Vorwürfe wegen Vergangenheit?

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Hallo Lilli,

denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich sogar plötzlich oder allmählich zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht oder nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Dinge, die sich nicht mehr ändern lassen (wie zB. Deine Kindheit). Doch auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Krise klarkommen kann, statt in trüben Gedanken zu versinken. So kommt man an den Punkt, wo man sich in einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert fühlt.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen. Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Wenn Du im Moment auch völlig am Boden zerstört bist, heißt das nicht, dass das für immer so bleiben wird. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, so dass man wieder Hoffnung schöpfen kann. Deine momentane Situation mag einem Tunnel gleichen, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auch in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder all unsere Probleme beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und es in Deinem Leben wieder bergauf geht! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Vielen Dank für den Stern!

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Hallo Lilli,

Die frage die ich mir stellen wurde wäre ehr warum soll ich mir Vorwürfe machen, über meine Vergangenheit? Bestimmte Situationen haben bestimmte verhalten ausgelöst die du nur so lösen konntest. Und du bist so wie du bist ,warum für andere sich verbiegen! Den andere Menschen werden sich für dich auch nicht verbiegen.

Du hast die Chance aus der Vergangenheit zu lernen wie du bestimmte Situationen anders lösen kannst.Versuche nicht dem Zweifel soviel Raum zu geben.

Bei jedem kommentar das du kommenteirst schreibst du wieder worüber du dir vorwürfe machst. Das erste was du tun kannst, um da eine besserung zu sehen, ist aufhören in allem einen vorwurf zu sehen.

Ich habe selbst sehr viel verpasst von meiner kindheit. Ich wurde auch mit 14 dann bereits schon schwanger und ich habe später mit 17 jahren keinen ausweg mehr gesehen als mich zu ritzen und nicht mehr leben zu wollen. Ich wurde in einer psychosomatische klinik behandelt. Seit 6 jahren werde ich psychologisch begandelt und ich werde es immer boch und werde es auch weiterhin, denn es gibt viele baustellen.

Ich weiss nicht, ob du in psychologischer behandlung bist, aber ich denke, das du das sein sollst. Es ist wichtig, denn da kannst du gucken, warum du so denkst und was dir helfen könnte.

Ich habe lange keine kraft gehabt, bzw habe es hart gefunden gegen das anzukämpfen was mich belastet, und wollte das nicht, aber dennoch litt ich, weil ich ja nicht gesund geworden bin. Aber ich habe kinder für die ich eine verantwortung übernehmen muss und ich finde, wenn man gesund werden möchte, muss man was dafür tun. Und du sollst da ansetzt was du grade eben immer tust, die vorwürfe machen.

Denn bei manchen dingen macht es gar keinen sinn vorwürfe zu machen. Da klingt der satz alleine schon unlogisch. Wenn du dir zu allem vorwürfe machst, würdest du dir auch vorwürfe machen, dass du jetzt einen pikel auf der nase hast. Würde ja keinen sinn machen oder?

Mir hat es sehr oft geholfen, mit anderen leuten zu schreiben oder quatschen die ich lieb habe.

Wenn du jemanden hast, dann rede mit denen.
Wenn nicht darfst du sehr gerne mich anschreiben. Vielleicht tut es dir gut, mit jemanden, die in deinem alter ist (bin 20) und das selbe denkt, sich auszutauschen.

Ansonsten versuch es mal jeden tag 2 dinge aufzuschreiben die heute gut gelaufen sind oder die dir gut getan haben und woran du freude hast. Dir wird es anfangs nicht aoo leicht fallen, aber du wirst was finden und je öfters du das machst desto mehr dinge findest du. Dann fibdest du sogar 5 dinge. :) Und es können kleine dinge sein, wie das man ein schönes strichmännchen malen konnte ;)

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