagiert hätte. Aber Linola Creme ins Auge geht nunmal gar nicht, 50g Augensalbe gibt es niemals, und die Erythromycin-Dosierung passt auch nicht, das geht so einfach nicht! Heutzutage muss man doch eine Plausibilitätsprüfung machen, das ist bei dieser Rezeptur unmöglich!

Ich weiß nicht, welchen Beruf Du hast, aber wenn Du als PTA tätig bist, musst Du in so einem Fall ganz sicher einen Apotheker hinzuziehen und der muss die Sache zum Wohle des Patienten klären, möglichst natürllich mit dem Fingerspitzengefühl, dass der Arzt nicht beleidigt ist, aber seinen Irrtum einsieht. Wir machen das bei Rezepturen schriftlich und machen gleich einen Alternativvorschlag, damit haben wir bei vielen Ärzten gute Erfahrungen gemacht.

Jetzt habe ich mich sehr lang geäußert, aber vieles, was hier schon geantwortet wurde, geht mir echt gegen den Strich, das kann man so einfach nicht stehenlassen!

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Kommentar von VanesLavin
05.03.2016, 22:36

Hallo

Endlich mal jemand vom Fach! Danke sehr. Ich habe die Erythromycin Salve zuvor mut unserer Cheffin also Apothekerin abgesprochen. Sie hat mir angeraten mit dem Arzt zu telefonieren. Wie gesagt der Arzt war nicht einsichtig. Und es handelt sich dabei um ein Augenarzt. Er sagte er schreibe immer die Rezeptur so wie sie steht und es hätte nie Probleme gegeben. Und er sagte (übrigens genauso wie hier die Mehrheit) ich solle erkennen wer der Arzt ist.

Ich habe das unserer Apothekerin mitgeteil. Leider muss ich sagen hat sie nicht genug Mumm um da gegen zu halten. Anstatt der Kundin mitzuteilen hat sue gesagt das ich es dann halt geben soll und notieren soll das ich Rücksprache gehalten habe..

Wie gesagt ich habe der Kundin alle Contras mitgeteilt und ihr empfohlen auf ihr Bauchgefühl sich zu verlassen da sie eh gleich gezeigt hat das es für sie dann nicht mehr in  Frage kommt.

Aber ich muss echt sagen ich bin sehr schockiert darüber wie hier die User über unsere Stellung und Verantwortung denken.. kein Wunder das die Internet Apotheken wachsen während die Apotheken vor Ort untergehen. 😢

Liebe Grüsse

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Das kenne ich auch und in noch viel ausgeprägteren Mass.

 Zu bedenken wäre aber, dass es tatsächlich manchmal Situationen gibt wovon der Apotheker keine Ahnung hat. Zum Beispiel musste ich für meine schwangere Nachbarin Blutdrucksenker holen wegen drohender Frühgeburt. Der Apotheker äusserte schwere Bedenken und wollte das Mittel nicht geben. Trotzdem aber war es das Mittel der Wahl um die Frühgeburt zu verhindern. Gelegentlich werden Medikamente für andere Zwecke verwendet als sie erfunden wurden. Da wäre es der normale Anstand vom Arzt mit dem Apotheker zu kommunizieren.

Zuweilen gibt es auch Ärzte die sich bedanken, wenn man mitdenkt oder ihnen gar ein Fehler unterlaufen ist. Das gibt es ja wirklich und alle sind froh wenn nichts passiert.

Die Verantwortung liegt beim Arzt, man kann ihm da nur sagen, dass man sich eine Notiz macht, dass man angerufen und den Sachverhalt abgeklärt hat. 

Gegen schlechte Manieren kann man nichts tun als sich seinen Teil zu denken und wenn der Fehler arg erscheint sich weigern ein Medikament heraus zu geben.

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Kommentar von VanesLavin
04.03.2016, 13:11

Ja das sehe ich auch ein. Aber in so einem fall notiert der arzt auf dem rezept das es sich hierbei um ein sonderfall handelt. Dann grübele ich auch nicht weiter nach. Aber ärzte müssen einsichtig sein wenn sie fehler machen. Das ist leider nicht immer der fall.

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Ich finde den Arzt der Lüge zu bezichtigen nicht OK. Nachfragen beim Arzt ist eigentlich das Mittel der Wahl.... Nach dem Motto: habe ich die Dosierung richtig verstanden....
Informieren (neutral, den Arzt nicht!! In Frage stellen) - Kunde muss eigentlich auf den Arzt hören und notfalls selbst entscheiden.

