Vorzeitige Auflösung eines Zeitmietvertrages durch Mieter

7 Antworten

Eine vertrackte Geschichte. Der schriftliche Mietvertrag mit einer Adresse für die Mietsache, die von euch zwar nicht bewohnt wird, aber für die ihr bezahlt ist gültig. Wenn die Befristung ohne Grund erfolgte, so ist diese ungültig. Damit würde ein unbefristeter Mietvertrag bestehen, der fristgemäß und ordentlich gekündigt werden kann. Bis 3.4. zum 30.6.14. Um einen Mietvertrag außerordentlich und fristlos zu kündigen, sei er nun befristet oder unbefristet, bedarf es eines wichtigen Grundes, wobei es dem Kündigenden nicht mehr zu zumuten ist den Vertrag weiter zu führen.

Der aktuelle Vermieter lässt euch in einer Wohnung in seinem Haus als Eigentümer wohnen. Gleichzeitig ist er Vermieter und/oder Eigentümer des Hauses, in dem ihr die Mietwohnung pro forma gemietet habt. Eine Manipulation, die eine Steuerersparnis für den Vermieter in der Folge haben könnte. Für die Wohnung im Hause des Vermieters, die ihr tatsächlich bewohnt gilt nun ein mündlicher Mietvertrag, denn ihr habt die Schlüssel und bewohnt tatsächlich Zimmer oder eine Wohnung. Auch dieser mündliche Mietvertrag gilt als unbefristet, weil ohne Schriftform der Vermieter vermutlich nicht das Gegenteil beweisen kann. Nun erhebt sich die Frage wie bezahlt ihr die Miete? Per Überweisung oder bar gegen Quittung. Was steht im Verwendungszweck? Es könnte bei Zuspitzung der Angelegenheit der Vermieter auf die Idee kommen, dass ihr ihm Miete schuldet.

Auf den Punkt gebracht; eine nachweisbare und schriftliche außerordentliche sowie fristlose Kündigung für beide Wohnungen ist der Ausweg aus der Misere. Der Grund wird schwierig darzustellen sein, da beide Parteien unredlich gehandelt haben. Unüberbrückbare Störung des Vertrauensverhältnisses durch erpresserische Handlungen des Vermieters wäre eine Möglichkeit, die aber auch strafrechtlich verfolgt werden müsste. Den Vermieter mit dieser Begründung zu konfrontieren könnte im Sinne der einvernehmlichen Auflösung beider Mietverträge als Alternative erfolgreich sein. Die Reaktion des Vermieters kann ich nicht einschätzen.

Ich würde mich von einem Mieterbund beraten lassen, wie man da am Besten vorgeht.

Ihr habt jetzt den Staat betrogen und sucht jetzt hier Hilfe?

Um die Zahlung werdet ihr nicht herum kommen. Allerdings ist der Vermieter genau so ein Betrüger und ihr könnt euch nur gegenseitig anzeigen. Dabei seid ihr dann auf der "besseren Seite" weil bei euch sowieso nichts zu holen ist.

Klar, du wärst in unserer Stelle bestimmt lieber obdachlos geworden anstatt diesen Vetrag unterschrieben zu haben. Das würde ja jeder venünftige Mensch tun. Auf alle Fälle danke für die Meinung.

0

Was möchtest Du wissen?