vorzeitige Kündigung befristeten Arbeitsvertrag?

8 Antworten

Wenn Deine Probezeit vorbei ist, gilt vertragsgemäß die Kündigungsfrist nach § 622 BGB.

Diese beträgt vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats.

Du kannst zum 30. September kündigen (oder auch schon zu einem früheren Datum). Im Kündigungsschreiben kannst Du auch noch den Freizeitausgleich für evtl. noch vorhandenen Resturlaub/Überstunden beantragen und bitte um ein qualifiziertes Zeugnis.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung
Eine Kündigung des Vertrages vor Beginn des Anstellungsverhältnisses ist ausgeschlossen.

Da das Anstellungsverhältnis bereits begonnen hat - Du arbeitest ja - ist eine Kündigung nun nicht mehr ausgeschlossen.

Wenn Du noch in der Probezeit wärst, könntest Du mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Da Deine Probezeit jedoch vorbei ist, kannst Du nun unter Beachtung der gesetzlichen Fristen (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html) kündigen. Niemand zwingt Dich, bis Januar 2020 für die Firma tätig zu sein.

Weißt du, was ein solcher Satz ("Kündigung vor Beginn ausgeschlossen") für einen Sinn hat? Habe sowas schon öfter in Verträgen gelesen und denke mir immer, ist ja logisch dass man etwas nicht kündigt, was noch gar nicht begonnen hat. Welcher Nutzen steckt in diesem Satz für den Arbeitgeber?

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@abenhard17

Nun, auch vor Beginn ist die gesetzliche Kündigungsfrist einzuhalten. Würdest Du also kurz vor Beginn kündigen, wären ggf. noch mehrere Tage zu arbeiten. Daran wird der Arbeitgeber aber kein Interesse haben und erklären, Du könntest auch gleich zuhause bleiben. Bezahlen müßte er Dich trotzdem für diese Tage. Das wäre für ihn rausgeworfenes Geld. Daher wird vertraglich vereinbart, daß eben nicht vor Beginn gekündigt werden kann. Dann hat der Arbeitgeber wenigstens einen verläßlichen Mindestzeitraum, mit welchem er kalkulieren kann.

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Nach Ablauf der Probezeit gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Das steht doch eindeutig im Vertrag?

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