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Kommentar von VanesLavin
04.03.2016, 13:08

Keine sorge ich frage bei problrmen immer nach und ich mache das immer mit guter absicht aber wenn ein arzt nicht in der lage auch mal fehler zu gestehen dann dreh ich nunmal durch! Einem krebspatienten wurden vom wirkstoff 3mg verordnet. Bekommen sollte er aber 30 mg. Hätte ich die medikation des kundens nicht gekannt hätte seine chemo evtl nicht gebracht.. in dem fall war der arzt aber einsichtig. Ich stelle auch nicht alle ärzte in generalverdacht..

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Kommentar von JanRuRhe
04.03.2016, 13:19

Gute Antwort!
Ärzte sind Menschen( auch wenn viele das nicht zugeben) , die unter Stress stehen und auch Fehler machen. Nicht nur aus diesem Grund dürfen die echten Hammermedikamente ja nur von studierten Pharmazeuten .. Naja und deren Angestellten - verkauft werden.
Kontrolle ist gut, Anruf oK und der Arzt sollte darauf eingehen. Nicht alle Ärzte werden meckern... Aber wie man in den Wald hineinruft ....

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Ich finde es gut, wenn du den Patienten dienst, und nicht dem Arzt, das ist eine zusätzliche Kontrolle.

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Kommentar von VanesLavin
04.03.2016, 12:48

Danke. Ich möchte nicht belogen werden. Ich möchte wissen was sache ist. Aber den kommentaren hier zu folge sollte ich wohl lieber schweigen und zu sehen wie ein kleines kind völlig überdosiert und mikrobiell angegriffenes antibiotika ins auge bekomnt und das ganze 3 mal täglich. Vorallem brennt das zeug höllisch im auge..

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Denk es mal zuende: du wärst wirklich immer die Schlauere und die Ärzte pfuschen rum ... dann hast du den falschen Job, wenn du dich nicht den tatsächlichen Verhältnissen (wer ist Koch und wer ist Kellner) unterordnen kannst. Wahrscheinlich ist alles richtig, was du geschrieben hast, die Welt hat aber nicht auf solche Rechthaber gewartet. Du müsstest umsatteln.

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Sagen was du SACHLICH an Informationen hast und alles andere der Kundschaft überlassen! 

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sie soll es ja schliesslich einnehmen

Na ja. DAS ist es halt. Deutschland ist das Land in dem jeder glaubt eine Meinung zu haben zu den Medikamenten die ihm/ihr helfen.

Und wenn die gute Frau nun z.B. von ihrem Gesangslehrer eingeredet bekommen hat, dass sie keine Antibiotika nehmen solle, da das ihre Atmung stören würde ...

Also als Arzt würde ich auch der Frau versuchen so zu helfen wie es nötig ist.

Wenn die Kunden nicht fragen, einfach nix sagen. Zumindest wenn sie mit einem Rezept kommen...

Ich würde garnix machen.

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Ich habe während meines Studium ganz schnell gelernt, dass Ärzte alles andere als unfehlbar sind. Im Gegenteil, niemand versteht mehr von Medikamenten, deren Zusammensetzung und Wechselwirkungen als der Chemiker/Apotheker, deren Urteil vertraue ich mitlerweile voll und ganz, denen des Arztes nicht. 

ABER!!!! Viele Ärzte kennen ihre "besonderen" Patienten nur zu gut. Am Beispiel des Antibiotikums sei gesagt, was wenn die Patientin nur aus Wunschglauben "allergisch" gegrn Antibiotika ist und der Arzt dss mangelnde Fachwissen des Patienten ausnutzt um ihn "heimlich" auf korrekte Art zu therapieren?!

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Kommentar von VanesLavin
04.03.2016, 13:23

Genau so ist es! In dem fall habe ich ja auch quasie mitgespielt und gesagt das ich mich versprochen habe und es eher antibiotik ähnlich sei. Aber es ist sehr waghalsig denn schliesslich kriegt sie den beipackzettel mit. Hätte der arzt aufs rezept eine kleine verschlüsselte notiz oder rückruf notiert gäbe es dieses problem nicht. Aber ich teile nunmal mit wie kunden ihr antibiotikum einnehmen müssen. Hatte auch schon den fall das ein kunde tatsächlich eine penicillinallergie im pass stehen hatte und der vertretungsarzt davon keine ahnung gehabt hat.. man muss halt alke eventualitäten überprüfen finde ich..

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Ich denke mal, dass die Ärzte schon überlegt verschreiben, was dem Patienten hilft, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint

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Und an welcher Stelle hat nun ein Arzt gelogen?

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Apothekenpersonal oder Apotheker ?

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Kommentar von turnmami
04.03.2016, 12:39

Also wenn ein Apotheker so eine Rechtsschreibung hat, dann geh ich nie wieder in eine Apotheke!!

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Kommentar von VanesLavin
04.03.2016, 12:39

Pta

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