Vorvertrag Wohnungsverkauf - ist der einseitig gültig?

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2 Antworten

Hier sehe ich keine Probleme, aber wieder mal ein Fall in dem ein involvierter Makler von Vorteil gewesen wäre.

Der Vorvertrag ist eh ungültig, denn ich lese nichts davon, dass der Sohn eine legitimierte Vollmacht, bei Unterzeichnung des Vorvertrages im Namen der Eltern vorzuweisen hatte. Das wäre ja was, wenn man einfach so für Andere solche Abmachungen treffen könnte.

Vorverträge sind bei Immobilien im Prinzip unverbindlich. Schadensersatz kann ein Käufer aber z.B. dann geltend machen, wenn er in der sicheren Annahme, dass er die Immobilie bekommt, Kosten hatte und dann der Verkäufer auf einmal abspringt. (Ein Beispiel: Der Käufer unterschreibt einen Finanzierungsvertrag, muss diesen dann rückgängig machen und die Bank stellt dafür Kosten in Rechnung.)

Aber bei Euch ist das ja anders. Ihr habt euren Willen zum Verkauf eindeutig gezeigt und der Käufer kommt diesem Willen zum Kauf nicht durch einen Notarvertrag nach. Ob er nicht kann oder nicht will ist da völlig egal. Er hat euch wohl ohne trifftigen Grund bereits zweimal abgesagt und damit signalisiert, dass nichtmehr mit einem Abschluss zu rechnen ist.

Ich würde dem Käufer nun schreiben, dass ihr aufgrund der vorher abgesagten Termine davon ausgeht, dass er nichtmehr an der Immobilie interessiert ist und ihr deshalb den Verkauf anderweitig weiterführt. Sollte der Käufer aber noch einen Kauf wünschen, so ist er verpflichtet eine Finanzierungsbestätigung einer Bank und einen verbindlichen (selbst ausgemachten, dann muss er ihn bei Absage auch bezahlen) Notartermin vorzulegen.

Da ihr wohl davon ausgehen könnt, dass er nicht "liefern" kann, könnt ihr dann mit den anderen Interessenten einen neuen Termin ausmachen.

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Kommentar von AutoGabi
22.02.2016, 08:14

Danke für die Antwort, aber da gibt es einige Missverständnisse.

Ein Makler war/ist involviert. Der hat auch den Notartermin gemacht.

Der Käufer behauptet, er hätte mündlich den Kauf sicher vereinbart. Deshalb droht er mit Schadensersatzforderungen, wenn ich jetzt den Verkauf mit einer anderen Partei mache.

Der Notartermin wurde nicht grundsätzlich abgesagt sondern von seiner Seite unbefristet verschoben. Er behauptet, ich hätte Druck gemacht, deshalb wäre das meine Schuld (ist mir schon klar, dass diese Argumentation Blödsinn ist).

Der Käufer behauptet weiterhin, er würde schon in einiger Zeit eine Finanzierungszusage bekommen. Dann würde er "in Ruhe" den nächsten Notartermin ansetzen.

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Rechtlich bindend ist nur der Kaufvertrag der vor einem Notar geschlossen wurde. Ich würde dem Käufer jetzt eine kurze Nachfrist setzen (per Einsschreiben/Rückschein) und andernfalls an jemand anderen verkaufen. 

Du bist an diese Vereinbarung nicht gebunden. 

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