Vorzeitige Kündigung des Mieters eines befristeten Mietverhältnisses

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6 Antworten

Aus dem Beitrag des TE geht nicht klar hervor ob es sich um einen Zeitmietvertrag oder eine Kündigungsausschlussfrist handelt! Allein der erste Satz deutet eher auf eine Kündigungsausschlussfrist hin. Daher sollte der TE noch mal genau in seinen Mietvertrag schauen.

WEnn Sie im gegenseitigen einverständnis für die von ihnne genannte Dauer auf das ordentliche Kündigungsrecht von 3 Monaten verzichtet haben, dann ist das so gültig. Sowohl die frühzeitige Beendigung des Mietverhältnisses oder die Stellung eines Nachmieters bedürfen des Wohlwollens der anderen Partei!

Eigentlich ist ein befristetes Mietverhältnis eine Absicherung für beide Seiten. Der Mieter weiß, dass er nicht unter der Brücke schlafen muss und der Vermieter weiß, dass er 12 oder 24 Monate sein Geld bekommt. Man sollte vorher überlegen, ob man etwas will und erst dann Verträge unterschreiben. Ab 18 ist man geschäftsfähig .....

Der Verkauf könnte so etwas wie Eigenbedarf darstellen. Da solltest Du mal mit dem Mieterbund sprechen. Ansonsten kannst Du hier mal schauen:

http://www.immobilienscout24.de/de/umzug/umzugsplaner/auszug/r111/r1112/index.jsp

Der Mieter möchte doch vorzeitig raus! Was hat das denn mit dem evtl. Eigenbedarf des Vermieters zu tun?

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@firstguardian

Eigenbedarf ist ein Argument für eine Befristung. Befristungen dürfen nur noch unter gewissen Umständen in Mietverträgen enthalten sein (wie z.B. Eigenbedarf).

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Gut aufgepaßt!

Der beabsichtigte Verkauf einer Immobilie stellt nämlich keinen Befristungsgrund dar, da nach § 566 BGB das Mietverhältnis mit dem Erwerber fortgesetzt wird.

Die in § 575 BGB genannten Gründe haben sich auch nach der Mietrechtsreform nicht geändert.

Damit sollte es sich um ein unbefristets Mietverhältnis handeln (wenn tatsächlich Zeitmietvertrag vereinbart und kein Kündigungsausschluß)

Da wir aber alle in Gänze Deinen MV nicht kennen, laß es sicherheitshalber mal vom Mieterverein o. RA f. Mietrecht checken. Die hierfür von Dir aufzuwendenden Kosten stehen ja in keiner Relation zu einer lfd. Mietzahlung bis 2011.

Schlecht aufgepasst!

Wenn im gegenseitigen Einvernehmen für eine bestimmte Dauer auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichtet wurde, dann ist alleine der gute Wille der anderen Partei für die Erfüllung des Mieterwunsches auf die vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses maßgebend. Mit irgendwelchen Verwendungsabsichten des Eigentümers der Mietsache hat das in einem solchen Falle rein garnichts zu tun!

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@firstguardian

Deswegen doch meine Anmerkung in Klammern:

Zeitmietvertrag oder Kündigungsausschluß?

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@firstguardian

Auf das ordentliche Kündigungsrecht wurde nicht verzichtet. Es handelt sich um einen Zeitmietvertrag und nicht um ein Kündigungsausschluss.

Somit gehe ich davon aus, dass der Verkauf der Wohnung durch den Eigentümer kein Grund für ein befristetes Mietverhältnis darstellt und ich dadurch ordentlich kündigen kann.

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@heimlicherst

Ja, heimlicherst, so ist es. Du hast damit einen zeitlich unbefristeten MV und kannst diesen unter Einhaltung der gesetzl. Frist (3 Monate) kündigen. Alles Gute

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Erst mal mit dem Vermieter über die ganze Sache sprechen?

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